Warren Buffett und das exklusivste Pokerturnier der Welt

Warren Buffett

Das NetJets Invitational findet einmal im Jahr in Las Vegas statt. Teilnehmer sind die reichsten Geschäftsleute der Vereinigten Staaten.

Warren Buffett ist nicht nur ein Weltklasse-Bridgespieler, der mindestens zwölf Stunden pro Woche am Tisch verbringt, manchmal z. B. mit Bill Gates. Er ist auch der Sponsor des  Buffett Cup, der dem Ryder Cup nachempfunden ist, nur mit Karten statt mit Golfbällen.

Außerdem ist er am letzten Donnerstag 82 geworden, und sein Vermögen wird auf 44 Milliarden geschätzt

In den letzten sieben Jahren hat Buffett eine Partie entwickelt, gegen die sich der WSOP Main Event ausnimmt wie eine Small Stakes Partie von ein paar Oberschülern.

Ok, die WSOP bedeutet $10.000 Buy-in und der Traum für jedermann von der Weltmeisterschaft. Das ist eine Menge Prestige. Das jährliche NetJets Poker Invitational steht dagegen ausschließlich Teilhabern des Unternehmens offen. Um zu diesen zu gehören, muss man mindestens $200.000 investieren.

Der Preispool des exklusiven Turniers liegt bei $500.000, aber der wahre Wert liegt woanders: Dem Gewinner winkt ein zehnstündiger Trip mit einer Bombardier Global 5000 im Wert von $150.000, und die Plätze 2-9 werden ebenfalls mit „Sachpreisen“ bedacht – Sachpreise für Kinder, die schon alles haben.

GLOBAL 5000
Bombardier Global 5000.

Der Zweitplatzierte des Jahres 2012 erhielt eine Reise nach Skibo Castle in Schottland, um dort ein paar Tage Urlaub zu machen und sich ein großes Fass Dalmore Whisky abzuholen.

Entscheidend ist beim NetJets Poker Invitational nicht das gewonnene Geld, sondern das gewachsene Ego.

Das Turnier findet immer an einem Samstag im Wynn in Las Vegas statt und dauert etwa sieben Stunden. Im Juni war z. B. Jerry Seinfeld unter den 240 Teilnehmern. Als zusätzlicher Anreiz sitzt an jedem Tisch ein Spieler, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt wird.

Jeder, dem es gelingt, eine Bounty zu ergattern, erhält ein Armband im Wert von $5000 und die Befriedigung, laut ausgerufen zu werden. Und das in einem Turnier mit Warren Buffett als Gastgeber. Apropos, der Spieler, der Buffett vom Tisch nimmt, darf sich über eine weitere Kleinigkeit freuen – in diesem Jahr war es ein viertägiger Urlaub in Aspen, Colorado.

Um ein Turnier mit 240 Spielern in sieben Stunden durchzuziehen, benötigt man natürlich eine relativ steile Blindstruktur. Ein Problem ist das aber nicht, denn Profis sind sowieso nicht unter den Spielern, und wichtiger als Können ist Gesehen werden.

In diesem Jahr erhielten die Finalisten Jeff Corzine, Sohn des früheren Chefs von Goldman Sachs und MF Global, und die ehemalige Yahoo-Chefin Sue Decker am meisten Aufmerksamkeit. Corzine gewann, und Decker musste sich mit Schottland zufriedengeben.

Buffett hielt zum Ende des Turniers eine kurze Rede und kündigte an, im kommenden Jahr wiederzukommen und den Finaltisch zu erreichen. Er war auf Platz 182 ausgeschieden – immerhin besser als im Vorjahr.

Die komplette Geschichte erscheint in der Septemberausgabe des Forbes Magazine.

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