Heimsieg bei der WPT Slowenien

miha travnik
Miha Travnink. Photo: ©WPT.

Miha Travnik gewinnt ein unterbesetztes Turnier und 100.000 Euro. Wer kommt bloß auf einen solchen Ansetzungstermin?

Während die Pokerwelt gebannt auf das Rio Bellagio in Las Vegas schaute, wo sich eine langsam schrumpfende Spielerzahl mit langsam wachsenden Millionenstacks eine nervenaufreibende Schlacht um den Finaltisch des WSOP Main Events und Zig Millionen Dollar lieferte, begann in der slowenischen Stadt Portorož ein WPT Event.

Portorož ist ein hübscher Kurort mit 2800 Einwohnern an der slowenischen Adriaküste, Las Vegas ist … eben Las Vegas.

Dass die WPT versucht, stärker in Europa Fuß zu fassen, ist eine gute Idee. Wenn die EPT zu groß wird und die europäische Szene allein dominiert, ist das nicht gut für  den Markt. Ein Gegengewicht schafft eine Konkurrenzsituation, und so etwas kommt bekanntlich immer dem Konsumenten, hier dem Spieler zugute.

Der Zeitplan für diesen Event könnte aber ungeschickter kaum sein. Sollte man geglaubt haben, die Ausgeschiedenen aus dem WSOP Main Event aufgefangen zu haben, hätte man sich vielleicht einen etwas attraktiveren Standort suchen sollen. Immerhin warteten gleichzeitig der Bellagio Cup und die CAPT in Velden.

Und dann werden auch noch zwei Starttage angesetzt, um dem erwarteten „Ansturm“ Herr zu werden. Das lässt sich mit Optimismus kaum noch erklären. Keine 50 Spieler fanden sich zu Tag 1A ein, und nur weil die 100-Spieler-Grenze wenigstens an Tag 1B erreicht wurde, braucht man jetzt nicht von einem Fiasko sprechen. Insgesamt wollten 141 Spieler bei diesem Event dabei sein.

Gestern wurde nun der Finaltisch ausgespielt, und mit Manuel Blaschke aus Österreich saß immerhin ein deutschsprachiger Spieler am Tisch. Leider verlor Blaschke früh einen Coin Flip und musste den Tisch als erster verlassen.

Offiziell hat ein WPT-Finaltisch ja nur sechs Plätze, also dürfen sich auch Patrik Hirvonen und der Australier Hugh Cohen, die die Plätze acht und sieben belegten, offiziell nicht als Finalteilnehmer bezeichnen.

Dieser wurde wie das gesamte Turnier von Italienern dominiert. Zu viert kämpften sie gegen Johannes Korsar aus  Schweden und Lokalmatador Miha Travnik. Der Mann mit dem „Heimvorteil“ konnte sich letztendlich aber durchsetzen und schlug im Heads-up Vincenzo Natale. Dritter wurde Johannes Korsar.

Die WPT reist nun wieder an die nordamerikanische Westküste. Bei den Legends of Poker im berühmten Bycicle Casino wird wieder ein deutlich größeres Teilnehmerfeld an den Start gehen. Das gleiche gilt hoffentlich auch für die übernächste WPT-Station. Die ist nämlich der Aviation Club in in Paris, und zwar vom 5.-10. September.

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Final Table Payouts:

1. Miha Travnik, $144.399
2. Vincenzo Natale, $99.481
3. Johannes Korsar, $68.244
4. Ferdi Ciorabai, $51.077
5. Gaetano Fortugno, $40.524
6. Marcello Marigliano, $32.926

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