WSOP 2011 Bracelet-Tipps – Sportler

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Fatima de Melo ist ... genau, Pokerspielerin.

Auch in diesem Jahr tippt PokerZeit/PokerListings wieder die Braceletgewinner bei der World Series of Poker.

In der Vergangenheit haben wir uns nur auf einzelne Spieler konzentriert. Natürlich werden wir das in diesem Jahr auch tun, aber außerdem werfen wir auch einen Blick auf einzelne Spielergruppen.

Heute sind die Spieler an der Reihe, die schon eine Karriere auf einem ganz anderen Gebiet hinter sich haben: Sportstars.

In den letzten Jahren haben wir zunehmend Spieler bei den großen Turnieren gesehen, die wir bereits aus Fußball-, Tennis- oder anderen Stadien kennen.

Auf der einen Seite haben die Online-Pokerräume Sportler als Sympathieträger mit hohem Wiedererkennungsfaktor entdeckt, auf der anderen Seite hat die globale Poker Community oft nur Hohn und Spott für die angeblich unfähigen Seiteneinsteiger übrig.

Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis einer der Athleten auch bei der WSOP aufs Podest steigen wird. Blicken wir nur einmal auf die letzten zwölf Monate zurück.

Nach seinem 14. Platz bei der WSOPE im letzten Jahr erreichte der frühere Fußballstar Teddy Sheringham bei der EPT Vilamoura in Portugal den Finaltisch.

Und die holländische Ex-Hockeynationalspielerin Fatima de Melo kam 2010 drei Mal in die Geldränge bei WSOP Events, darunter ein 18. Platz, und kam dreimal innerhalb von zwei Monaten bei EPT Main Events ins Geld – in Saalbach, Berlin und Madrid. Bei dem Master Classics in Amsterdam erreichte sie den Finaltisch.

„Man muss den Willen haben, zu lernen, und die Fähigkeit, sich auf etwas einzulassen. Sportler bringen mit ihrem Ehrgeiz meiner Meinung nach die richtigen Fähigkeiten mit, um auch in Poker erfolgreich zu sein.“ – Fatima de Melo

Als ehemalige Leistungssportlerin fühlt sich de Melo in der intensiven, angespannten Atmosphäre ausgezeichnet. Schließlich sei das genau die Umgebung, in der sie ihre Profikarriere verlebt haben.

Boris Becker
Boris Becker - Pokerface: gut; Erfolge: nicht so.

„Ich war immer schon sehr ehrgeizig“, erklärte sie uns im Interview. „Ich wollte immer gewinnen. Ich wollte die Beste in meiner Klasse sein, das ist mein Ansporn. Es ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Ich glaube, alle guten Pokerspieler haben das in sich.

Und man muss den Willen haben, zu lernen, und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Ich denke, dass Sportler mit ihrem Ehrgeiz die richtigen Fähigkeiten für Poker mitbringen.“

Nach dem Erreichen des WSOP Main Events Final Table im Jahr 2009 weiß Dennis Phillips, was es bedeutet, so weit zu kommen. Wenn er Spieler wie Boris Becker oder den früheren Baseballprofi Orel Hersheiser sieht, sieht er Spieler mit Potenzial.

„Sie haben auf der höchsten Ebene ihres Sports gespielt, und das schon von ihrer Jugend an. Wer jahrelang an der Weltspitze steht, verliert nicht gern.

Ich verliere natürlich auch nicht gern. Selbst wenn wir Tic-tac-toe spielen, will ich gewinnen, und das haben wir gemeinsam. Aber ihr Vorteil ist, dass sie viele Jahre lang jeden Tag diesen Kampf geführt haben.“

De Melo ist davon überzeugt, dass die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien enorm wäre, wenn ein Sportstar ein Bracelet gewinnen würde.

„Wenn wir die Nachrichten erreichen würden, wäre das ein Riesenschritt. Wenn ein Pokerspieler eine Million gewinnt, den niemand kennt, dann erreicht das die Menschen am Fernsehen nicht, weil sie sich nicht mit ihm identifizieren können. Wenn es sich aber um eine berühmte Persönlichkeit handelt, wird Poker bei der Allgemeinheit viel eher anerkannt.“

Jetzt müssen unsere früheren Sportidole nur noch das tun, wofür sie früher schon berühmt waren: gewinnen.

Alle News über die World Series finden Sie in unserer Rubrik WSOP.

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