WPT: Ivey abserviert; EPT: Sheringham marschiert

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Luke Schwartz in London - "Was guckst du?"

In London konnte Phil Ivey trotz großem Stack Luke Schwartz und Huck Seed nicht überwinden, in Portugal sorgt dagegen Ex-Fußballprofi Teddy Sheringham für Spannung am Finaltisch.

Er kann es einfach nicht lassen: Luke Schwartz weiß bis heute nicht, wie man sich an einem Pokertisch benimmt. Bei der WPT London nahm er am gestrigen Tag 2 Erik Seidel einen großen Teil seiner Chips ab. Auf einem Board T-9-3-8-8 zeigte Schwartz T-T, und Seidel war sichtlich erschüttert, als er seine Hand foldete.

 

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Was man tut und nicht tut, weiß Phil Ivey.

Daraufhin fragte Schwartz Seidel unverblümt: „Was hattest du?" Seidel schüttelte verärgert den Kopf und Phil Ivey, der am selben Tisch saß, begann zu lachen. Schwartz: „Was ist denn so lustig?" Ivey: „Du hast ihm gerade einen Haufen Chips abgenommen, und jetzt fragst du sowas." „Na und? Was macht es ihm schon aus, er ist Multimillionär." „Das ist nicht der Punkt, so etwas macht man einfach nicht." „Ich wollte ja nur wissen, wie hart der Cooler war. Und mit dir hat das sowieso nichts zu tun." Ivey entgegnete vollkommen ungerührt: „Du hast mich gefragt, worüber ich lache, also habe ich es dir erklärt."

Seidel schied kurze Zeit später aus, und später am Tag erwischte es auch Ivey, der erst einen großen Pot gegen Huck Seed verlor und dann ausgerechnet in Schwartz' gefloppten Nut Flush lief. 35 der insgesamt 171 Spieler überlebten Tag 2 und spielen weiter um den etwa eine Million Euro starken Preispool.

 

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Tonio Röder auf Platz 2.

Unter ihnen sind auch noch drei Deutsche: Tonio Röder, der mit 424.000 Chips auf Platz 2 der Tabelle liegt, Sebastian Winkler und Fabian Quoss. Alle drei haben ihre Plätze in dem Turnier online auf PartyPoker gewonnen. Chipleader ist Giovanni Safina aus Italien mit 508.000. Schwartz verlor kurz vor Ende des Abends mit K-K gegen Q-Q mehr als zwei Drittel seines Stacks und hat nun noch 92.500.

Bei der PokerStars EPT Vilamoura in Portugal sind am heute stattfinden Finaltisch zwei Überraschungen möglich:

1. Es gelingt erstmals einem Spieler, zwei EPT Main Events zu gewinnen. Dafür müsste Rob Hollink aus den Niederlanden allerdings einen sehr guten Tag erwischen, denn er sitzt als Shortstack am Tisch. Der 48-jährige Hollink ist nicht nur der erste Holländer, der ein WSOP-Bracelet gewinnen konnte, er siegte auch beim ersten EPT Grand Final im Jahr 2005.

 

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Teddy Sheringham - Sportsmann auf jedem Grün.

2. Es gelingt erstmals einem Ex-Fußballprofi, ein EPT-Event zu gewinnen. Teddy Sheringham ist zweifellos die Überraschung am Final Table der Vilamoura EPT. Sheringham erreicht im letzten Jahr bei der WSOPE in London immerhin die letzten beiden Tische und steht nun als Drittbester in Chips möglicherweise vor seinem größten Erfolg.

Überhaupt stellen die Engländer mit gleich drei Spielern am Finaltisch die stärkste Nation. Aber es bleiben Zweifel, ist ein Finaltisch doch irgendwie wie ein Elfmeterschießen... Die Gegner kommen aus Holland, Dänemark, Schweden, Portugal und den USA. Auf den Sieger warten knapp €470.000,-.

Chipcounts am Finaltisch:

  1. Toby Lewis, GB, 3.322.000
  2. Sam Trickett, GB, 3.318.000
  3. Teddy Sheringham, GB, 1.783.000
  4. Jason Lee, USA, 1.167.000
  5. Sergio Coutinho, POR, 872.000
  6. Martin Jacobson, S, 441.000
  7. Frederik Jensen, DK, 375.000
  8. Rob Hollink, NL, 259.000

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