The Hand

In Windeseile – Der rasante Abgang des Salman Behbehani bei der WPT Baden

Von: Rainer Vollmar
19 Februar 2013
Geposted in: The Hand
Salman Behbehani

Fast pünktlich zum Beginn der WPT Wien, die aufgrund der Verlegung ins benachbarte Baden nun gar nicht mehr so heißt, hat es in der österreichischen Kapitale zu schneien begonnen.

Eigentlich gut also, wenn man ein Dach über dem Kopf hat, ein bisschen Poker spielen und anschließend mit dem Bustransfer wieder wohlbehalten ins Zentrum zurückkehren kann.

Doch offenbar ist nicht jeder scharf darauf, besonders viel Lebenszeit in den altehrwürdigen Hallen des Casinos Baden zu verbringen. Der Amerikaner Salman Behbehani etwa könnte zu dieser Spezies gehören.

Er machte heute an Tag 1A vier Stunden nach Turnierbeginn von der Late Registration Gebrauch und setzte sich um ca. 18 Uhr auf seinen Platz an Tisch 6. Dort hielten sich unter anderem auch Steve O’Dwyer und der Sieger der WPT Barcelona 2011 Lukas Berglund auf.

Eben jener Berglund machte direkt nähere Bekanntschaft mit Behbehani, der sich ebenfalls vor zwei Jahren nur Sam Trickett beim Main Event der Partouche Poker Tour geschlagen geben musste und dafür mit 600.000 Euro reich belohnt wurde.

Gleich in der ersten Hand Behbehanis hauten sich die beiden die Raises und Reraises um die Ohren, ehe man gemeinsam im All-In landete. Berglund servierte immerhin Buben, während Behbehani AT präsentierte und fünf Karten später seinen Stuhl räumte.

Was Behbehani zu dieser gewiss nicht singulären Kamikaze-Aktion wirklich trieb, ist natürlich reine Spekulation, doch fällt dem youtube-gestählten Pokerfan sicher sofort die berühmteste erste Hand der Pokergeschichte ein, die zum Aus eines Spielers führte.

Bei der WSOP 2005 floppte der Schauspieler Oliver Hudson beim Main Event mit TT und einem Board mit AAT ein Full House, brachte seine Chips unter – und war Drawing Dead.

Hudson schied aus, weil sein Gegner Sam Farha die Behbehani-Hand AT und damit das bessere Full House produziert hatte.



Doch damit sind die Gemeinsamkeiten dieser beiden Situationen auch erschöpft. Erstens behielt Farha mit den magischen AT die Oberhand, zweitens gingen die Chips nicht vor dem Flop in die Mitte und drittens war das Turnier für Hudson damit vorbei.

Im Gegensatz zur WSOP können bei der WPT nämlich alle Ausgeschiedenen am nächsten Tag von der Möglichkeit des Re-Entry Gebrauch machen, und dadurch hat Behbehani nun die einmalige Chance, als erster Spieler zweimal in der ersten Hand eines Turniers auszuscheiden.

Doch halt: So einfach scheint der Fall nicht zu liegen, zumindest was die kausalen Zusammenhänge von Behbehanis Kaltstart betrifft. Kurz nach seinem Aus registrierte er sich nämlich für das Satellite zum Main Event und drei Stunden später hält er sich noch immer dort auf.

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