Ville Wahlbecks peinlichste Pokermomente

Ville Wahlbeck
Vom Gambler zum Profi - Ville Wahlbeck.

Wahlbeck gehört zu den erfolgreichsten Spielern Finnlands. Um dorthin zu kommen, musste er allerdings einige Situationen durchleiden, die man gerne verschweigt.

Oder man schreibt sie ganz privat in den eigenen Blog bei PokerStars. So wie es der Finne kürzlich tat. Immerhin, Wahlbecks Mut zur Offenheit ist unser Gewinn.

Finnland, das ist für viele in der Pokerbranche gleichbedeutend mit Patrik Antonius, Juha Helppi und Ilari Sahamies.

Dabei schrammte Wahlbeck vor einigen Jahren nur knapp an dem Titel zum Spieler des Jahres bei der WSOP vorbei, und das kann keiner der anderen drei von sich auch nur annähernd behaupten.

1,2 Mio. seiner 1,8 Mio. Dollar Turniergewinne hat Wahlbeck in Las Vegas gesammelt, aber dort erlebte er auch die peinlichsten Augenblicke seiner Karriere.

So zum Beispiel im Jahr 2006. Ville Wahlbeck war gerade aus dem Main Event ausgeschieden und bereitete sich auf den Rückflug nach Finnland vor. Er hatte die WSOP insgesamt mit Gewinn abgeschlossen und konnte insofern zufrieden sein.

Um sich die Zeit bis zum Abflug zu vertreiben, setzte er sich mit seinen $40.000 Profit an einen Cash Game Tisch.

„Vier Stunden später war ich pleite. Ich hatte noch etweas Kleingeld für ein Sandwich am Flughafen, und ich konnte das Taxi bezahlen, aber das war’s dann auch.“

Ein Klassiker, sagen Sie? Es geht noch schlimmer. Schon 2004 war Wahlbeck bei der WSOP dabei und spielte ein $5000 Stud Event. Leider spielte er auch Slots.

In der Dinner Break wanderte der Finne zu den Spielautomaten herüber und verlor in 90 min rund $2000. Als er daraufhin zum Turniersaal zurücklief, war sein Stuhl von einem anderen Spieler besetzt.

„Ich ging zu meinem Tisch, sah den Typen an, sah die anderen Spieler an. Einer drehte sich zu mir um und sagte: ‚Das war nicht die Dinner Break. Nur eine normale kurze Pause. Du wurdest ausgeblindet.‘

Ich wurde wahrscheinlich knallrot im Gesicht. Noch schlimmer wurde die Sache, weil am Tisch eines meiner Idole saß: Doyle Brunson. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, also murmelte ich einfach so etwas wie ‚Shit happens‘, drehte mich um und ging.“

Heute passieren Wahlbeck solche Missgeschicke nicht mehr. Aus dem nachlässigen Gambler ist ein kühl kalkulierender Profi geworden.

Trotzdem, sagt Wahlbeck, bleibt die WSOP „ein brutales, masochistisches Ungetüm [...] mit mehr Turnieren als irgendjemand vertragen kann und mit so vielen Cash Games, dass es einen komplett durchdrehen lässt“.

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kielfish 2013-06-19 07:44:41

ich sag nur Spielsucht...wer nebenbei noch an Spielautomaten zockt...