WPT Championship – Main Event und Super High Roller

scott seiver 26293
Scott Seiver, Zweiter in der Chiptabelle vor dem Finale.

Sechs Spieler am Finaltisch des Main Events, 17 verbleiben im $100.000 Super High Roller. Und Spieler des Jahres wird … ein ganz anderer.

Galen Hall und Scott Seiver sind die dominierenden Chipleader im Main Event der von PartyPoker unterstützten World Poker Tour Championship, der wie bei der WPT üblich mit nur sechs Spielern gestartet wird.

Hall und Seiver konnten beide die Fünf-Millionen-Marke durchbrechen und könnten den Sieg unter sich ausmachen, wenn es nicht zu größeren Bad Beats kommt. Bekanntlich ist das allerdings nie so ganz auszuschließen.

Für Scott Seiver ist es jetzt schon das beste Ergebnis bisher bei einem WPT-Event. Zuletzt erreichte der in den berühmten Panorama Towers lebende Fan von „Magic the Gathering“ bei den LA Poker Classics Platz 57. Seiver war bereits Teilnehmer der Serie High Stakes Poker, dem höchsten Cash Game im amerikanischen Fernsehen.

Galen Hall hat, das kann man anders gar nicht sagen, einen Lauf. Nach dem Sieg im Main Event der PCA auf den Bahamas erreichte er zuletzt Platz 7 im High Roller Event des EPT Grand Finals in Madrid und direkt im Anschluss auch noch Platz 2 im Champion der Champions Event. Damit sind ihm weitere Tickets für die kommende PokerStars EPT-Saison sicher.

IMG1918
Amateur und trotzdem Spieler des Jahres - Andy Frankenberger.

Der Chipcount:

1. Galen Hall – 5.095.000
2. Scott Seiver – 5.075.000
3. Tony Gorgano – 3.885.000
4. Roger Teska – 3.725.000
5. Freddy Bonyadi – 2.470.000
6. Justin Young – 1.750.000

Gestern spielten im Main Event noch zwei Teilnehmer darum, sich mit dem Titel „Player of the Year“ schmücken zu dürfen. Geschafft hat es am Ende keiner von ihnen. Weder Shannon Shorr, der auf Platz 9 ausschied und $84.952 gewann, noch Sam El Sayed, der gleich als nächster ausschied und $119.464 erhielt, konnte ausreichend Punkte sammeln, um sich den Sieg in der Jahreswertung zu sichern.

Der Titel ging vielmehr an Andy Frankenberger aus Massachusetts, der eindrucksvollerweise gar kein Profi ist, sondern Derivatehändler. Frankenberger gewann das „Legends of Poker“ in Los Angeles, erreichte den Finaltisch beim „Festa Al Lago“ und Platz 16 bei den „Doyle Brunson Five Diamond World Poker Classic“, beide in Las Vegas. Das genügte für die Auszeichnung für den Spieler des Jahres und eine Gewinnsumme von fast einer Million Dollar.

Immerhin nahmen sich Shorr und El Sayed Zeit, sich über ihre Gewinne zu freuen. Ashton „theAshman103“ Griffin, im Main Event Zwölfter, verlor keine Minute, um aus $65k Gewinn $35k Verlust zu machen. Er lief direkt zu den Nebentischen, an denen bereits das $100k Super High Roller Turnier begonnen hatte.

Daniel Negreanu
Nach dem Main Event auch im High Roller - Daniel Negreanu.

Insgesamt 29 Spieler sorgten dafür, dass bei einem Drei-TischTurnier mal eben knapp 3 Mio. Dollar Preispool zusammenkamen. 17 erreichten den zweiten Tag, darunter auch Ashton Griffin, der damit immerhin die Chance wahrt, die Turnierwoche in Las Vegas für sich positiv zu gestalten.

Chipleader ist hier Justin Bonomo vor Vivek Rajumar und Erick Lindgren. Dabei sind aber auch noch Erik Seidel, Eugene Katchalov, Jewgeni Timoshenko und Dan Shak. Man darf sich schonmal auf die Fernsehübertragung freuen, denn auch Daniel Negreanu und der frühere HSP-Moderator Gabe Kaplan haben noch alle Chancen. Offenbar verdient man auch beim Fernsehen ganz gut.

Nicht mehr dabei sind so illustre Namen wie Phil Laak, Dan Cates und Phil Galfond, der von Negreanu vom Tisch genommen wurde.

Gar nicht dabei sind so illustre Namen wie Tom Dwan, Phil Ivey, Patrik Antonius oder Gus Hansen, die sich solche Turniere sonst nicht entgehen lassen. Offizielle Begründungen gab es dafür nicht. Tom Dwan twitterte, er sei zu faul gewesen, um den Flug von Barcelona aus zu erwischen, die anderen drei twitterten überhaupt nichts.

Bemerkenswert dabei, dass es sich bei all den Genannten um Profis von Full Tilt handelt, deren hochpreisiger und groß angekündigter Onyx Cup ja bereits wieder abgesagt wurde. Es herrscht also im Gegensatz zum Beginn des Jahres ja kein Überfluss an High Roller Turnieren.

Die Gerüchteküche um Full Tilt brodelt damit weiter.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare