WPT Prag Tag 3 Live - Kretz stürmt ins Finale

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4 Dezember 2011, Von: PokerZeit.com
Geposted in: The Hand
WPT Prag Tag 3 Live - Kretz stürmt ins Finale

Nach sonnigen Wintertagen in der goldenen Stadt ist es heute grau und trübe. Den Pokerspielern ist das bekanntlich ja egal und so auch den noch verbliebenen Spielern der WPT in Prag.  Tag 3 hat begonnen, und das Feld ist schon auf fünf Tische zusammengeschrumpft. 62 Spieler starteten in den Tag, und das Team Germany ist fast noch vollständig vertreten.

Als Chipleader startet Martins Adeniya (im Bild rechts) in den Tag.


Stanislaw Kretz führt den Finaltisch an

Damit stehen die Finalisten fest.

Die vorläufigen Chipcounts:

1. Stanislaw Kretz - 6.300.000
2. Benjamin Pollak - 4.865.000
3. Andrey Pateychuk - 2.310.000
4. Sigurd Eskelund - 1.515.000
5. Adria Balaguer - 1.315.000
6. Russell Carson - 765.000


Jan Bendik ausgeschieden, Platz 7, €48.000

Kretz schlägt wieder zu! Diesesmal ist es ein astreiner Suck-out. Kretz war mit Pocket Zehnen all-in gegangen, aber Kretz war, nachdem ervorher bereits erhöht hatte, priced in mit Pocket Fünfen.

Schon die Window-Karte war eine weitere 5, und Bendik scheidet unglücklich aus.


Thomas Frandsen ausgeschieden, Platz 8, €33.000

Stanislaw Kretz nimmt einen weiteren Spieler vom Tisch.

Frandsen stellt  mit A-5 alles in die Mitte, Kretz bezahlt mit A-Q. Das Board verläuft eriegnislos und drawfrei. Kretz baut auf 6,4 Mio. auf.

 



 

Michael Watson ausgeschieden, Platz 9, €25.000

Level 25, 15k/30k/5k

Adrai Balaguer erhöhte aus dem Cut-off auf 60k, Pateychuk 3-bettete auf 160k, und Watson stellte seine letzten 90k blind im big Blind in die Mitte.

Pateychuk setzte auf dem Flop 2-3-4 230k an, die Balaguer bezahlte. Auf dem Turn 2 erhöhte Pateychuk den Druck mit einer weiteren Bet von 340.000.

Balaguer legte seine hand ab, und Pateychuk zeigte A-J. Balaguers Gesichtsausdruck sprach Bände. Er hatte offenbar die beste Hand gefoldet. Watson zeigte T-7, aber auf dem River fiel eine Dame.

 


Tag 3, 2.00 Uhr

Tobias Reinkemeier ausgeschieden!

Stanislaw Kretz nahm den seinen letzten Landsmann persönlich aus dem Turnier. Denis Pisarev hatte mit K-Q seine letzten 500.000 Chips eingesetzt. Reinkemeier ging mit A-J und seinen letzten 800.000 ebenfalls all-in, aber Kretz fand A-K im Big Blind und annoncierte den Call.

Das Board half keinem der Spieler, und Kretz eliminierte seine beiden Gegner auf den Plätzen 12 und 11. Kretz hat jetzt über fünf Millionen Chips und ist deutlicher Chipleader.


 

Tag 3, 01:00 Uhr

 

Level 24 ist gleich vorbei und das Feld ist auf 13 Spieler zusammengeschrumpft. Heute wird auf jeden Fall noch bis zum Final table heruntergespielt. Und weil der traditionell bei WPT-Turnieren nur aus sechs Spielern besteht, wird das heute noch eine lange Nacht.

Die Blinds sind mittlerweile bei 12.000/ 24.000 (Ante 4.000). Der Average Chipstack liegt bei 1.317.000.

Und zwei, die noch auf der sicheren Seite der Chip-Tabelle liegen, sind nach wie vor Stanislav Kretz und Tobias Reinkemeier. Beide sitzen mittlerweile an einem der zwei verbliebenen Tische nebeneinander, unterhalten sich ganz entspannt und gehen sich tunlichst aus dem Weg.

Ausscheiden sollen die Anderen. Zum Beispiel Dobrimir Nikov (17. Platz, 14.472 Euro), Karen Sarkysian (16. Platz, 14.472 Euro), Thomas Jorgensen (15. Platz, 16.830 Euro) oder Paul Pires Trigo (14. Platz, 16.830 Euro).

Als 19. musste übrigens auch der Spieler gehen, der als Chipleader den Tag begonnen hatte. Martins Adeniya aus Großbritannien konnte den gewaltigen Pot, den er gegen Stanislav Kretz verloren hatte irgendwie nicht verarbeiten und arbeitete sich sichtlich angeknockt immer weiter an die Rails. Dort landete er letztlich, als er mit Pocket 8er preflop All in gegen Andrey Pateychuk. Der hatte J T und traf die Zehn auf dem River.

