WPT Malta – Spinnenbiss und Suck-out

cecilia pescaglini
Chipleader Cecilia Pescaglini - Lauf des Lebens.

Phil Hellmuth wurde gestern von einer Spinne gebustet, Rettenmaier nach Suck-out des Monats auf Platz 2.

Nur 30 Spieler streiten nach Tag 2 der WPT Malta noch um den Titel. Phil Hellmuth ist nicht mehr dabei. Er hatte einen selbst für ihn verrückten Tag. Die wichtigsten Vorkommnisse für ihn waren ein Spinnenbiss, ein Arzt am Tisch, ein versiebter Vierfach-Bluff und eine Ohrinfektion.

Dabei hatte alles so schön angefangen: Schon in der ersten Hand des Tages verdoppelte Hellmuth mit Assen gegen Buben auf 70k. Danach baute er seinen Stack weiter bis auf 175k auf, bis er innerhalb von zwei Händen alles verlor.

Zunächst feuerte er mit Q-5 einen Vier-Barrel-Bluff auf einem Board A-7-3-8-K, den Salvator Blanco mit 9-7 und Fourth Pair heruntercallte. Gleich in der nächsten Hand schied der frühere WSOP-Champion aus, und diese Hand war fast noch ein bisschen verrückter.

phil hellmuth sick
Hellmuth - von Spinnen und Medikamenten gezeichnet.

Hellmuth erhöhte bei 20k Stack auf 7200, Andreas Fekete erhöhte vom Button auf 12k, die Blinds foldeten und Fekete drehte K-J um. „He, ich habe noch Chips“, sagte der erstaunte Hellmuth. „Sorry, ich verstehe, wenn du folden willst“, entgegnete Fekete. „Nun, das tue ich nicht“, antwortete Hellmuth und annoncierte Call mit nur 8000 Chips dahinter.

Auf dem Flop A T 6 checkt Hellmuth, Fekete geht all-in und Hellmuth snap-callt mit A 9. Hellmuth liegt weit vorn. Auf dem Turn gibt ihm die 9 das zweite Paar, aber der River ist die … T. Backdoor Flush für Fekete und das Aus für Hellmuth.

Schon vorher hatte Hellmuth sich einen Arzt an den Tisch kommen lassen, nachdem er sich einen Spinnenbiss und eine Ohrinfektion zugezogen hatte. Insgesamt schien der Poker-Brat in einem ziemlich schlechten Zustand, aber er versprach, für den Live-Stream-Kommentar am Samstag zur Verfügung zu stehen.

Marvin Rettenmaier gelang kurz vor Ende des Spieltags das, was online in den Chatboxen gerne mit „bad play rewarded“ kommentiert wird. Nach einem Raise von Anders Berggren auf dem Button ging er vom Big Blind aus mit J T all-in. Berggren bezahlte nur zu gern mit A A.

marvin rettenmaier
Rettenmaier - Bad Play Rewarded?

Der Flop fiel K Q 9, und für Rettenmaier fielen Weihnachten, Ostern und der Titan-Poker-Geburtstag auf einen Tag. Turn und River änderten nichts mehr, und Rettenmaier hatte statt 0 plötzlich 390.000 Chips. Das bedeutete Platz 2 in der Tabelle.

Ganz oben platzierte sich jedoch die Italienerin Cecilia Pescaglini, die gestern den Lauf ihres Lebens erwischte. Wäre der Main Event ein Bounty Event, hätte sie sich schon saniert. Zunächst nahm sie Alexander Konstantinov vom Tisch, nachdem sie einen Flush auf dem Turn traf. Danach musste Georges Georgiu nach einem verloren Coin Flip gehen. Thomas Brauner war schon auf dem Flop drawing dead, weil Pescaglini einen Flush floppte. Julian Herolds Asse hatten keine Chance gegen ihr mächtiges T-9, denn der Flop fiel K-T-T.

Das Glanzstück gelang Pescaglini an dem Tisch, an dem u. A. auch Tony G. saß, gegen keinen Anderen als Marvin Rettenmaier. Auf einem Board Q T 6 T ging sie nach Rettenmaiers Bet all-in und zwang den Deutschen damit, den Nut Flush mit A 8 zu folden. Die Italienerin hielt J 3 und beendete den Tag mit 976k Chips.

Unglücklich endete der Tag auch für Tobias Reinkemeier, der in seiner letzen Hand auf dem Turn einen Dame hoch Flush traf, der dann auf dem River von einem Straight Flush geschlagen wurde.

 Chipcount Top Ten:

1. Cecilia Pescaglini - 976.000
2. Marvin Rettenmaier - 415.000
3. Manfred Sierke - 383.000
4. Matt Gianetti - 370.000
5. Simon Trumper - 367.500
6. Armando Graziano - 324.500
7. Zsolt Vizsnyiczcai - 312.500
8. Christofer Williamson - 305.500
9. Salvatore Bianco - 275.000
10. Mads Carlson - 250.000

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare