Die Murphys WCOOP der Rekorde

thomas pedersen
Thomas Pedersen - Main Event Champion der WCOOP 2011.

Der beste Spieler, der größte Preispool, das erfolgreichste Land, die meisten Spieler – rund um die World Championship of Online Poker 2011.

Der Titel hat natürlich nichts mit Bier zu tun. Das hat das Guinness Buch der Rekorde auch selten, aber der Name ist geschützt, weswegen wir hier eben auf die zweite Schwarzbiermarke der grünen Insel umsteigen.

In den frühen Morgenstunden endete der $5200 Main Event der WCOOP 2011. Den Titel gewann Thomas „Kallllle“ Pedersen aus Dänemark. Der 28-jährige nahm an 17 Turnieren der WCOOP teil und hatte in Event Nr. 58, $530 PLO heads-up ebenfalls einen Cash zu verzeichnen. Ansonsten ist der Däne allerdings bei PokerStars-Turnieren selten zu sehen.

Für den Sieg erhielt Pedersen (nach einem 5-Spieler-Deal) $1.260.018,50. Platz 2 und $710.000 gingen an Vojtech "Vojta_R" Ruzicka aus Tschechien, Dritter wurde Mike „goleafsgoeh“ Leah aus Kanada.

wcoop main event 2011 final hand
Die letzte Hand des Main Events.

Bester Deutscher im Main Event war Nick „OU THE NICK“ Hahn, der den Finaltisch erreichte und Neunter wurde ($122.025). Knapp dahinter landete der beste Österreicher Niki „RealAndyBeal“ Jedlicka auf Platz 12 ($53.691).

Der Preispool im Main Event belief sich auf $8.135.000. Insgesamt erreichte die Serie einen riesigen Preispool von über $47 Mio. Im letzten Jahr wurden sogar mehr als $63 Mio. erreicht, aber da waren bekanntlich auch die Amerikaner mit dabei. Ohne die USA wirken die Ergebnisse der Serie etwas verzerrt. Vielleicht sind sie ja im nächsten Jahr zurück.

Der beste Spieler der Serie konnte nicht ermittelt werden. Am Ende kam es zu einem Gleichstand zwischen Campbell „Big_Nemo“ und Joel Adam „2FLY2TILT“ Gordon mit je 295 Punkten. Da Gordon aber im Main Event besser abschnitt (122.) als Campbell (1051.), wurde ihm offiziell der Titel zugesprochen. Dafür gibt’s ein PCA-Paket, ein SCOOP Main Event Ticket, ein EPT Grand Final Ticket und ein Chipset der besonderen Art.

Dritter im Gesamt-Leaderboard wurde kein Geringerer als Daniel Negreanu, der sehr bemüht war, bei dieser Serie einen großen Treffer zu landen, aber mehrmals knapp vor dem Finaltisch bzw. dem Titel scheiterte.

Daniel Negreanu
Daniel Negreanu erreichte einen Finaltisch.

Bei den High Roller Events 8-Game wurde „Kidpoker“ 5., im NLHE Heads-up Event 4., ein Titel blieb ihm jedoch verwehrt.

Hinter Negreanu platzierten sich im Leaderboard Dylan „ImaLuckSac“ Linde 4.), Anders „Donald“ Berg (5.), Kevin „ImaLucSac“ Mac Phee (7.) und Bertrand „ElkY“ Grospellier (15.). Bester Deutscher wurde „dev209“ auf Platz 17 mit 190 Punkten.

Am meisten Geld gewannen naturgemäß die Finalisten des Main Events. Die meisten Cashes aber sicherten sich Campbell „Big_Nemo“ (17), Daniel Negreanu (15) und „Jandrulo“ (14). Bertrand Grospellier kam auf 13 Cashes, Joel Adam „2FLY2TILT“ Gordon auf 10, und „dev209“ landete achtmal im Geld.

Joel Adam „2FLY2TILT“ Gordon erreichte bei seinen zehn Cashes gleich vier Finaltische – zum Vergleich: bei Campbell „Big_Nemo“ waren es „nur“ 2 von 17. Damit steht Gordon in der Tabelle der meisten Finaltische alleine auf Platz 1. „dev209“ gelangen ebenfalls zwei Teilnahmen an Finaltischen.

Quentin „MiPwnYa” Lae aus Brasilien war der einzige Spieler der Serie, der zwei Events gewinnen konnte. Beides waren PLO-Events.

Wenn wir ehrlich sind, war die World Championship of Online Poker 2011 aus deutscher Sicht eher enttäuschend. Leider gab es keinen einzigen Titel zu feiern. Nicht einmal der sonst so zuverlässige George Danzer konnte seine Erfolgsserie fortsetzen.

So stieg Deutschland mit 12.303 Spielern als drittstärkste Nation hinter Russland (13.747) und Kanada (13-013) in die WCOOP ein, konnte bei der Zahl der Cashes pro Land diesen dritten Platz zwar bestätigen (1. Kanada mit 1788, 2. Russland mit 1754, 3. D. mit 1624).

In der Geldrangliste zeigt sich jedoch, dass die deutschen Spieler sich häufig gerade so in die Geldränge retteten, aber mit dem Ausgang des Turniers selten etwas zu tun hatten.

Mit $6,7 Mio. ging das meiste Geld nicht überraschend nach Kanada, wo bekanntlich eine Reihe amerikanischer Profis ein neues Zuhause gefunden haben. Die Russischen Spieler gewann $5,5 Mio., die Briten $5,3 Mio. Deutschland erreichte mit $3 Mio. den vierten Platz.

alexander debus
Der Deutsche Alexander Debus gewann ein Bracelet für Österreich.

Die meisten Finaltische erreichten die Kanadier und Russland mit 63, auf den Plätzen folgen Großbritannien mit 57 und – schon mit gebührendem Abstand – Deutschland mit 31.

Allerdings waren es die Russen, die mit zehn Events die meisten Events gewinnen konnten. Britische Spieler freuten sich über acht Titel, dahinter kamen etwas überraschend die Holländer auf Platz drei mit sieben Titeln.

Deutsche Spieler konnten – offiziell - kein einziges Turnier für sich entscheiden, damit landen wir in der Nationenwertung noch hinter Ländern wie Malta, Litauen, den Arabischen Emiraten, Rumänien und Zypern.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wir auf das Ergebnis von Alexander Debus, der das $1050 NLHE Event zwar gewann, aber inzwischen in Österreich lebt.

Mit dem Ende der WCOOP ist die größte Online-Turnierserie des Jahres vorbei. Allerdings stehen noch zwei weitere „Majors“ an: Die GSOP online hat bereits vorgestern begonnen und läuft bis zum 9. Oktober im Ongame-Netzwerk. Der Grand Slam startet dann am 16.

Und zum ersten Mal findet in diesem Herbst das Pokerfest online auf PartyPoker statt. Sie läuft vom 23. Oktober bis 6. November, und $3 Mio. Preispools sind bereits garantiert.

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