WSOP 2010 - jetzt geht's los…

Daniel Negreanu
Daniel Negreanu vor dem "Turnier des Jahres".

Die Warterei ist vorbei. Heute Nacht beginnt die World Series of Poker. Für die Pokerwelt ist es wie Ostern und Weihnachten an einem Tag. Abgesehen vielleicht von neun Spielern.

Die 41. Ausgabe der WSOP beginnt traditionell mit dem Turnier der Casinoangestellten. Heute Abend um 21 Uhr wird die erste Hand gegeben.

Ein paar Stunden später kommt es dann zum ersten Paukenschlag: Die Players Championship eröffnet die Turnierserie mit einem wahren Höhepunkt. $50.000 Buy-in, 5 Tage Dauer, 6-handed, 8-Game (2-7 Triple Draw, Limit Hold'em, Omaha Hi-Lo, Razz, Stud, Stud Hi-Lo, Pot Limit Omaha No Limit Hold'em), das sind die Eckdaten des Events, das nach Meinung der Weltklassespieler wie Daniel Negreanu „das Turnier des Jahres" ist. Hier wird wirklich der beste Spieler ermittelt, schon allein, weil das hohe Buy-in für eine gewisse Selektion sorgt.

Die Poker Players Championship löst das $50k HORSE ab, das im letzten Jahr aufgrund der ungeschickten Idee, auch am Finaltisch weiterhin Mixed Games zu spielen anstatt NLHE, einen Großteil der Spieler und das Interesse des Fernsehens verlor.

Darvin Moon
Darvin Moon - der Mann ohne Werbung.

Am Samstag beginnt dann bereits das erste von insgesamt acht (zählt man das Ladies und das Seniors Event mit) $1000 „Stimulus" Events, die neben dem Main Event wohl die größten Teilnehmerfelder anziehen werden. Schöner Auftakt.

60.000 Spieler werden für die 57 Events erwartet. Sie werden aus aller Herren Länder nach Las Vegas kommen. Manche werden vielleicht zum ersten Mal ein Flugzeug besteigen, so wie im letzten Jahr ein gewisser Holzfäller aus Maryland, der sich sein Main Event Ticket in einem kleinen Casino in West Virginia erspielte und als Runner-up über fünf Millionen Dollar gewann. Sein Name: Darvin Moon.

In sechs Wochen endet damit auch die Zeit, in der sich neben Moon auch Steven Begleiter, Joe Cada, Eric Buchman, Kevin Shaffel, Phil Ivey, James Akenhead, Antoine Saout und Jeff Shulman als „die November Nine" bezeichnen dürfen. Es sei denn, einer von ihnen erreicht den letzten Tisch noch einmal. Das allerdings ist seit „Action Dan" Harrington in den Jahren 2003/04 nicht mehr passiert, und diese Errungenschaft des viermaligen Final-Table-Teilnehmers gilt nicht umsonst heute noch als „größte Leistung bei der WSOP".

Vielleicht ist auch Jack Ury wieder dabei. Es wäre das dritte Jahr in Folge, was eigentlich nichts Besonderes ist, wäre Ury nicht schon bei seiner ersten Teilnahme 95 Jahre alt gewesen. Spitzname: „Der älteste Shark der Series". Solche Geschichten sind es, die verhindern, dass die WSOP zu einer Wiederholung des ewig gleichen verkommt.

Auf der Welt gibt es geschätzte einhundert Millionen Pokerspieler. Nicht einmal 500 davon haben ein Bracelet gewonnen, die Chance auf den Gewinn des Main Events liegt statistisch gesehen etwa bei 1:200.000. Schlechte Odds? Die Chance auf sechs Richtige mit Zusatzzahl liegt unter 1: 130.000.000. Nur so zum Vergleich.

Let the games begin.

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