„Wir haben den Gipfel noch nicht erreicht."

Joe Hachem

Joe Hachem über Poker im Internet, die APPT und die rasante Entwicklung einer Pokerkultur in Down Under.

Poker wird in Australien erst seit 23 Jahren gespielt. Angesichts der heutigen Allgegenwärtigkeit von Poker kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass die ersten Pokertische 1987 aufgestellt wurden.

Das Crown Casino, vielleicht das angesehenste in ganz Australien, ließ sogar erst 1997 die ersten Karten geben.

Im Vergleich zu den USA haben wir den Gipfel natürlich noch längst nicht erreicht. Dort wird jedes wichtige Turnier aufgezeichnet und live von tausenden von Zuschauern verfolgt, aber auch bei uns wachsen Popularität und Qualität gleichermaßen.

Als Berufsspieler hoffe ich ständig, dass wir auch einmal soweit kommen. Ich bin aber ganz zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Die Events in Australien werden in qualitätiver Hinsicht ständig besser, und neben den einheimischen Spielern kommen inzwischen auch international rennommierte Talente.

Ich glaube, dass wir die Beliebtheit und den wachsenden Bekanntheitsgrad von Poker dem Internet zu verdanken haben, denn es gibt kaum einen besseren Weg, das Spiel zu lernen, zu üben und schließlich auch an ernsthaften Turnieren teilzunehmen.

Dadurch hat sich eine Kultur von Amateuren und Profispielern entwickelt, die nach der Arbeit mal eben ei paar Hände spielen oder in der Mittagspause ein kurzes Turboturnier einschieben. Poker ist zugänglicher geworden, schneller und macht Spaß. Viele Leute sind durch das Netz zu Poker gekommen, die noch nie auch nur mit dem Gedanken gespielt haben, in ein Casino zu gehen.

Wer den Schritt von Online- zu Live-Poker macht, für den sind Turniere das Nonplusultra. Die Turniere in Australien werden immer besser. Inzwischen genügt unser landesweites Turnierprogramm auch internationalen Ansprüchen. Denken Sie nur an die APPT oder die Aussie Millions, aber auch kleinere Events wie die ANZPT. Ein Profi könnte heute ausschließlich in Australien spielen und hätte immer die Möglichkeit, nur bei hochwertigen Turnieren dabei zu sein.

In den letzten beidne Jahren hat jeweils ein Australier die APPT gewonnen - 2007 war es Grant Levy, letztes Jahr Martin Rowe, beide kommen aus Sydney. Wenn es so weitergeht, dass Einheimische große Turniere gewinnen, noch mehr Talente auftauchen, das Spiel auch hinter den Kulissen weiterhin professionell unterstützt wird und die Turnierszene sich konstant weiterentwickelt, wer weiß, wo wir in 20 Jahren sein werden?

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