Wie hoch ist die Gewinnchance des Chipleaders am Final Table?

Jason Mercier

Jeder weiß, dass es die beste Ausgangsposition ist in Führung liegend an einen Final Table zu kommen. Aber wie oft gewinnt der Chipleader tatsächlich? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir alle bei der EPT gespielten Finaltische für euch ausgewertet.

Zudem gehen wir im folgenden Artikel der Frage auf den Grund wie groß der Vorteil tatsächlich ist.

Kurz vor dem Final Table des EPT Wien Main Events hat sich Thomas Hviid von Pokerlistings Dänemark alle bis dato gespielten 96 EPT Finaltische genau angesehen, um herauszufinden, wie sich die Chipleader geschlagen haben. 

Wie zu erwarten war kam er zu dem Ergebnis, dass der Chipleader 32 von 96 mal oder anders formuliert in 33.33% der Fälle am Ende gewonnen hat.

Als Zweiter in Chips stehen die Gewinnchancen mit 22,9% übrigens nicht sehr viel schlechter. Bei 22 von 96 EPTs triumphierte am Ende derjenige Spieler, der als Zweiter in den Finaltag gegangen war.

Das wohl überraschendste Ergebnis war, dass die Fünftplatzierten erfolgreicher waren, als die Dritt- und Viertplatzierten. Ganze 13 Mal gewannen die Spieler, die aus fünfter Position gestartet waren. Im Vergleich dazu gab es nur elf drittplatzierte und neun viertplatzierte Sieger.  

Position zu Beginn des Finaltags

Anzahl der Siege

Prozentsatz

1.

32

33.33%

2.

22

22.90%

3.

11

11.45%

4.

9

9.37%

5.

13

13.54%

6.

4

4.16%

7.

3

3.12%

8.

2

2.08%

Eine weitere Frage ist: Wie haben die Chipleader abgeschnitten, wenn sie nicht gewonnen haben?

Trophe

Hier kommt der Vorteil als Führender in den Finaltag zu gehen nämlich erst so richtig zum Tragen.

Bei 91 von 96 Turnieren kam der Chipleader unter die besten Fünf. Doch damit nicht genug, denn die Wahrscheinlichkeit als Chipleader ins Heads-Up zu kommen beträgt mehr als 50%. Nur zweimal ist der Chipleader als Erster ausgeschieden.

 

 

Hier sind die genauen Ergebnisse:

Platzierung

Anzahl

Prozentsatz

1.

32

33.33%

2.

21

21.78%

3.

15

15.62%

4.

12

12.50%

5.

11

11.45%

6.

1

1.04%

7.

2

2.08%

8.

2

2.08%

Weitere interessante Fakten über die Spieler , die als Chipleader an einen EPT Final Table gegangen sind:

- In Season 5 konnten sich die wenigsten von ihnen am Ende auch durchsetzen. Tatsächlich schaffte es mit dem Italiener Salvatore Bonavera in Prag gerade mal einer von elf.

- Überrraschenderweise war die Anzahl in der darauffolgenden EPT-Saison dann am höchsten. In Season 6 gelang es 8 von 13 ihre Führung zu Beginn des Final Tables in einem Sieg umzuwandeln. Dabei handelte es sich um Maxim Lykov (Kiev), Carter Phillips (Barcelona), Aaron Gustafsson (London), Antonio Matias (Vilamoura), Jan Skampa (Prag), Kevin McPhee (Berlin), Allan Bække (Snowfest Saalbach-Hinterglemm) und Nicolas Chouity (Grand Final Monte Carlo).

- Der Däne Martin Nielsen (Barcelona, Season 5) sowie der Schwede Mikael Norinder (Prag, Season 4) sind die einzigen beiden, denen das Kunststück gelang als Chipleader als Erster auszuscheiden.

Dario Minieri
Dario Minieri verspielte zweimal einen Chiplead am EPT Final Table.

- Zwei Spieler schafften dagegen das Comeback. Sie gingen als Shorstack an den Final Table und verließen den Finaltisch als Sieger. Dem Holländer Noah Boeken gelang dies in Kopenhagen in Season 1 und dem Amerikaner Reuben Peters in Dublin in Season 4.

- Einer von Zweien, die zweimal als Chipleader an einen EPT Finaltisch kamen war Steve O’Dwyer. Beim ersten Versuch in London in Season 9 wurde er Fünfter. Das zweite Mal, beim Grand Final in Monte Carlo, in derselben Saison, machte er es besser und holte den Titel.

- Der andere war der Italiener Dario Minieri, doch zum Sieg reichte es beide Male nicht. Weder in San Remo in Season 4 (als Jason Mercier gewann) noch in Warschau (Sieger: João Barbosa). Minieri wurde jeweils Dritter.

- Startposition der Big Names, die eine EPT gewonnen haben:

  • Season 1 Dublin - Ram Vaswani - 7th
  • Season 2 Baden - Patrik Antonius - 2nd
  • Season 2 Grand Final - Jeff "YellowSub86" Williams - 3rd
  • Season 3 London - Vicky Coren - 3rd
  • Season 3 Dublin - Roland de Wolfe - 1st
  • Season 3 Grand Final - Gavin Griffin - 1st
  • Season 4 PCA - Bertrand Grospellier - 2nd
  • Season 4 Dortmund - Mike "Timex" McDonald - 1st
  • Season 4 San Remo - Jason Mercier - 2nd
  • Season 5 Barcelona - Sebastian Ruthenberg - 2nd
  • Season 5 Copenhagen - Jens Kyllönen - 6th
  • Season 5 Dortmund - Sandra Naujoks - 6th
  • Season 6 Kiev - Max Lykov - 1st
  • Season 6 PCA - Harrison Gimbel - 4th
  • Season 6 Deauville - Jake Cody - 2nd
  • Season 6 San Remo - Liv Boeree - 5th
  • Season 7 Vilamoura - Toby Lewis - 2nd
  • Season 7 London - David Vamplew - 3rd
  • Season 7 Prague - Roberto Romanello - 5th
  • Season 7 PCA - Galen Hall - 2nd
  • Season 8 London - Benny Spindler - 3rd
  • Season 8 Prague - Martin Finger - 1st
  • Season 8 Copenhagen - Mickey Petersen - 4th
  • Season 8 Berlin - Davidi Kitai - 1st
  • Season 8 Grand Final - Mohsin Charania - 5th
  • Season 9 San Remo - Ludovic Lacay - 2nd
  • Season 9 Grand Final - Steve O'Dwyer - 1st

 

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