WPT Prag Tag 2 – Favoritensterben

Marco Lang
Kühle Pokerkunst aus Kanada - Marco Lang.

Nach drei Starttagen wurde das Feld der WPT Prag gestern zum ersten Mal zusammengeführt. 287 der ursprünglich 567 gestarteten Spieler kehrten ins King’s Casino zurück, um den nächsten Schritt in Richtung Finaltisch in Angriff zu nehmen.

Dem Sieger winken dabei 325.000 Euro sowie die Qualifikation für die WPT Championship in Las Vegas, insgesamt kommen 72 Spieler ins Preisgeld.

Massensterben der Stars

Die Stardichte an Tag 2 war wirklich enorm, doch leider erwischte es die großen Namen gleich reihenweise. Zu den vielen Opfern des Tages zählten etwa Martin Kabrhel, Anton Wigg, Olivier Busquet, Steve O’Dwyer, John Eames, Mike „Timex“ McDonald sowie der Weltmeister von 2010, Jonathan Duhamel.

PokerStars Pro Eugene Katchalov brachte seine letzten Chips mit Buben gegen Ass-König von Mikhail Mazunin unter, der Turn bescherte dem Russen einen König und auch der gebürtige Ukrainer musste gehen.

Jason Mercier
Auf leisen Sohlen nach vorn - Jason Mercier.
 

Viele Favoriten fielen, doch einige kamen auch durch. Jason Mercier etwa schlich sich heimlich still und leise im Chipcount nach vorne und  belegte am Ende einen Platz im Vorderfeld.

Auch Kevin MacPhee, Shannon Shorr, Juha Helppi, Elio Fox, Keven Stammen und Lars Bonding dürfen morgen wiederkommen und auf einen Platz im Preisgeld hoffen.

Für Fox dürfte das nur ein vorläufiges Ziel sein, der WSOPE-Sieger des Vorjahrs nahm kurz vor Ende des Turniertags Mike McDonald vom Tisch und landete schließlich auf Platz 2 im Chipcount.

Wenig Glück für die Deutschen

Neben den internationalen Spitzenspielern gingen auch einige bekannte Deutsche wie Fabian Quoss, Bodo Sbrzesny, Jan Collado und Julian Herold ins Rennen. Bestplatzierter aus der deutschen Riege war allerdings der unbekannte Alexander Staengle als Achter im Chipcount.

Fabian Quoss
Der Blick täuscht - Fabian Quoss.
 

Eine bittere Pille musste Julian Herold schlucken, der gut im Rennen liegend mit Königen an Dermot Blains Buben scheiterte. Bereits einige Hände vorher hatte der Ire den Ungarn Zoltan Szabo in derselben Konstellation erledigt und hatte nun erneut Glück, dass der Turn einen Buben brachte.

Nicht viel besser erging es dem Vorjahresdritten Stanislaw Kretz, der mit Königen in die Asse von Martin Kabrhel lief und sich früh verabschieden musste.

Da auch Alexander Meidinger, Jan Collado, Robert Zipf und einige weitere Hoffnungen ausschieden, sind die deutschen Chancen nicht mehr besonders zahlreich vertreten. Immerhin schafften aber Fabian Quoss, Alexander Staengle, Bodo Sbrzesny, Markus Häusener, Rainer Kempe und Mario Nakowitz die Qualifikation für Tag 3.

Und die Damen?

Das schöne Geschlecht zeigt sich hier in Prag von seiner besten Seite, ab morgen sind aber nur noch Elisabeth Hille und Lucille Cailly vertreten. Während Hille recht unspektakulär durch den Tag kam, legte Cailly einen wilden Ritt hin.

In einer abenteuerlichen Hand mit Lars Bonding verbluffte sie fast ihren gesamten Stack und hatte danach nur noch 6.000 Chips übrig. Drei Verdopplungen in kurzer Zeit brachten sie aber wieder auf 100.000, die sie jedoch recht schnell wieder halbierte, um dann gerade so eben noch in den nächsten Tag zu kommen.

lucille cailly2
Wilder Ritt - Lucille Cailly.
 

Ausgeschieden sind Leo Margets, Gaelle Baumann und Ana Marquez.

Ausblick

Mit 78 Spielern geht es in Tag 3, das bedeutet, dass noch sechs Spieler leer ausgehen. Chipleader ist der Kanadier Marco Lang, der den lange Führenden Mikhail Mazunin aus Russland ablöste. Direkt dahinter liegt mit Elio Fox schon das erste absolute Schwergewicht.

An Tag 3 erwartet Zuschauer und Spieler eine spannende Bubble-Phase, die sich vermutlich einige Zeit hinziehen wird. Denen, die sie überstehen, bleibt der Traum vom Finaltisch erhalten.

Top Ten Chipcount:

1. Marco Lang, 694.000
2. Elio Fox, 571.500
3. Pawel Brzeski, 544.000
4. Manuel Bevand, 537.500
5. Dermot Blain, 530.000
6. Oleksii Khoroshenin, 513.000
7. Konstantin Danilov, 465.000
8. Mikhail Manzunin, 440.000
9. Jussi Nevanlinna, 438.500
10. Tobey Lewis, 417.000

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