Triple Barrel – Bad Beat Jackpot in Las Vegas, WPT Montreal, Online-Poker in den USA

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Äußerst glückliche Verlierer bei No-Limit Hold’em, die geplatzte Bubble bei der WPT Montreal und die Wiederauferstehung von Online-Poker in den USA – das sind die Themen, die wir heute in unserer Triple Barrel präsentieren.

1) Bad Beat Jackpots in Las Vegas

Ausgerechnet einen Tag vor dem großen amerikanischen Familienfest Thanksgiving durften sich 198 Pokeramateure über einen warmen Geldregen freuen.

Im Pokerraum des Flamingo von Las Vegas kam es zu einem heftigen Duell mit weitreichenden Folgen.

Bei No-Limit Hold’em saßen Gary aus Kalifornien und Linda aus Indiana an einem Tisch, das Board brachte K J 4 Q J, beide Spieler setzten ihr gesamtes Geld und am Ende war die Aufregung groß. Mit J J hatte Linda einen Vierling Buben gerivert, doch Gary war ihr mit A 10 und einem Royal Flush in Karo mit dem noch größeren Monster schon eine Setzrunde zuvorgekommen.

Wie viele Dollars Gary mit diesem seltenen Kunststück am Tisch gewann, ist nicht überliefert, aber gemeinsam mit seiner unterlegenen Gegnerin löste er den Mega Beat Progressive Poker Jackpot aus, der gleich 197 Spieler in den sieben Caesars Casinos von Las Vegas glücklich machte.

flamingo las vegas

Wer dort an einem Pokertisch saß, erhielt 2.711 Dollar Anteil an den 766.951 Dollar, die seit Jahresbeginn für den Bad Beat Jackpot aufgelaufen waren.

Richtig fett sahnten aber natürlich vor allem die Verliererin und der Gewinner der Hand ab.

Gary gewann (neben dem normalen Pott) 79.406 Dollar und Linda durfte sich mit einem Gewinn von 156.189 Dollar über den vermutlich bestbezahlten Vierling ihrer Pokerlaufbahn freuen. 

Den Rekord für das Jahr 2013 konnten die beiden aber nicht knacken. Den hält weiterhin der Deutsche Robert, der während der WSOP im Planet Hollywood mit Quad Kings in Quad Asse rannte und fast 183.000 Dollar kassierte.

2) Entscheidende Phase der WPT Montreal

862 Spieler, das klingt für ein Turnier mit einem Startgeld von 3.700 Dollar erst mal nicht schlecht, und doch dürften die Veranstalter der WPT Montreal eher enttäuscht sein. Denn in der kanadischen Metropole gab es einen herben Einbruch von fast 25 Prozent – im Vorjahr hatten noch 1.173 Spieler ihr Glück versucht.

Durch die besonderen Regularien relativiert sich diese Zahl sogar noch. Dank dreier Starttage konnten sich Spieler wie Marvin Rettenmaier gleich dreimal einkaufen und ihr Glück mehrfach versuchen.

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Ludovic Lacay.

Genutzt hat es dem Deutschen nichts, und auch andere Top-Spieler wie Jonathan Duhamel, Vanessa Selbst, Scott Seiver, Dan Kelly und Phil Laak erwischte es noch vor der Bubble, die bei 99 Spielern platzte.

Immerhin ins Geld kamen Gavin Smith, David Strelitz und Antonio Esfandiari, aber im Gegensatz zu Ludovic Lacay ist ihre WPT Montreal beendet.

Der Franzose legte einen Sahnetag hin und geht als Chipleader von 59 Konkurrenten in den heutigen Tag 3.

Hier die Top Ten nach Tag 2 der WPT Montreal:

 

1

Ludovic Lacay

1.261.000

2

Marco Cannizzaro

1.170.000

3

Jerry Wong

1.160.000

4

Jonathan Little

1.053.000

5

David Barter

1.014.000

6

Guillaume Darcourt

952.000

7

Alexandre Lavigne

899.000

8

Derrick Rosenbarger

862.000

9

Amirmasoud Babakhani

816.000

10

David Paredes

801.000

 

3) Online-Poker in den USA

Nach dem Online-Poker ist vor dem Online-Poker, könnte man in Abwandlung eines alten Herberger-Spruchs sagen, wenn man einen Blick auf die USA wirft.

Dort wurden am Black Friday vor zweieinhalb Jahren die imaginären Leitungen zu den Anbietern Full Tilt Poker, PokerStars und Co. gekappt und seitdem läuft der mühsame Kampf der Regulierung.

poker usa

Immerhin zwei Bundesstaaten haben es mittlerweile geschafft, Online-Poker zu legalisieren.

In Nevada wird auf den beiden zugelassenen Anbietern WSOP.com und UltimatePoker.com in überschaubarem Rahmen schon eine ganze Weile gepokert, und nun haben auch die Bürger New Jerseys wieder Zugang zum Bildschirmfilz.

Rechtzeitig zur Thanksgiving-Woche, also den amerikanischen Herbstferien, konnte man in New Jersey seinen Online-Account einrichten.

Zugelassen sind hier die großen Casinoketten, die auch Online-Lizenzen erwarben. Einzige Hürde, die hier noch überwunden werden muss, ist der Zahlungsverkehr.

Unternehmen wie MasterCard sind mittlerweile so nervös, wenn es um Online-Poker geht, dass sie die Einzahlungen (noch) nicht ausführen.

All diesen Widrigkeiten zum Trotz sind die Anmeldezahlen in New Jersey beeindruckend. Bis Donnerstag registrierten sich über 37.000 Spieler und zeigten damit, welche Lücke das Verbot gerissen hatte.

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