WPT Championship – Seidel und Seiver siegen

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Scott Seiver - Main Event Champion.

Erik Seidel gewann gestern Abend das Heads-up des Super High Roller Turniers. Scott Seiver erspielte sich im Main Event seinen ersten WPT-Titel.

Scott Seiver gehört zu der Generation der jungen Wilden, die schon Millionen von Händen gespielt haben, bevor sie überhaupt legal ein Casino betreten dürfen. Seiver gewann 2008 ein WSOP-Bracelet und trat bereits bei High Stakes Poker auf. Gestern Nacht fügte er seinem Poker-CV einen WPT-Titel hinzu.

Seiver hielt sich zurück, bis nur noch Galen Hall und Farzad Bonyadi mit ihm am Tisch saßen. Dann begann er, den Tisch zu dominieren und eliminierte schließlich den Gewinner der PCA 2011 auf Platz drei.

Hall beschloss in Hand 113, sich nicht mehr drangsalieren zu lassen, und stellte mit J 7 all-in. Seiver hielt K T für gut genug für einen Call und behielt Recht. Allerdings, „Never without a drama“ ist nicht zufällig ein häufig geäußerter Spruch in der Pokerszene.

Auf dem Flop K K Q traf Sevier zwar Trips, aber Hall hatte eine Menge Outs. Turn und River halfen ihm jedoch nicht, und Hall beendete sein Turnier auf Platz drei, während Seiver mit einem 3:1-Vorsprung ins Heads-up gegen Farzad Bonyadi ging – 16,5 Mio. zu 5,5 Mio.

41 Hände dauerte die letzte Episode des PartyPoker WPT Finales. Seiver behielt seine aggressive Spielweise bei, gewann bis zu acht Hände am Stück und drückte Bonyadi auf 2,5 Mio., bis diesem ein Double-up gelang. Nur wenige Hände später war jedoch alles vorbei.

Die letzte Hand zeigte, wie gut es laufen muss, damit man einen WPT-Titel gewinnt: Nach einem Pre-Flop Min-Raise checkten beide Spieler bis zum River. Das Board verlief T 6 2 Q K. Erst dann setzte Seiver eine Bet an.

Bonyadi erhöhte, Seiver ging all-in, und nach mehreren Minuten Bedenkzeit bezahlte Bonyadi mit Q T für Two Pair. Seiver hatte jedoch einen klassischen Suck-out hingelegt und mit J 9 Runner Runner eine Straight gerivert.

Scott Seiver gewinnt das Finale der WPT Championship.

„Es war eine Kombination aus Glück und gutem Timing. Ich gewann viele kleine Pots und hatte genau dann eine starke Hand, wenn jemand gegen mich anspielte.“

„Ich fühle mich, als ob eine große Last von mir genommen wurde. Bei der WPT hatte ich bisher fast gar keinen Erfolg. Endlich ist es mir gelungen, ein Turnier auf der Tour zu gewinnen.“

Final Table Cashouts:

1. Scott Seiver - $1.618.344
2. Farzad Bonyadi - $1.061.900
3. Galen Hall - $589.355
4. Roger Teska - $371.665
5. Tony Gargano - $278.749
6. Justin Young - $225.654

 

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Nicht zu stoppen - Erik Seidels Lauf 2011 ist ohne Beispiel.

Erik Seidel – der Unbesiegbare

So langsam erregt die Jahresbilanz des sanften Riesen nur noch Kopfschütteln. Erik Seidel gewinnt nach dem $250k Utra High Roller in Melbourne, dem $25k High Roller in Los Angeles und der $25k Heads-up Championship in Las Vegas sein viertes Turnier in diesem Jahr.

Dabei sah Lindgren schon fast wie der sichere Sieger aus. Vor allem nach der folgenden Hand:

Auf einem Flop K 6 3 checkraiste Seidel eine Bet von Lindgren, der wiederum erhöhte und auch Seidels All-in bezahlte. Seidel zeigte J 2 für den gefloppten Flush, Lindgren hielt K 6 for Top Two Pair. Auf dem Turn fiel die 6, und Lindgren lag mit 9 Mio. zu 2,5 Mio. im Chipcount weit vorn.

Es ist und bleibt jedoch das Jahr von Erik Seidel. Der geborene New Yorker kämpfte sich zurück, verdoppelte nur vier Hände später mit Damen gegen Ass-Zehn und lag damit wieder fast gleich auf. In der Folge schnappte Seidel sich einen Pot nach dem anderen, traf den Pot häufig und fiel in keine der Fallen, die Lindgren immer wieder aufzubauen versuchte.

Schließlich war Lindgren bei nur noch einer Million Chips angekommen. In der letzten Hand hielt Lindgren J 3 auf einem Flop A 4 2. Mit Flush und Straight Draws schob er seinen Stack in die Mitte, aber Seidel hatte das Ass getroffen und bezahlte mit A 5.

Lindgren traf keines seiner Outs und beendet damit den ersten Super High Roller Event, der auf amerikanischem Boden ausgetragen wurde, auf dem zweiten Platz. Der Poker Hall of Famer baut seinen Vorsprung in der Geldrangliste weiter aus, und man muss sich langsam die Frage stellen, welche Rolle er in diesem Jahr bei der WSOP spielen wird.

Möglicherweise gar keine – die Buy-ins sind mit wenigen Ausnahmen für Seidel einfach zu niedrig…

Final Table Cashouts:

1. Erik Seidel - $1.092.780
2. Erick Lindgren - $700.500
3. Daniel Negreanu - $448.320
4. Vivek Rajumar - $336.240
5. Justin bonomo - $224.160

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