WPT Championship High Roller – Seidels nächster Streich?

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Erik Seidel - der erfolgreichste Spieler 2011.

Im Duell Erick gegen Erik streiten zwei Altmeister um den Titel des Super High Roller Königs. Für Seidel geht es aber inzwischen auch um Rekorde.

Zwei Full Tilt Profis im Finale eines High Roller Turniers, das von PartyPoker unterstützt wird. Und das kurz nachdem die Hochpreisserie "Onyx" von Full Tilt abgesagt wurde. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Es war ein Uhr Ortszeit, als Turnierdirektor Jack McClelland die beiden letzten Spieler des PartyPoker WPT Championship $100k Super High Roller Events fragte, ob sie das Turnier noch in der Nacht beenden oder lieber am nächsten Tag weiterspielen wollten.

Eigentlich ist das für Pokerspieler ja noch früher Nachmittag, aber Erik Seidel und Erick Lindgren einigten sich trotzdem auf eine Pause. Vielleicht war der Grund, dass beide am Ende von Level 20 (40k/80k/10k) immer noch so deep waren, dass sich das Finale auch noch längere Zeit hinziehen kann.

Erik Seidel schreibt in diesem Jahr eine Erfolgsgeschichte fort, die es bisher so noch nicht gegeben hat. Allein in diesem Jahr hat Seidel bereits $4,5 gewonnen, hauptsächlich durch die Erfolge in High Roller Turnieren bei der PCA auf den Bahamas, den Aussie Millions und den LA Poker Classics. Hinzu kam der Sieg bei der NBC Heads-up Championship sowie ein zweiter Platz bei der WPT Hollywood Poker Open in Lawrenceburg erst im April.

Erick Lindgren
Der letzte Spieler zwischen Seidel und dem nächsten Titel - Erick Lindgren.

Seidel liegt damit in der Geldrangliste 2011 $1,5 vor dem Engländer Sam Trickett, der allerdings 98% dieser Summe in den beiden Super High Roller Events bei den Aussie Millions gewann.

Zum Vergleich: 2010 war Vanessa Selbst die bestplatzierte Spielerin in der Geldrangliste, wenn man einmal die Finalisten des WSOP Main Events abzieht, da dort die Gewinnsummen so hoch sind, dass sie jede Jahresstatistik komplett verfälschen. Selbst gewann $2,8 Mio. Und jetzt haben wir erst Mai.

Seidel wird seiner Bankroll mindestens 700.000 weitere Dollar hinzufügen, ein Sieg gegen Lindgren würde sogar $1,1 Mio. Gewinn bedeuten. Mehr zu Seidels erfolgreichem Jahr lesen Sie in diesem Artikel.

Ganz anders dagegen sieht die Turnierstatistik für Erick Lindgren aus, der seit 2008 keine größere Summe mehr erspielen konnte. Immerhin erreichte er im Main Event der Aussie Millions im Januar Platz 33.

Erick Lindgren war an vielen Entscheidungen dieses Finaltisches beteiligt. Hätte er in der 240. Hand nicht Daniel Negreanu vom Tisch genommen, hätte der Kanadier wieder den ersten Platz der All Time Money List übernehmen können. So bliebt er auf Platz 2, ungefährdet, solange Phil Ivey sich weiterhin bedeckt hält.

Das war passiert: Lindgren erhöhte bei noch drei verbliebenen Spielern auf 165.000 (Blinds 30k/60k/5k), Negreanu schob 915.000 all-in und bekam den Call. Negreanu: 4 4, Lindgren A 6. Board: A K 3 9 7.

Oder Hand 213, in der Lindgren Runner Runner Straight bis zum König riverte und versuchte, Seidel vom Tisch zu nehmen, nur um festzustellen, dass dieser Broadway hielt und stattdessen verdoppelte.

Die Action: Lindgren erhöhte auf 150.000 vom Button, Seidel bezahlte vom Big Blind. Flop: K T 4. Seidel check-callt 170.000. Turn: J. Check check. Auf dem River kommt die 9. Jetzt setzte Seidel von vorn 425.000, Lindgren erhöhte auf eine Million, und Seidel ging mit 2,57 Mio. all-in.

Lindgren bezahlte ohne zu Zögern mit Q-8, aber Seidel hielt mit A-Q die Nuts und übernahm den Chiplead.

Bei Abbruch der Partie hielt Seidel 7.120.000 Chips, und Lindgren 4.480.000. Das entspricht 71 bzw. 45 BB. Weiter geht es um 12.30 Ortszeit.

Der Main Event macht derweil einen Tag Pause, da das Feld schneller auf den letzten Tisch zusammengeschrumpft ist als erwartet. Um 16 Uhr Ortszeit schreiten die letzten sechs Spieler wieder zur Tat, um eine Entscheidung zu fällen. Auf den Sieger warten hier $1,6 Mio.

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