WSOP 2011 Bracelet Tipps – Schachspieler

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Schachspieler bringen alle wichtigen Voraussetzungen mit.

Jedes Jahr stellt PokerZeit die Spieler vor, die nach unserer Auffassung bei dieser WSOP gute Chancen auf ein Bracelet haben.

Wir werden uns auch noch um einzelne Spieler kümmern, aber aufgrund unserer nur mäßig erfolgreichen Vorhersagen in der Vergangenheit versuchen wir in diesem Jahr, unsere Chancen auf einen Treffer zu verbessern, indem wir gleich ganze Gruppen in den Vordergrund stellen.

Unsere Redakteure in Europa und Nordamerika werden in der Folge ihre persönlichen Favoriten vorstellen.

Wir beginnen unsere Serie mit einer Gruppe, deren Fähigkeiten zumindest auf intellektuellem Gebiet unbestritten sind: Schachspieler.

Wenn es eine Gruppe gibt, die bei der World Series of Poker 2011 mehr Erfolg verspricht, dann ist sie uns irgendwie entgangen.

Zwei Spielerinnen der Schachweltklasse dominierten in diesem Jahr das World Poker Tour Celebrity Invitational in Los Angeles und marschierten durch bis zum Finaltisch.

Und auch wenn Almira Skripchenko und Dinara Khaziyeva das Turnier nicht gewinnen konnten, beweisen sie doch, dass sie die Fähigkeiten besitzen, die man für einen großen Titel benötigt.

Schachspieler kommen in der Pokerwelt traditionell ziemlich gut zurecht. Dan Harrington, der 1995 den WSOP Main Event gewann und zwei weitere Male am Finaltisch saß, gehört zu denen, die in ihrer Vergangenheit Schach gespielt haben, ebenso Ylon Schwartz, einer der November Niner 2008.

„Viele Schachspieler sehen Poker als sichere Geldquelle.“ – Jeff Sarwer

Jeff Sarwer galt in seiner Kindheit gar als Pokerwunderkind, lebte später jahrelang in einem Wohnmobil und tauchte 2009 plötzlich bei der European Poker Tour auf.

Letztes Jahr machte er seine ersten Gehversuche bei der WSOP und kam dreimal ins Geld.

„Es sind grundlegende Dinge, die Schachspieler, zu erfolgreichen Pokerspielern machen, und ich glaube, das gilt für alle Spieler, die vorher bei anderen Spielen erfolgreich waren.“, sagte er zu PokerListings.com.

„Wenn man ein Spieler ist, teil man mit anderen Spielern gewisse Gemeinsamkeiten. Das gilt ebenso für Magic the Gathering wie für Backgammon und Schach.

Almira Skripchenko
Almira Skripchenko wartet auf ihren ersten großen Titel.

Schachspieler besitzen viel sportlichen Ehrgeiz. Backgammon ist für mich eher ein mathematisches Spiel als Schach. Da das Positionsspiel oft so undurchsichtig ist, hat Schach mehr mit Bluffen zu tun. Es wird teilweise einfach zu komplex.

Natürlich ist es ein Spiel der vollständigen Informationen, aber manchmal wird es eine eher künstlerische Angelegenheit. Es gibt Spieler, die mathematisch völlig unfähig sind, aber trotzdem erfolgreich spielen. Bei Poker ist das heutzutage nicht mehr möglich.

Und der Druck, den man auf den höheren Levels in Schach auf den Gegner auszuüben versucht, ist auch in Poker ein typisches Spielelement. Ähnlich gefragt ist auch die Fähigkeit, den eigenen Spielstil und die Strategie zu verändern und anzupassen.“

Sarwer ist der Ansicht, dass Poker für viele Schachspieler dazu dient, sich den Lebensunterhalt zu sichern. Gerade Mittelklassespieler, die es nicht in die Weltspitze im Schach schaffen, tauchen immer häufiger in der Pokerszene auf.

„Schachspieler sehen Poker als sichere Geldquelle, vor allem wegen des Glücksanteils. Es ist zwar für sie schwer zu verinnerlichen, dass man Bad Beats kassieren kann, aber sie verstehen, dass darin auch eine Menge Value liegt.

Außerdem interessieren sich Schachspieler für Theorie, und die Pokertheorie ist noch relativ jung und wird jedes Jahr neu geschrieben.

Deshalb werden wir in Zukunft immer mehr Schachspieler auf den Poker Tours sehen.“

In diesem Sommer wird Sarwer viel Zeit bei der WSOP verbringen.

Nach ihrem Auftritt am Finaltisch des $2k WSOP NLHE Events im Jahr 2009  erwarten wir auch Almira Skripchenko häufiger in den Schlagzeilen. Es weist viel darauf hin, dass in diesem Jahr ein Schachspieler ein Bracelet gewinnen wird.

„Ich glaube, Schachspieler bringen einfach genau die Fähigkeiten mit, die man für Poker benötigt, denn Schach erfordert viel strategisches Denkvermögen“, erklärte sie gegenüber PokerListings.

„Natürlich hat Poker viel mit Mathematik zu tun, aber Strategie ist wichtiger als Mathematik. Jeder kann die mathematischen Fähigkeiten erwerben, aber strategisches und analytisches Denken entwickeln sich nur langsam.“

PokerZeit/PokerListings wird über alle Ereignisse der WSOP 2011 berichten. Die News finden Sie täglich in unserer WSOP-Rubrik.

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