Ruhiger Auftakt bei der WPT Baden

Marvin Rettenmaier
Marvin Rettenmaier.

Entgegen dem ursprünglichen Plan fand Tag 1A der WPT Wien heute nicht im Montesino, sondern dreißig Kilometer entfernt im Casino Baden statt. Das hielt einige Spieler offenbar von der Teilnahme ab, schließlich fiel diese mit 104 gegenüber 163 Spielern deutlich niedriger als im Vorjahr aus.

Kleines, aber feines Feld

Trotz des recht kleinen Feldes bei dem nun als WPT Baden bezeichneten Turniers gab es aber reichlich Prominenz an den Tischen. An internationalen Stars traten zum Beispiel Kara Scott, Steve O’Dwyer, Scott Montgomery, Mickey Petersen und Jan Bendik an, während aus deutscher Sicht vor allem die Teilnahme des Spieler des Jahres 2012 Marvin Rettenmaier herausragte.

Neben dem PartyPoker-Profi mit dem sagenhaften Lauf im vergangenen Jahr hatten mit Ismael Bojang, Manig Löser, Vladimir Geshkenbein, Matthias Kurtz, Thomas Mühlöcker und Ex-Fußballer Sergey Barbarez aber durchaus noch mehr bekannte deutschsprachige Namen am ersten Starttag ihren Auftritt.

Erste Hand und raus: Salman Behbehani

Ein eher ungewöhnliches Pokerturnier absolvierte der US-Amerikaner Salman Behbehani. Kurz vor der Essenspause, also nach knapp vier Stunden Spielzeit, stieg er per Late Registration ins Turnier ein und beendete dieses wenige Minuten später.

wpt baden 2013
Tag 1A bei der WPT in Baden.
 

Direkt in der ersten Hand brachte er vor dem Flop seinen gesamten Stack mit AT unter, zog gegen die Buben von Lukas Berglund den Kürzeren und tauchte wenige Minuten später im Satellite für Tag 1B auf.

Sein schwedischer Gegner hat durch seinen Sieg 2011 in Barcelona schon Erfahrung darin, wie man ein WPT-Turnier gewinnt, und mit knapp 80.000 Chips konnte er sich, auch dank Behbehani, für Tag 2 in eine recht gute Ausgangsposition bringen.

Noch gut dabei: Marvin Rettenmaier

Die typischen Höhen und Tiefen des Turnierpokers erlebte der zweimalige WPT-Sieger des Vorjahrs, Marvin Rettenmaier. Nachdem er wie die Feuerwehr losgelegt und seinen Stack rasch fast verdoppelt hatte, folgte eine schwächere Phase, die ihn unter den Anfangsstack zurückwarf.

Dann jedoch floppte der Schwabe mit A9 Two Pair und bekam von einem Gegner mit einem Ass die volle Auszahlung in Form des gegnerischen Stacks.

Am Ende des Tages sprangen für Rettenmaier so 86.000 Chips und damit eine sehr passable Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf heraus.

Chipleader ist der Finne Kimmo Kurko, der 149.700 Chips eintütete und damit den Russen Andrei Shatilov (134.700) und den besten Österreicher Stjepan Jokic (130.300) auf die nächsten Plätze verwies.

Direkt dahinter lauert mit 118.000 Chips schon Steve O’Dwyer, der bei den europäischen Turnieren längst zu den Stammgästen zählt.

Leider draußen: Geshkenbein, Löser und Kurtz

Vladimir Geshkenbein
Endlich mal wieder da, schon wieder weg.
 

Zu einem Starttag eines großen Turniers gehören auch Opfer, und die gab es mit 48 eliminierten Spielern reichlich.

Aus der deutschsprachigen Riege verabschiedeten sich leider Manig Löser, Vladimir Geshkenbein und Matthias Kurtz, doch gibt es für sie und die anderen 45 Ausgeschiedenen morgen schon die nächste Chance.

Wie immer bei der WPT können die Bustouts des ersten Starttags dort noch einmal ihr Glück versuchen.

Ungeachtet dessen ist morgen auf jeden Fall mit einer deutlich höheren Beteiligung zu rechnen. Für die 396 Teilnehmer des Vorjahrs wird es zwar sehr knapp werden, aber die Marke von 300 Spielern sollte auf jeden Fall zu knacken sein.

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