WSOP Tag 28 - Der Wolf im Lammpelz

Ben Lamb
Ben Lamb.

Ben Lamb sicherte sich das einzige Bracelet der Nacht. Krause erreicht Finaltisch.

Ben Lamb erweist sich bei der WSOP 2011 als PLO-Spezialist, hat er doch erst vor zehn Tagen das Heads-up des $3000er PLO verloren.

Die Events 43 und 44 erleben einen vierten Tag, und beinahe wäre Andreas Krause dabei gewesen.

Die Geschehnisse im Einzelnen:

Event Nr. 42, $10k PLO, Finale

Nur vier Spieler kamen für den ominösen vierten Tag zurück, um sich noch einmal im PLO zu messen. Das Quartett verlor nur wenig Zeit, und das Finale dauerte nur drei Stunden.

Zunächst schied John Shipley aus, danach Christopher King, und dann saß Lamb nur noch der aggressive Finne Sami Kelopuro gegenüber.

Kaum zu glauben, aber Lamb war erst vor gut einer Woche beim 3000er PLO Event Zweiter geworden. Jetzt gelang ihm der Sprung ganz nach oben auf das Podium.

Belohnt wurde sein Triumph außerdem mit $814k, der bisher größten Gewinnsumme bei der WSOP 2011.

Event Nr. 43, $1,5k NLHE, Tag 3

Bei noch 34 Spielern zu Beginn des Tages war die Hoffnung berechtigt, das Turnier innerhalb von zehn Levels zuende spielen zu können. Bis ins Heads-up blieb diese Hoffnung auch. Dann aber brach der Floorman das Turnier ab, und deshalb müssen Stephen Su und Rep Porter heute Nacht noch einmal ran.

Marco Liesy belegte Platz 28, einen dieser „Beinahe-Plätze“, wie ihn deutsche Spieler in diesem Sommer schon einige Male erreicht haben. Immerhin kassierte Liesy dafür $15k.

Event Nr. 44, $2,5k Razz, Tag 3

Andreas Krause war der einzige Deutsche unter den 23 Spielern, die zum eigentlich als Finaltag vorgesehen Tag 3 antraten. Der Heilbronner hielt sich ausgezeichnet, behielt mehrfach die Oberhand und erreichte schließlich sogar den Finaltisch.

Bei noch sechs Spielern verlor er dann aber einen großen Pot gegen den früheren Profifechter Tommy Chen, der ihn entscheidend zurückwarf. Zwar überlebte Krause noch das Ausscheiden von Chris Bjorin, kurz danach war jedoch Schluss für den Schwaben. Und wieder war es Tommy Chen, der ihm auch die letzten Chips abnahm. Chen zog eine 8-5, während Krause am Ende nur Dame hoch vorzeigen konnte.

Trotzdem ein Klasseergebnis für Andreas Krause. Schon der vierte Cash bei der WSOP 2011, und seine Bankroll wächst um weitere $44.693.

Event Nr. 45, $1k NLHE, Tag 2

Gestern waren unter den 304 verbliebenen Spielern noch reihenweise Stars und Sternchen, aber Tag 3 werden nur 21 Spieler beginnen, und von denen sind die meisten unbekannt.

Phil Hellmuth gelang ein weiterer Erfolg. Er schied erst gegen Ende des Tages auf Platz 28 aus, nachdem er einen wilden Up-and-Downswing erlebt und eine klassische Show inkl. mehrerer Wutausbrüche hingelegt hatte.

Am Ende schob Hellmuth mit K 8 auf einen Flop A Q 4 und einem Draw all-in und wurde von Jonathan Driscolls A T gezahlt. Hellmuth verpasste den Draw, sprang auf und stürzte aus dem Saal, besann sich aber nach ein paar Minuten und kehrte zurück, um Driscoll die Hand zu schütteln und ihm zu erläutern, warum dieser die Hand eigentlich schlecht gespielt hatte.

Die beiden wichtigsten Namen im Turnier sind nun Antonio „The Magician“ Esfandiari und Philip Hammerling aus Deutschland. Beide haben rund 650.000 Chips und liegen in den Top 5. Chipleader ist Jonathan Driscoll mit 1,2 Mio. Mit Bastian Blum, Thomas Wirth, Reinhold Lutz, Markus Faller und Frank Ewald erreichte eine ganze Reihe Deutscher die Geldränge in diesem Turnier.

Event Nr.46, $10k 6-max NLHE Championship, Tag 1

Abgesehen von Main Event ist die 6-max Championship eines der aufregendsten Turner der WSOP 2011.  Das von Online-Profis bevorzugte shorthanded-Format zog 474 größtenteils namhafte Spieler in seinen Bann, von denen noch 162 den zweiten Tag erreichen.

Ganz oben im Chiopcount finden sich momentan Spieler wie Ben Lamb, Joe Cada, Jake Cody, McLean Karr, David Benefield und – Thorsten Schäfer.

Auf den Sieger wartet über eine Million Dollar.

Event Nr. 47, $2,5k Omaha/Seven Card Stud Hi-Lo, Tag 1

Eins höchst ungewöhnliche Mixed-Konstellation ist Event 47, an dem aber trotzdem 450 Spieler teilnehmen wollten.

Knapp die Hälfte davon wird auch heute Nacht wieder Platz nehmen, und unter ihnen werden auch Erik Seidel, Dan Heimiller, Chad Brown, David Sklansky und Barry Greenstein sein.

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