WCOOP 2009 - Über $50.000.000 ausgespielt

George Danzer
George Danzer, Gewinner des Event Nr. 19.

Fast 44.000 Spieler aus 140 Ländern machten die World Championship of Online Poker 2009 auf PokerStars zu einem weiteren Rekordevent. Jewgeni Timoschenko gewinnt das Main Event, George Danzer auf Platz 4 des WCOOP-Leaderboards.

Manchmal klingt es ja etwas bemüht, wenn Pokerräume ihre Events mit immer denselben Superlativen anzupreisen versuchen. Wenn es um PokerStars geht, sind Superlative allerdings unvermeidlich. Der Gesamtpreispool lag in diesem Jahr über 11 Mio. Dollar höher als bei der letzten Ausgabe. Keine Überraschung, aber ein neuer Rekord. Dafür gab es allerdings auch das eine oder andere Turnier mit Overlay, was den Spielern eine schöne Portion added Value bescherte.

 

Yevgeniy Timoshenko Anderes Turnier, gleiches Ergebnis - Jewgeni Timoschenko.

Main Event

Jewgeni „Jovial Gent" Timoschenko gewann das Main Event für 1,7 Mio. Dollar. 2144 Spieler hatten die $5200 Buy-in für das 2-Tages-Event bezahlt. Timoschenko hat bereits seit einiger Zeit einen geradezu unglaublichen Lauf. Er gewann 2007 die Paddy Poker Irish Open, 2008 die APT Macau, wurde Zweiter im Event Nr. 1 der WSOPE 2008 und setzte sich bei der WPT Championship dieses Jahres ebenfalls durch. Allein dort betrug die Gewinnsumme über 2 Mio. Dollar.

Timoschenko hat in den letzten beiden Jahren damit über 4 Mio. Dollar nur an Turnierpreisgeldern gewonnen. Fragt sich eigentlich nur noch, wann PokerStars mit dem Vertrag winkt...

Bester Spieler der Turnierserie

Der erst 20-jährige Daniel „djk123" Kelly, der bereits einen FTOPS Titel gewonnen hatte, trat mit seinem Sieg bei Event Nr. 2 - $215 Razz dem kleinen, illustren Kreis der Doppelsieger bei. Doch damit nicht genug, Kelly setzte seine Erfolgsserie fort, kam insgesamt elf Mal ins Geld und gewann auch noch das High Roller Event Nr. 44 - $10.3000 HORSE. Im Main Event erreichte er den Finaltisch und wurde Vierter. PokerStars schickt ihn zur Belohnung auf die Bahamas, wo er im Winter an der PCA-Serie teilnehmen wird.

 

Bertrand Grospellier >Doppelsieg für ElkY.

Spieler des Jahres?

Bertrand „ElkY" Grospellier schwimmt weiterhin auf einer Welle des Erfolgs. Sechs Mal erreichte er bei der WCOOP 2009 die Geldränge, und gegen Ende der Serie lief er zu richtig großem Erfolg auf: Er gewann zwei Turniere innerhalb von 48h: Event Nr. 38 - $530 NLHE und Event Nr. 43 - $215 NLHE waren für ElkY eine runde halbe Million Dollar wert.

Inzwischen gibt es auf facebook schon eine Gruppe, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Grospellier bei der Wahl zum Spieler des Jahres zu unterstützen. ElkYs nächste Ziele? „Ein WSOP-Bracelet und der erste Speiler sein, der zwei EPT-Titel gewinnt."

George Danzer deutscher WCOOP-Gewinner

Team PokerStars Pro George Danzer gewann als einziger Deutscher in diesem Jahr ein WCOOP-Bracelet. Er setzte sich in Event Nr. 19 - $320 PLO 6-max (1R/1A) durch und kommentierte seinen Sieg danach im PokerStars-Blog:

„Turnier sind meistens sehr frustrierend. Du spielst so gut du kannst, aber innerlich weißt du, dass es bei den steigenden Blinds früher oder später zu einem Punkt kommen wird, an dem das Glück entscheidet. Es wird eine Situation eintreten, in der du einen Coin Flip oder sogar eine schlechtere Situation überstehen musst, um weiterzukommen."

