Wie der Palast eines indischen Nabobs – Besuch im Hollandcasino Venlo

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Besuch im Hollandcasino Venlo

Autobahnabfahrt Sevenum der A67/E34 westlich von Venlo in den Niederlanden. Ein Industriegebiet mit gleichförmigen Funktionsgebäuden und Hinweistafeln. Lokaler Charme ist nicht vorhanden, darf dort aber auch nicht erwartet werden.

Noch auf der Autobahn, kurz vor der Abfahrt sticht eines der Gebäude wegen seines kuppelförmigen Dachteils und einiger typischer architektonischer Besonderheiten ins Auge.

Näher gekommen denkt der neugierige Besucher vielleicht, „Nanu, bin ich in einer asiatischen Community oder einer Chinatown gelandet?“

Das neonstrahlende Gebäude am Magalhaesweg 4 wirkt durch die weiße Kuppel und die spitz zulaufenden Rundbögen der Fassade wie der Palast eines indischen Nabobs. Unterstrichen wird der Eindruck durch zwei große Elefantenstandbilder, die den knallroten Eingang des Ensembles zu beiden Seiten säumen.

Was wird gespielt?

Der große Schriftzug „Hollandcasino“ mit dem markanten Logo beseitigt dann letzte Verwunderung. Hier, mitten im Gewerbegebiet steht eines der größten Häuser der staatlichen niederländischen Casinokette.

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Hollandcasino Venlo

Das Casino Venlo gehört zu den jüngeren Dépendancen der Hollandcasinos. Die Casinogesellschaft feiert gerade 40-jähriges Jubiläum. So viele Jahre hat das Hollandcasino Venlo noch nicht auf dem Buckel.

Das sehr modern eingerichtete Haus verfügt über reichlich Spielfläche im Erdgeschoss. Auf etwa einem Hektar findet man die üblichen Tischspiele wie American Roulette, Black Jack, Punto Banco und „Poker“ mit Hausvorteil wie „Ultimate Texas Hold’em“ oder „MultiPoker“. Ein Würfelspiel namens „Barbut“ ist ebenfalls im Angebot.

Die Tischform und das Layout der Spielfläche erinnern an Craps, vermutlich entsprechen die Regeln von Barbut einer vereinfachten Form von Craps. Die übrigen zwei Drittel der Fläche werden für Bars, ein Restaurant und für Slotmachines genutzt.

Der Pokerroom

Interessant für Poker-Aficionados wird es im Obergeschoss. Ein Leuchtschriftzug weist gut sichtbar auf den Pokerroom hin. Über eine geschwungene Treppe oder einen Fahrstuhl gelangt man dorthin. 14 Pokertische und eine kleinere Bar warten auf interessierte Spieler. Viele davon kommen auch aus dem deutschen Grenzgebiet, denn Venlo liegt direkt an der niederländisch deutschen Grenze, die allerdings längst nicht mehr sicht- noch spürbar ist.

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Wo geht es zum Poker?

Aktuell läuft in einigen Hollandcasinos die „Hollandcasino Poker Series“. Jeweils über eine Woche ist eines der beteiligten Casinos „dran“.

In der Woche vom 16. bis 19.3 wurde in Venlo gespielt, davor in Utrecht. In Kürze ist Rotterdam an der Reihe: Vom 17. bis 23.04. wird dort eine Woche mit Buy Ins zwischen 400 bis 1.600 Euro um sicher interessante Preispools gespielt. Leider sind diese Informationen in deutschsprachigen Pokermedien nicht besonders präsent.

Cashgame wird in Venlo ab 2/4 angeboten. Dann ist 5/5 und 10/10 im Angebot. Es wird viel PLO gespielt. Gestartet werden Tische entsprechend der Nachfrage, wobei sich das Casino das Recht vorbehält, zunächst mit höherpreisigen Tischen zu beginnen. So wurde kürzlich während des 1.000-Euro Turniers, als zunächst alle Tische mit Turnierspielern belegt waren, als erstes ein Tisch für 10/10 PLO eröffnet.

Fazit

Die Umgebung ist für ein Casino sehr gewöhnungsbedürftig. Das Haus selbst ist sehr modern und funktional gestaltet. Das Pokerangebot ist reichhaltig und wird gern frequentiert. Dealer und Floorpersonal sind kompetent und freundlich. Ein Besuch lohnt sich, auch zu den Turnierserien, die gern etwas intensiver beworben werden dürften.

Weitere Informationen, auch zum Turniergeschehen in den Hollandcasinos findet man unter www.hollandcasno.nl

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