Triple Barrel – Charania siegt, Hansen verliert, PartyPoker reagiert

three bullets

In unserer heutigen Triple Barrel sehen wir uns an, wie Mohsin Charania bei der WPT Paris das scheinbar Unmögliche wahr machte, wie Gus Hansen auf den Highstakes weiter ins Bodenlose fällt und wie man bei PartyPoker den drohenden Spielerstreik abzuwenden versucht.

1) Mohsin Charania gewinnt die WPT Paris

Leider ohne deutsche Beteiligung wurde gestern die WPT Paris entschieden, die bei einem Startgeld von 7.500 Euro immerhin 187 Spieler angelockt hatte. Als bester Deutscher war Marvin Rettenmaier am Vortag ausgeschieden, er belegte den zehnten Platz.

Mit sechs Spielern, darunter dem Finnen Kimmo Kurko und der letzten Frau Christina Lindley, ging es ins Finale, das eigentlich nur einer gewinnen konnte.

Der Rumäne Vasili Firsau hatte das Geschehen der beiden letzten Turniertage so eindeutig dominiert, dass er mit mehr als der Hälfte aller Chips der Konkurrenz weit enteilt war.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Zu Beginn lief zwar alles noch wie an den Vortagen und Firsau gewann Pot um Pot, schaltete erst Kurko, dann Lindley, Elliot Smith und schließlich auch noch Peter Apostolou aus, ehe sich das Blatt wendete.

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Mohsen Charania.

Mit einer 7 zu 1 Führung trat Firsau zum entscheidenden Heads-Up gegen Mohsin Charania an, und vermutlich bezweifelte kaum jemand im Aviation Club von Paris, dass dies zum Sieg reichen würde.

Charania aber kämpfte und hatte mit nur noch 600.000 Chips das Glück, dass er seinen Gegner mit Q 4 riverte und dessen A 6 mit einem Wheel in letzter Sekunde noch überholte.

Danach war Charania nicht mehr aufzuhalten und schaffte schließlich das scheinbar Unmögliche, für das er mit knapp 470.000 Dollar reicht entlohnt wurde. Firsau musste sich als enttäuschter Zweiter mit gut 317.000 Dollar begnügen.

Endstand der WPT Paris:

 

 1.

  Mohsin Charania

  $469,477

 2.

  Vasili Firsau

  $317,867

 3.

  Peter Apostolou

  $204,432

 4.

  Elliot Smith

  $151,359

 5.

  Christina Lindley

  $113,614

 6.

  Kimmo Kurko

  $90,845

 

2) Gus Hansen mit neuem Rekordverlust

Otto Normalverbraucher kann sich die folgenden Summen kaum vorstellen, doch sie stimmen wirklich. Dabei geht es um den allseits beliebten dänischen Highroller Gus Hansen, der schon vor längerer Zeit die unrühmliche Position des größten Verlierers aller Zeiten auf den Highstakes im Internet übernommen hat und diese aktuell weiter ausbaut.

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Gus Hansen.

Nach einer 18-stündigen Session mit positivem Ausgang und einem Gewinn von 140.000 Dollar am Vortag holte es den dänischen Full Tilt-Pro vergangene Nacht wieder ein.

Über 850.000 Dollar verlor er vor allem beim Triple Draw an den Deutschen Kagome Kagome und steuert damit auf eine Marke zu, die zumindest beim oben erwähnten Otto N. ungläubiges Kopfschütteln verursacht.

Seit dem Neuauftritt von Full Tilt Poker Ende letzten Jahres hat Hansen tatsächlich fast 10 Millionen Dollar verloren, und wenn man sich seinen Graphen ansieht, ist leider kein Ende in Sicht. Da hilft nur Daumendrücken, dass dem sympathischen Skandinavier nicht das Geld ausgeht.

3) PartyPoker reagiert auf geplanten Spielerstreik

Probleme mit seinen Spielern hat derzeit die einstige Nummer 1 am Markt PartyPoker. Seit das Unternehmen zu Jahresbeginn die Spieler in Gewinner und Verlierer aufteilte und damit zwei getrennte Spielerpools organisierte, regte sich Unmut, der durch die Kürzungen der Vielspieler-Boni und eine lautstark angekündigte neue Software, die größtenteils die Fehler der alten Software enthielt, noch größer wurde.

party poker logo

Als herauskam, dass es diversen Spielern gelungen war, die „strikte“ Trennung der Gewinner und Verlierer zu unterlaufen und damit fette Gewinne einzustreichen, wurde es vielen Spielern schließlich zu bunt.

Sie kündigten einen Spielerstreik an, der morgen um 20 Uhr MEZ stattfinden soll. Alle Spieler, die dann auf PartyPoker sind, sollen auf Sit-Out gehen und damit jeglichen Umsatz verhindern.

Noch bevor der Streik über die Bühne geht, wollen die Verantwortlichen von PartyPoker eine Lösung anbieten. Jedenfalls kündigten sie für heute eine Erklärung an, wie die Trennung der Spieler funktioniert und warum sie überhaupt eingeführt wurde.

Man darf gespannt sein, ob das die erhitzten Spielergemüter beruhigen wird.

 

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