Wieder Datenleck bei Facebook

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Keine Datensicherheit im sozialen Netzwerk.

Einige der beliebtesten Facebook Apps., darunter auch Texas Hold'em und Farmville, geben Daten an Internet Tracking Firmen weiter, wie das Wall Street Journal berichtete. Mehrere zehn Millionen User sind betroffen.

Wenn Sie in letzter Zeit ein paar digitale Kürbisse gepflegt oder am grünen Tisch allen Spielern eine Runde Zigarren spendiert haben, könnte sich Ihr Spam-Ordner demnächst noch schneller füllen.

Grund dafür ist ein Datenleck bei  Facebook, das es Werbe- und Tracking-Unternehmen ermöglicht, persönliche Daten zu verwenden und an Dritte weiterzuverkaufen. Betroffen sind mehrere der zehn erfolgreichsten Apps. von Facebook.

Offenbar schicken die Apps. Namen, Nutzer ID sowie Namen und Adressen von Freunden an Firmen, die diese zur weiteren Verwendung zu Datenbanken zusammenfügen, beispielsweise um die Datensätze komplett weiterzuverkaufen.

Facebook reagierte mit einem Eintrag in ihrem Developer Blog. Darin führt Autor Mike Vernal aus, dass man erst seit Kurzem um die Sicherheitsprobleme wüsste: „In den meisten Fällen wollten die Entwickler keine Weitergabe von Daten ermöglichen. Dass es dennoch dazu kam, liegt an der unterschiedlichen Funktionsweise verschiedener Browser."

Dass Datenschutz bei Facebook nur bedingt und teilweise gar nicht gewährleistet ist, wissen wir nicht erst seit Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner dem sozialen Netzwerk demonstrativ vorwarf, die Privatsphäre der Nutzer nicht zu achten. Die möglichen Konsequenzen scheinen vielen Usern aber weiterhin nicht bewusst zu sein.

Zwar hat Facebook inzwischen die Apps.-Entwickler von LOLApps gestoppt und erklärt, man werde die Weitergabe von sensiblen Daten noch stärker einschränken. Das heißt jedoch nicht, dass es keine Weitergabe mehr gibt. Es heißt nicht einmal, dass das Problem gelöst wurde.

Um zu verhindern, dass die eigenen Daten an Werbefirmen weitergeleitet werden, sollten Sie eine der folgenden Aktionen in Erwägung ziehen:

  • Klicken Sie innerhalb von Facebook-Apps. nicht auf Werbeanzeigen.
  • Klicken Sie gar nicht erst auf die Apps. Legen Sie den virtuellen Spaten beiseite und kümmern Sie sich wieder um Ihren Job im echten Leben.
  • Spielen Sie Online-Poker lieber bei Anbietern, die Ihre Privatsphäre schützen und keine digitalen Mojitos und Hookah-Pfeifen anbieten. Eine Auswahl sehen Sie rechts oben auf dieser Seite.

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