World Cup of Poker VI: Deutschland unter Druck

WCOP-winner
Im letzten Jahr triumphierte Team Germany.

54 Länder spielten online um die Qualifikation zum sechsten World Cup of Poker, einem Teamwettbewerb, der zurzeit im Rahmen der PCA auf den Bahamas ausgeragen wird. Deutschland ist Titelverteidiger und wird von einem Team aus Schleswig-Holstein vertreten.

Insgesamt sind $290.000 im Preispool, die siegreiche Mannschaft erhält allein $100.000. Leer ausgehen wird allerdings keines der neun Teams, die das Finale in der Karibik erreicht haben.

Die Teams

Jedes Team besteht aus vier Online-Qualifikanten plus einem Kapitän. Am Start sind:

Chile - Kapitän Mauricio Zeman, Mauricio Ibarra Araya, Rodolfo Awad, Shaun Sheffield, Nicolas Campos Leal

Jan Heitmann
Captain Heitmann.

Deutschland - Kapitän Jan Heitmann, Rasmus Lüdke, Frank Boehrens, Sascha Cornils, Ole Carstens

Finnland - Kapitän Jani Vilmunen, Tommi Juhani Saarinen, Kirsi Korpi, Mika Lorpela, Antti Märijärvi

Italien - Kapitän Luca Pagano, Valeria Bucciarelli, Vincenzo Bevilacqua, Giovanni Mancuso, Alessandro Sciolti

Kanada - Kapitän Darus Suharto, Steve Deschesnes, Michael Dietrich, Wqade Ackerman, Kevin Burrill

Kroatien - Kapitän Denis Keleman, Denis Obadic, Marko Puskadija, Andrija Vujic, Alessandro Grazia

Norwegen - Kapitän Johnny Lodden, Björn Andre Hovden, Christian Stokkeland, Jan-Idar Lerbrekk, Geir Stale Plassen

Tai Pei/China - Kapitän Raymond Wu, Tseng Wei Ming, Tsu-Chi Wang, Lai Wan Shyun, Wen-Aho Pan

Vanessa Rousso
Vanessa Rousso führt das amerikanische Team.

USA - Kaputän Vanessa Rousso, Chris Burmeister, Andrew Schultz, Ryan Alan Templin, Salvatore Buccieri

Der Modus

An Tag 1A treten die Spieler zunächst in der Disziplin Sit-and-Go an. Drei Runden werden gespielt: fünf Full-Ringe-Tische, sechs short-handed 6-max Tische und neun four-handed Tische. Jeweils ein Spieler pro Nation. Jenach Platzierung werden die Punkte vergeben, am FR-Tisch z. B. 10 Punkte für Platz 1, 8 Punkte für Platz 2 usw. bis zu einem Punkt für den neunten Platz.

An Tag 1B stehen Heads-ups auf dem Programm. Während das bisher punktbeste Team Tages eine Freikarte erhält und am Strand herumlungern darf, spielen die anderen Mannschaften im Play-off-Modus gegeneinander, d. h. 2. gegen 9. 3. gegen 8. usw.

Die Platzierung nach Tag 1B bestimmt, wie viele Chips die einzelnen Teams bzw. Spieler an den Finaltisch bringen dürfen.

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Low-Tech am ersten Tag des WCOP.

Tag 1

Titelverteidiger Deutschland war mit großen Ambitionen gestartet. Die Online-Qualifikanten hatten sich nach einem Patt erst nach langem Ringen durchsetzen können und fühlten sich dementsprechend gut vorbereitet. Mit Jan Heitmann, der zum zweiten Mal als Kapitän fungiert, steht ihnen außerdem ein erfahrener Spieler zur Seite.

Trotzdem lief es am ersten Tag nicht ganz so gut wie erhofft. Deutschland etablierte sich schon nach den ersten SnG-Runden im hinteren Mittelfeld und konnte keine Plätze mehr gutmachen. Durchsetzen konnte sich das Team aus Kroatien. Deutschland ging als Vorletzter in die Heads-ups gegen die drittplatzierten Kanadier.

Nach vier der fünf Matches stand es 2:2, also musste das Duell der Mannschaftsführer Hietmann vs. Suharto die Entscheidung bringen. Hzeitmann hatte Pech und verlor die entscheidende Hand mit A-J vs. K-J. Den größten Sprung machten die Finnen, die als Sechste gegen Chile auf Platz 5 antraten und alle Duelle für sich entschieden. Das wurde mit Extrapunkten und Platz 2 in der Tabelle belohnt.

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Deutschland ist eine Turniermannschaft.

Der Finaltisch

Letztlich ging es in den ersten beiden Tagen nur darum, Punkte zu sammeln. Ausscheiden konnte in diesem Wettbewerb niemand. Am Finaltisch wird es einige Sonderregeln geben. So gilt das Rotationsverfahren, d. H. Alle 20 min (bei 30-minütigen Levels) setzt jedes Team ienen neuen Spieler ein. Jeder Spieler bringt seinen Teil des Gesamtstacks mit an den Tisch. Scheidet ein Spieler aus, springt der nächste ein, um den Tisch wieder aufzufüllen. Außerdem kann jedes Team ein 60-sekündiges Time-Out ausrufen, um die Vorgehensweise in einer Bestimmten Hand gemeinsam zu besprechen.

Die Situation stellt sich für das deutsche Team schwierig dar. Es ist ein weiter Weg bis ins Heads-up, aber aus Erfahrung wissen wir ja eines mit Sicherheit: Deutschland ist eine Turniermannschaft.  Also ist ja alles noch drin.

Und so sieht die Ausgangslage am Finaltisch aus:

  1. Kroatien (Gesamtchips 100.000/ Chips pro Spieler 20.000)
  2. Finnland (90.000/18.000)
  3. Kanada (80.000/16.000)
  4. Tai Pei/China (70.000/14.000)
  5. Norwegen (60.000/12.000)
  6. Italien (50.000/10.000)
  7. USA (40.000/8000)
  8. Deutschland (30.000/6000)
  9. Chile (20.000/4000)

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