Brite will Phil Laaks Rekord knacken

barry denson

Ein Engländer schickt sich an, den Langstreckenrekord von Phil Laak aus dem Jahr 2010 zu brechen. Das Geld soll an eine Wohltätigkeitsorganisation fließen.

Barry Denson lebt, spielt und organisiert Poker in Manchester. Seine Lieblingsturniere finden in der „Nuts Poker League“ statt, und man muss vielleicht Engländer sein, um die Verrücktheit für einen solchen Rekord aufzubringen.

Im Jahr 2009 stellte Paul Zimbler mit 78 Stunden und 26 Minuten einen ersten offiziellen Weltrekord auf. Er spielte gegen 183 Gegner und sammelte £35.000 für Make-a-Wish.

Ein Jahr darauf setzte sich Phil Laak an einen Tisch im Bellagio in Las Vegas und spielte 115 Stunden ohne (nennenswerte) Pause. Das brachte der Kinderhilfsorganisation Camp Sunshine einen ansehnlichen Betrag und Laak einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ein.

Nach der offiziellen Regelung sind fünf Minuten Pause pro Stunde erlaubt.

Jetzt will Barry Denson den Rekord brechen. Stattfinden soll das Spektakel im „G Casino“ in Manchester. Neben der Müdigkeit wird sein größtes Problem werden, ausreichend Mitspieler zu finden. Diese dürfen nach dem Regelwerk nämlich nicht länger als vier Stunden lang spielen.

Um einen neuen Rekord aufzustellen, muss Benson aber fast fünf Tage lang ununterbrochen pokern. „Wir brauchen so viele Spieler wie möglich“, sagt Benson. „Vor allem in den frühen Morgenstunden.“

Auf Twitter lässt Benson bereits anfragen, welche Songs er denn auf seinem MP3-Player speichern sollte, um nicht einzuschlafen.

Ganz ungefährlich ist das Projekt allerdings nicht. Schlafentzug kann lebensgefährlich sein, wenn er zu lange andauert. Phil Laak stand nach 92 Stunden offenbar kurz vor dem Zusammenbruch.

Er schildert seine Erinnerung so: „Ich fühlte mich, als ob ich in einem anderen Land war und nicht in Las Vegas. Nichts um mich herum machte mehr Sinn. Ich wusste nicht, wo ich war und was ich tat. Ständig gab ich dem Dealer meine Karten zurück, so als ob ich folden wollte. Mein Ernährungsberater riet mir, Jamswurzeln zu essen, um mein Gehirn wieder auf Vordermann zu bringen.“

Auch wenn manche jetzt einwenden mögen, dass diese Beschreibung anhört wie die eines ganz normalen Tages im Leben von Phil Laak, ist die Gefahr nicht zu unterschätzen. Benson selbst  erinnert an das Experiment einer russischen Wissenschaftlerin im späten 19. Jhdt., die vier Hundewelpen fünf Tage nicht einschlafen ließ. Alle vier starben.

Der Rekordversuch soll in der ersten Juliwoche stattfinden. Wer spenden oder mitspielen möchte, findet auf dieser Webseite weitere Informationen.

Das eingenommene Geld soll der Organisation Help for Heroes zugute kommen, die sich um Kriegsversehrte kümmert.

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