WPT Hollywood - Seidel scheitert knapp

mike scarborough
Das Lächeln eines Mannes, der nichts falsch machen kann - Mike Scarborough.

Mike Scarborough erlebt einen Traum und behält bei den WPT Hollywood Poker Open im Heads-up gegen Seidel die Oberhand – der trotzdem einen Rekord aufstellt.

Zu Beginn des Finales herrschte eine klare Zwei-Klassen-Gesellschaft am Tisch. Reynolds, Scarborough und Seidel hielten alle mehr als 645.000 Chips, während die anderen drei nicht einmal insgesamt 600.000 Chips zusammenbekamen.

Wundersame Aufdopplungen und phantastische Serien blieben dieses Mal aus, Eslami, Whetstone und Marchese schieden relativ zügig aus. Erst danach begann das wahre Finale. Über 140 Hände duellierten sich die letzten drei, bis es schließlich zu einer All-in Situation Reynolds gegen Scarborough kam, aus der Scarborough als Sieger hervorging.

Seidel ist nun der einzige Spieler, der in jeder Saison der WPT mindestens einen Cash zu verzeichnen hat. „Es ist immer schön, etwas vollbracht zu haben, was noch keinem anderen gelungen ist“,

„Die Struktur dieses WPT-Turniers ist hervorragend. Wer hier einen Finaltisch erreicht, muss ein wirklich guter Spieler sein“, kommentierte Seidel und lobte damit nicht nur seine Gegner, sondern – vielleicht versehentlich – auch sich selbst.

Mike Scarborough dagegen erlebte die letzten zwei Wochen wie einen Pokertraum. Vor April 2011 hatte er nur ein paar kleinere Cashes zu verzeichnen. Dann kam er nach Lawrenceburg, Indiana.

Am 3. April gewann er ein $500 Side Event und $9k. Am 4. April gewann er ein weiteres, 6-max $300 Side Event und $4800. Am 7. April spielte er noch ein Side Event, das $300 Deepstack, und wurde bei einem Feld von 551 Spielern  Zweiter. Dann kam der Main Event.

Scarborough nahm vor dem großen Finale auch Reynolds vom Tisch und hatte damit bereits einen Chipvorteil von fast 4:1. Seidel entschloss sich zu einem schnellen Angriff. Schon in der zwölften Hand des Heads-up stellte er mit A 9 all-in. Scarborough nahm den Fehdehandschuh auf und bezahlte mit J T.

Das Board verliefe so wie die letzten zehn Tage für Scarborough: Auf dem Flop T-9-7 traf er Top Pair, auf dem Turn 8 schon die uneinholbare Straße. Seidel nahm die Niederlage sportlich. Den Rekord, neun Saisons in Serie auf der WPT ins Geld gekommen zu sein, wird ihm wohl niemand mehr nehmen. Nicht nur, weil die Saison fasst vorbei ist. Es gibt einfach keinen anderen Kandidaten.

Final Table Payouts:

  1. Mike Scarborough, $273.664
  2. Erik Seidel, $155.103
  3. William Reynolds, $110.788
  4. Tom Marchese, $77.551
  5. Andy Whetstone, $62.041
  6. Ali Eslami, $50.962

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