Pateychuk gewann übrigens vor ein paar Wochen die EPT San Remo und scheint mit seinem neuerlich deepen Run in einem Major-Turnier die Theorie vom Lauf zu bestätigen.

Das sind die Chipcounts der verbliebenen 13 Spieler:

  • Stanislaw Kretz, 3.600.000
  • Adria Balaguer, 2.900.000
  • Sigurd Eskeland, 2.100.000
  • Benjamin Pollak, 1.760.000
  • Jan Bendik, 1.738.000
  • Russell Carson, 1.200.000
  • Tobias Reinkemeier, 1.000.000
  • Mike Watson, 800.000
  • Andrey Pateychuk, 765.000
  • Zachary Korik , 735.000
  • Denis Pisarev, 515.000
  • Agris Klaise, 502.000
  • Thomas Frandsen, 270.000


Tag 3, 22.00 Uhr

Stanislaw Kretz
Stanislaw Kretz.

Level 22 ist vorbei. Die Blinds steigen nun auf 10.000/ 20.000, Ante 2.000. Der Average Chipstack liegt bei 860.000 und noch 19 Spieler sind dabei.

Und es scheint tatsächlich ein Tag für die Deutschen zu werden. Tobias Reinkemeier gewann zunächst einen 800.000er Pot mit den Assen. Sein Gegner in der nur noch in Osteuropa zu sehenden Strass-Ed Hardy Jacke hielt A Q und callte bei einem Board von Q 8 7 2 4 jede Barrel von Reinkemeier. Tobias war hoch auf 1.400.000 und zum ersten Mal heute deutlich über Average. In der letzten Hand vor der Pause bustete er dann den Poker-Strategen Voitzech Rusitzka.

Reinkemeier erhöhte vor dem Flop und bekam den Call des Tschechen. Der Flop brachte J 6 T. Reinkemeier setzte an und beantwortete das Raise von Rusityka mit einem All in. Der Tscheche callte. Reinkemeier deckte Q 9 yum Open Ender und Flush Draw auf. Rusityka hielt A J zum Top Pair Top Kicker. Schon der Turn brachte die 4 und dem Deutschen den Flush. Tobias ist nun bei 1.900.000 und damit in den Top 10 angekommen.

Längst da, und zwar ganz vorn ist der andere Deutsche, Stanislav Kretz. Und der wird bei der Media-Crowd immer mehr zum Star. Wie ein Dandy gekleidet, mit weißer Jacketjacke und Seidentuch zeigt er unter seiner Sonnebrille keine Regung und schubst seine Gegner nach Belieben hin und her. Mittlerweile hat er fast 3 Millionen Chips gesammelt, liegt damit klar in Front und ist heißer Kandidat auf den Titel.

Einen solchen gebrauchen könnte mal wieder der Grand Final Gewinner von Monte Carlo 2011. Angle-Shooter Ivan Freitez wird im Pokerzirkus gemieden wie ein Sack faule Eier aber am Black Jack-Tisch trotzdem gern gesehen. Dort verbrennt der Venezolaner  gerade gefühlte 2.000 pro Minute und sieht dabei auch gar nicht mehr glücklich aus.

Und hier noch die Top 10 im Chipcount: 

  • Stanislaw Kretz, 2.850.000
  • Tobias Reinkemeier, 1.900.000
  • Paul Pires Trigo, 1.800.000
  • Zachary Korik , 1.380.000
  • Jan Bendik, 1.100.000
  • Vojtech Ruzicka, 1.000.000
  • Dobromir Nikov, 990.000
  • Agris Klaise, 970.000
  • Andrey Pateychuk, 895.000
  • Karen Sarkisyan, 715.000
  • Daniel Erlandsson, 675.000

Tag 3, 19.30 Uhr

Steve Thomsen
Steve "O" Thomsen.

Noch 15 Minuten in Level 21. Die Blinds liegen bei 6.000/ 12.000 (Ante 2.000). Der Average Chipstack ist mittlerweile 815.000 und noch 20 Spieler sind im Rennen um die Siegprämie von 450.000 Euro und den WPT-Titel.

Von den deutschen Spielern sind nun nur noch zwei dabei. Steve „O.“ Thomsen versuchte seinen Kontrahenten nach dem River auszubluffen. Und bekam für seinen Push vom Gegner, der die Straße vollendete hatte natürlich den Call. Nun steht er im Casinobereich und diskutiert die Hand mit Torsten Brinkmann.

Hoch und runter ging es hingegen für Tobias Reinkemeier. Erst verdoppelte er mit A K Jan Bendik, der die Queens hielt. Dann doubelte er selber auf, als er mit K Q gegen Pocket 6er antrat und sowohl König als auch zwei Damen auf dem Board wieder fand. Und nun gewann er noch mit A K gegen A Q und ist wieder bei 600.000 Chips.

Wer allerdings richtig aufs Gas getreten hat in den vergangenen 60 Minuten ist der andere Deutsche, Stanislav Kretz. Nach einem Duell mit dem ehemaligen Chipleader Martins Adeniya hat er nun 2.500.000 Chips und ist damit klar in Front.

Und hier die Hand:

Thomas Frandsen raiste auf 28.000 aus early position, Kretz callte ebenso, wie Small Blind  Adeniya. Der Flop zeigte T 7 3. Adeniya checkte zu Frandsen, der 42.000 bettete. Kretz callte bevor Adeniya ein Check Raise auf 142.000 annoncierte. Frandsen entscheidet sich zum Fold, aber der Deutsche macht den Call.

Der Turn zeigt eine 3. Check, check. Der River bringt 4. Adeniya zieht noch einmal 120.000 nach. and Kretz raist auf 325.000. Offenbar eine überraschende Wendung, denn der ansonsten ultracoole Adeniya zeiht seine Kopfhörer von den Ohren und schaut ungläubig auf die Hand. Der Engländer überlegt lange bis Kretz „Time“ ruft .

Adeniya geht die Hand ein letztes Mal durch (du checks den Turn hinterher und raist den River, Welche Hand hast du? 9 8?“ Er macht den Call trotzdem. Und was zeigt Kretz? 9 8 zum Runner, Runner Flush.

Hier noch die Top 10 des Chipcounts:

  • Stanislaw Kretz, 2.400.000
  • Vojtech Ruzicka, 1.100.000
  • Thomas Frandsen, 1.020.000
  • Karen Sarkisyan, 975.000
  • Paul Pires Trigo, 970.000
  • Dobromir Nikov, 855.000
  • Martins Adeniya, 800.000
  • Adria Balaguer, 747.000
  • Agris Klaise, 715.000
  • Zachary Korik , 680.000

Tag 3, 17.30 Uhr
Tobias Reinkemeier
Tobias Reinkemeier.

Level 20, 5000/10.000/1000

Fast vorbei ist Level 20 und noch 27 Spieler sind dabei. Darunter auch drei Deutsche. Eben erwischt hat es Bob Kunzmann aus Chemnitz, der noch lediglich 10 Big Blinds hielt und mit A Q all in schob. Er dominierte seinen Gegner mit A 4 klar. Allerdings zeigte das Board einen Herz-Flush für den Kontrahenten und Kunzmann schied als 30. Aus dem Turnier. Sein Lohn: 10.000 Euro.

Richtig gut im Rennen ist dagegen Stanislav Kretz, der mittlerweile über eine Million an Chips stapelt und damit ganz vorn dabei ist. Steve Thomsen hält ungefähr Average, der mittlerweile bei 571.000 liegt.

Tobias Reinkemeier hingegen wartete lange auf das nächste Double up. Er stagnierte bei 200.000 Chips, die er nun in der letzten Hand vor der Pause mit A K investierte. Sein Gegner callte mit A T. Das Board blankte aus und brachte Tobias den Pot in Höhe von knapp 400.000.

Chipleader ist immer noch der Engländer Martins Adeniya.

Gleich beginnt Level 20. 5.000/ 10.000, Ante 1.000. Der Average Chipstack liegt bei 630.000.

Und hier noch die Top 10 im Chipcount.

  • Martins Adeniya, 1.300.000
  • Vojtech Ruzicka, 1.100.000
  • Stanislaw Kretz, 1.060.000
  • Thomas Frandsen, 1.020.000
  • Karen Sarkisyan, 750.000
  • Paul Pires Trigo, 730.000
  • Agris Klaise, 715.000
  • Christopher McClung , 670.000
  • Adria Balaguer, 663.000
  • Dobromir Nikov, 600.000

 


Tag 3, 15 Uhr

 

Tobias Reinkemeier hat mit Pocket Jacks gegen Ax 6x verdoppelt und ist nun bei über 200.000 Chips. Evererest-Pro Tobias Wagner hat die Jacks seines Gegners hingegen geknackt und mit K J den König auf dem Board getroffen. Auch er schaffte das frühe Double up und ist nun mit 180.000 knapp unter Average.

Verdoppeln konnte auch Bob Kunzmann. Mit Pocket 8er stand er gegen die Kings und erwischte auf dem Flop die 8. Der Chemnitzer ist nun ebenfalls bei knapp unter 200.000 Chips.

Ausgeschieden ist dagegen Andreas Wiese, der Facharzt für Anästhesiologie, der bei der EPT Wien 2010 am Final table gesessen hatte. Hier schwebte er das gesamte Turnier unter unserem Radar und ist nun gleich am Anfang gebusted. Ebenfalls busto: Henrik Unverricht.

Nicht mehr dabei sind Kent Lundmark und PokerStars Pro Eugene Katchalov. Letzterer investierte seine verbliebenen sechs Big Blinds (47.000) mit Pocket Kings und bekam den Call von zwei Gegnern. Aage Rolvn hatte Pocket Tens und noch 62.000 Chips und Karen Sarkisyan, der beide Spieler coverte Ax Qx. Der Flop zeigte Ax Ax Qx und ließ keine weiteren Fragen offen.

Sarkisyan hat nun über 900.000 Chips und konkurriert mit Chipleader Martins Adeniya.

In Level 19 werden noch 20 Minuten gespielt. Average Chipstack liegt bei 360.000. Die momentane Preisgeldstufe sind 7.200 Euro.



 

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