 

George Danzer Nachdenklich auch im Moment des Triumphs - George Danzer.

„Nehmen wir an, du schaffst es durch alle riskanten Situationen, hast ein paar Mal Glück gehabt und kommst unter die letzten Zehn eines großen Turnieres. Bist du damit zufrieden? Stell dir folgende Szenarien vor:

Finaltisch, totale Motivation, das Adrenalin pumpt durch meinen Körper wie bei einem Skydiver. In der dritten Hand pushe ich A-Q gegen T-T und verliere. So geschehen bei der SCOOP im Frühling. Ich wurde Sechster.

Oder der Abend, an dem ich den Final Table der Sunday Million erreichte. Ich pushte 4-4 gegen A-K und verlor. Siebter Platz.

Natürlich gibt es noch zahllose andere Sitautionen wie diese, und sie alle sind genauso frustrierend wie in der ersten Hand des Turniers mit K-K gegen A-A auszuscheiden.

Pokerspieler haben nur ein Ziel: Gewinnen.

Aber selbst wenn man es nicht mehr erwartet, gibt es immer Hoffnung, dass das Schicksal dir irgendwann günstig gestimmt ist. Dass die Frustration eines Tages plötzlich endet. Du gewinnst ein großes Turnier."

Fakten, Fakten, Fakten

Das größte Turnier war Event Nr. 6 - $109 NLHE mit 15.675 Spielern. „vakAAttack" aus Athen gewann das Turnier und $183.334 nach etwa acht Stunden.

 

Das höchste Buy-in musste beim High Roller $25.500 Heads-up NLHE entrichtet werden. 36 Spieler waren dazu bereit. „Iftarii" war nach knapp 12h der Last Man Standing und erhielt dafür $315.000.

Der größte Preispool wurde nicht überraschend im Main Event erreicht: 10.7 Mio. Dollar.

Das größte Overlay erzielte Event Nr. 24 - $530 Heads-up NLHE. Hier musste PokerStars mal eben fast $220.000 drauflegen, damit der garantierte Preispool von 1 Million auch zur Ausschüttung kommen konnte. Insgesamt wurde der garantierte Preispool bei sechs Turnieren nicht erreicht. Der zusätzliche Value für die Teilnehmer lag damit bei insgesamt $387.000.

Das längste Turnier war ebenfalls Event Nr. 24. Als „MyRabbiFoo" die letzte Hand gewann, waren genau 21h 33min gespielt. Finalgegner „JakusKhan" war während des Finales bereits das ein oder andere Mal eingenickt. Für $170.000 bzw. $90.000 kann man aber schon mal eine Nacht durchmachen.

Die meisten Cashes erzielte „Maksflaks" aus Norwegen. Er kam beeindruckende elf Mal ins Geld. Auf Platz 2 landete Team PokerStars Pro Humberto Brenes mit zehn Cahses.

Die meisten Final Tables erreichten John „djk123" Kelly und „plattsburgh". Je drei Mal spürten sie das erhebende Gefühl, alle restlichen Teilnehmer eines großen MTT gleichzeitig sehen zu können.

Die beste Nation war natürlich die USA. Auf Platz 2 mit eindrucksvollen 1582 Spielern in den Geldrängen rangiert in diesem Jahr Deutschland! 97 Spieler durften sich in das WCOOP-Leaderboard eintragen.

Vielen Dank insbesondere an George Danzer und seinen herausragenden Titelgewinn, aber auch an alle Spieler, die die WSOOP auch in diesem Jahr wieder zu dem monströsen, wahnwitzigen Event gemacht haben, das die Marathonspezialisten unter den Online-Spielern so sehr lieben. Und denkt daran: Mit einem Bracelet und Platz zwei in der Nationenwertung gilt es nächstes Mal einen Ruf zu verteidigen.

 

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