Was sonst noch war - Poker Boulevard

Viktor Blom
$250.000 Honorar für Isildur1?

Isildur1 erhält ein „anonymes" Angebot von DragTheBar, die 3LT hat begonnen, Slots.com ist vier Mio. Pfund wert, ein Familienvater im Heads-up Pokerduell, und Poker wird in der Schweiz illegalisiert.

Die Poker Training Site DragTheBar hat Isildur1 öffentlich angeboten, für ein Honorar von $250.000 als Ausbilder bei ihr zu arbeiten. Nachdem man auf andere Weise vergeblich versucht hat mit ihm in Kontakt zu treten, erklärte CEO Hunter Bick nun:

„Es gibt für uns keine andere Möglichkeit, als das Angebot öffentlich zu machen. Er ist ein einzigartiger Spieler, und seine Denkweise kennenzulernen, wäre eine außergewöhnliche Erfahrung und für unsere Mitglieder von unschätzbarem Wert. Wenn er seine Identität geheim halten möchte, werden wir das übrigens respektieren."

Isildur1 erschien im November 2009 plötzlich an den High Stakes Tischen von Full Tilt Poker. Innerhalb weniger Wochen gewann und verlor er viele Millionen Dollar und war in die zehn größten Pots der Online-Poker-Geschichte verstrickt. Es soll sich um den schwedischen Spieler Viktor Blom handeln, der dies jedoch abstreitet.

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3LT-Sieger Tobias von Siebenthal.

Auftakt zur Everest Poker 3LT in Baden

Das erste Event der 3 Länder Poker Tour fand vom 27.-31. Mai im Grand Casino des schweizerischen Baden statt. 202 Spieler sorgten dafür, dass der garantierte Preispool von CHF 500.000,- auf über CHF 600.000,- anstieg.

Der erste Titel ging an Tobias Siebenthaler, mit 20 Jahren noch nicht alt genug für ein Casino in Las Vegas, räumte den ersten Platz und CHF 160.600,- ab. 35 der Spieler hatten sich online bei Everest Poker qualifiziert, die damit auf einem guten Weg sind, eine deutschsprachige Poker Tour auf die Beine zu stellen. Vom „Live the dream" Team des Pokerraums waren unter Anderem der Viertplatzierte Francesco Vivo dabei.

bodog
Slots - 6 Mio. Sucher pro Monat.

£4.000.000 für eine Domain

Mit einem Preis von vier Mio. Pfund ist Slots.com die teuerste Domain des Jahres. Gekauft wurde sie in dieser Woche von BodogBrand.com, dem Besitzer und Lizenzgeber von Bodog Poker.

Nach Casino.com ist Slots.com die derzeit wertvollste Domain in der Casinobranche. Sie liegt damit noch deutlich vor Poker.com. Bei Google wird „Slots" als Suchbegriff über 6 Mio. Mal im Monat eingegeben.

Bodog-Gründer Calin Ayre erhofft sich steigende Besucherzahlen aus aller Welt, für die Casinoseiten, aber mittelfristig auch für das Pokerangebot.

kirchberg-hansen
Markus Kirchberg und Gus Hansen.

Full Tilt Poker Heads-up Champion

Markus Kirchberg, vierfacher Familienvater aus Düsseldorf mit nur zwei Jahren Pokererfahrung, gewann die Endrunde der letzten Acht und durfte gegen die Profis Martin Kläser, Thomas Bihl und Gus Hansen um insgesamt eine Million Euro antreten.

Tatsächlich gelang es ihm, auch Kläser zu überwinden. Gegen Thomas Bihl sah erbeinahe auch wie der Sieger aus, nachdem Kirchberg mit K-J gegen Bihls 7-7 auf dem Flop traf. Eine 7 auf dem Turn beendete jedoch den großen Traum des Amateurs.

Im letzten Duell gegen Hansen war Kirchberg dann „kartentot" und nicht in der Lage, den ausgebufften dänischen Profi zu überlisten. Am Ende steht dennoch ein Preisgeld von immerhin €50.000,-.

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Rino Mathis (links) - 50&
37; Gewinnchance?#

Legal, illegal, schweizegal

Heute hü, morgen hott. Das Schweizer Bundesgericht hat die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben und damit der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) widersprochen. Beide Instanzen hatten die Ansicht vertreten, dass beim Pokern die Geschicklichkeit für den Erfolg entscheidend ist.

Nun müssen reihenweise Pokerclubs und Lounges schließen. Bis zu 1000 Vollzeitstellen werden wegbrechen. Die ESBK ist nun gezwungen, sich an die Umsetzung des Beschlusses zu machen. Darin heißt es u. A., dass „nicht stichhaltig bewiesen werden" könne, ob es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handele.

Diese nach Schutzbehauptung klingende Formulierung soll vermutlich verschleiern, dass es dem Bundesgericht hauptsächlich um das Spielbankengesetz geht. Im Übrigen mutet es etwas seltsam an, dass die Beweislast hier beim Beklagten zu liegen scheint. Ins Rollen gekommen war das Verfahren nämlich ausgerechnet auf die Beschwerde des Spielcasinoverbands hin.

Rino Mathis, seines Zeichens erster Pokerprofi der Schweiz, hat bereits reagiert und die Richter zum Heads-up gefordert. „Wenn es ein Glücksspiel, dann stehen ihre Chancen doch bei 50%..."

Der Protest gegen die Entscheidung nimmt derweil Form an. Diskutiert wird über eine Volksinitiative, die Facebook-Fanseite „Pokern fürs Schweizer Volk" konnte innerhalb weniger Tage 5000 Mitglieder gewinnen. Sogar eine Gesetzesänderung ist denkbar: Ein Abgeordneter der Schweizer Volkspartei SVP hat bereits eine Vorlage zur „Entkriminalisierung des privaten Pokerspiels" vorgelegt, die der Nationalrat gutgeheißen hat.

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