WPT Paris und London – Rettenmaier scheitert, Gruissem triumphiert

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Philipp Gruissem.

Gleich zwei große Entscheidungen stehen in dieser Woche bei der World Poker Tour an. Bereits gestern wurde in London der Gewinner des zweiten Alpha 8-Turniers gekürt und heute folgt der Finaltisch der WPT Paris, bei dem sechs Spieler den Sieg unter sich ausmachen. Alles Wissenswerte zu beiden Turnieren und dem Abschneiden der deutschen Spieler hier:

1) Marvin Rettenmaier auf Platz 10 bei der WPT Paris

Leider nicht ganz ins Finale der WPT Paris, bei der es um ein Gesamtpreisgeld von 1,3 Millionen Euro geht, hat es Marvin Rettenmaier geschafft. Turniertag 4 hatte es in sich, da nicht nur die Finalisten, sondern zunächst noch der Bubbleboy gesucht wurde.

Mit 24 Spielern ging es los, und Jonnie Sonelin war es schließlich, der in den sauren Apfel des Spielers beißen musste, der als Letzter ohne Geld ausging.

Die Ausgangslage von Rettenmaier, dem letzten deutschen Teilnehmer, war als 19. im Chipcount alles andere als aussichtsreich, doch mit großem Kampfgeist und einem frühen Verdoppler schaffte es der Wahl-Londoner immerhin auf den zehnten Platz.

Etwas mehr als 33.000 Dollar kassierte Rettenmaier dafür, doch die ganz großen Summen werden erst heute verteilt.

Marvin Rettenmaier
Kein Finale für Rettenmaier - dieses Mal.

Am Nachmittag findet das große Finale der WPT Paris statt, dem Sieger winken dabei fast 470.000 Dollar. Klarer Chipleader ist der Rumäne Vasili Firsau, der schon am Vortag die Führung innehatte.

Ihm am ehesten auf den Fersen ist die letzte Dame, Christina Lindley, mit Mohsin Charania und Kimmo Kurko sind noch weitere prominente Spieler dabei.   

Hier der Stand vor dem Finale:

 

 1

  Vasili Firsau

  2.893.000 Chips

 2

  Christina Lindley

  880.000

 3

  Mohsin Charania

  782.000

 4

  Elliot Smith

  647.000

 5

  Peter Apostolou

  269.000

 6

  Kimmo Kurko

  116.000

 

2) Philipp Gruissem holt sich den Alpha 8-Titel in London

Etwas merkwürdig ist es schon, dass zeitgleich zur WPT Paris in London das zweite Turnier im Rahmen der Highroller-Serie Alpha 8 ausgetragen wurde, doch die deutschen Spezialisten juckte das wenig.

Saftige £100.000 Startgeld musste man bezahlen, um an der illustren Runde teilzunehmen, und zwanzig Spieler kamen letztlich zusammen.

gruissem alpha8 london
Wieder ein höchst erfolgreiches Turnier aus deutscher Sicht.

Die beiden Turniertage wurden von den deutschen Spielern dominiert und am Ende gingen drei der vier Preisgelder an die bestimmenden Figuren der Highstakes-Szene.

Nach der klaren Führung von Tobias Reinkemeier nach dem ersten Turniertag vor Fabian Quoss sah es schon vor dem Tag der Entscheidung gut aus, doch leider musste sich Quoss nach einem Bad Beat mit Königen gegen Siebenen früh verabschieden.

Dafür kämpfte sich Philipp Gruissem nach vorne und übernahm immer mehr die Kontrolle über das Feld. Er war es dann auch, der Tony G als Bubble Boy aus dem Turnier warf.

Damit kamen mit Kurganov, Reinkemeier und Gruissem schon sicher drei der vier Preisgeldgewinner aus Deutschland und nur Scott Seiver stand ihnen noch im Weg.

Seiver lieferte zweifellos die Hand des Tages, als er Viktor Blom mit einem Straight Flush an die Rail beförderte, und er machte auch den Deutschen das Leben schwer, die sich letztlich aber gegenseitig eliminierten. Erst warf Reinkemeier Kollege Kurganov raus, dann Gruissem seinen Kumpel Reinkemeier, wodurch das Heads-Up zwischen Gruissem und Seiver feststand.

Zwischen diesen beiden wogte das Geschehen mehrfach hin und her, doch am Ende war Philipp Gruissem der glückliche Sieger und konnte den Siegerscheck über £862.400 bzw. umgerechnet gut 1 Million Euro in Empfang nehmen.

Nach dem Sieg beim $50.000 Highroller-Turnier der Aussie Millions konnte Gruissem damit den zweiten Sieg bei den teuersten Turnieren der Welt in diesem Jahr einfahren.

Hier der Endstand des Alpha 8-Turniers von London:

 

 1

  Philipp Gruissem

  £862,400

 2

  Scott Seiver

  £509,600

 3

  Tobias Reinkemeier

  £352,800

 4

  Igor Kurganov

  235,200



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