William Reynolds gewinnt PCA High Roller Event

William Reynolds

Ein 21-jähriger aus Sioux City, Iowa, gewinnt das $25k Buy-in-Event in der Karibik. Tobias Reinkemeier wird bester Deutscher auf Platz 5. Sandra Naujoks verpasst den Finaltisch denkbar knapp.

Trotz seines jugendlichen Alters blickt Reynolds schon auf fünf Jahre Pokererfahrung zurück, Wie das möglich sein soll, wollen wir schon aus rechtlichen Gründen lieber nicht wissen. Immerhin hat Reynolds im letzten Jahr Platz 4 bei der EPT San Remo belegt und dafür €377k abgeräumt.

Der gestrige Sieg beim High Roller Event der PCA auf den Bahamas markiert jedoch den größten Sieg seiner noch jungen Karriere. Er ist $576.240 wert. Reynolds war als Vierter in Chips an den letzten Tisch gekommen.

Da am Vorabend fast vier Stunden lang zu neunt gespielt wurde, einigte man sich darauf, den momentanen Blind Level um 90 min zu verlängern, damit das Turnier nicht endet wie ein $3 Turbo SnG. Leider war es Sandra Naujoks, die letztlich nicht mehr zum Finale antreten durfte.

Tobias Reinkemeier
CHipleader Reinkemeier.

Chipleader war zu diesem Zeitpunkt Tobias Reinkemeier. Nachdem er in den letzten Monaten schon einige Erfolge bei großen Live-Turnieren verfolgen konnte und in mehreren EPTs ins Geld kam, sah es gestern so aus, als ob er nun den ganz großen Coup landen könnte. Schon nach ein paar Händen nahm er den Shortstack Dmitri Stelmak vom Tisch und baute zunächst seinen Vorsprung aus.

Später verlor er jedoch einen riesigen Pot gegen den anderen Big Stack Will Molson. Warum die beiden einen Großteil ihrer Stack auf mehr oder weniger gute Draws riskierten, bleibt ihr Geheimnis. Auf einem Flop J T 8 setzte Reinkemeier 65k (Blinds 10k/20k). Molson erhöhte auf 180k, Reinkemeier ging all-in und Molson bezahlte. Reinkemeier: K 9; Molson:K Q. Das A auf dem River brachte Molson die Broadway Straight und einen 1,8 Mio. Stack.

Reinkemeier kam zwar noch einmal bis auf knapp eine Million Chips zurück, geriet dann aber wieder in einen Downswing und stellte schließlich mit Pocket Achten all seine Chips (fast eine halbe Million) in die Mitte, Reynolds bezahlte mit Königen, ein Wunder fand nicht statt, und Reinkemeier beendete das Turnier auf Platz 6. Dafür bekam er immerhin $108.045.

Ihm folgte die einzige Spielerin am Finaltisch, Lisa Hamilton. Die 37-jährige Profispielerin kann nicht nur fluchen, dass ein Matrose erblassen würde, sie ist auch am Kartentisch seit Langem eine Meisterin. Sie schied schließlich nach einem Coin Flip Buben gegen A-Q aus.

 

Im Duell der letzten beiden Spieler sah Reynolds sich schließlich Will Molson aus Kanada gegenüber, der schon im letzten Jahr im selben Turnier das Heads-up erreicht und gegen Bertrand Grospellier verloren hatte. Zwar konnte Molson auch in diesem Jahr die letzte Hürde nicht mehr nehmen, aber die beiden zweiten Plätze dürften sich trotzdem gelohnt haben.

Payouts am Finaltisch:

  1. William Reynolds, $576.240
  2. Will Molson, $322.075
  3. Adolfo Vareza, $218.150
  4. Michiel Brummelhuis, $154.350
  5. Lisa Hamilton, $133.770
  6. Tobias Reinkemeier, $108.045
  7. Matt Marafioti, $87.465
  8. Dmitri Stelmak, $66.885

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare