Vier verliert – auch Pokerprofis haben schlechte Tage

Joseph Hachem

Peter Eastgate, Liv Boeree, Phil Ivey und Joe Hachem haben nicht gerade die beste Woche ihres Lebens hinter sich.

So richtig baden gegangen ist eigentlich nur Peter Eastgate, und dem ging es in diesem Quartett damit wahrscheinlich noch am besten.

1) Joe Hachem – raus aus dem Team

PokerStars räumt mal wieder auf, und zwar im eigenen Profi Team.

In den letzten Monaten sind ja einige Menge Namen von der Website des Marktführers verschwunden. Auch WSOP-Champions sind da nicht gefeit, das wissen wir spätestens seit dem Abgang von Greg Raymer.

Jetzt hat es mit Raymers Nachfolger Joe Hachem den nächsten Weltmeister erwischt. Man habe sich einvernehmlich getrennt, heißt es.

Liv Boeree

2) Liv Boeree – raus aus der Show

Wenn man in der Lage ist, die größten EPT-Felder zu schlagen und Titel zu gewinnen, muss man schon einen gewissen Druck aushalten können. Trotzdem heißt das nicht, dass man auch auf den Druck vorbereitet ist, den Fernsehkameras ausüben.

Live Boeree, Model, Pokerprofi und Astrophysikerin, trat kürzlich in einer Fernsehshow auf, die in Großbritannien eine lange Tradition hat.

Nach eigenen Angaben verlief die Show für Liv allerdings suboptimal.

Sie setzte einige Tweets ab, um ihre Follower dazu zu bringen, sich vor den Fernseher zu setzen. Zum Beispiel diesen: Schaut mal, wie ich sauber eine Frage vergeige, deren Antwort ich 100%-ig weiß.

Schwer zu sagen, ob das die Quoten verbessert hat. Immerhin konnte Liv zwei von drei Astronomiefragen richtig beantworten.

Die Show, um die es geht, heißt „University Challenge“. Sie läuft bei BBC 2 mit Unterbrechungen seit 1962 und ist damit eine der ältesten Shows im königlichen Inselfernsehprogramm.

Liv Boeree trat in der Sonder-Weihnachtsausgabe auf. Wer mehr davon sehen will, findet hier einen Player. Leider funktioniert er nur auf der Insel, und deshalb bringt er Ihnen wahrscheinlich gar nichts.

Phil Ivey

3) Phil Ivey – raus aus den Schulden der Ehe

Auch ein Phil Ivey ist nicht unangreifbar.

Im Dezember 2009 wurden Phil und Luciaetta Ivey geschieden. Letzten September hat die Ex-Frau eine Petition eingereicht, um die Konditionen der Scheidung neu bewerten zu lassen. Grund dafür ist eine finanzielle Wahlkampfunterstützung, die Ivey dem vorsitzenden Richtervor längerer Zeit zukommen ließ.

Das Las Vegas Review Journal veröffentlichte nun einige Details der Vereinbarung, die mit der Scheidung getroffen wurde. Dort ist auch zu lesen, wie viel Geld sie Phil Ivey gekostet hat.

Laut Phils Anwalt war Luciaetta „schuldenfrei“ und erhielt „Abfindungen in Millionenhöhe“, außerdem ihren Wagen, ihre Lebensversicherung, 40% des Aktiendepots, Vorauszahlungen für ein neues Haus in Tampa, Florida, die Hälfte der durch den Verkauf des Las Vegas Domizils erlösten Summe sowie 40% der Teilhaben, die Ivey besaß, abgesehen von denen bei Tiltware.

Außerdem übernahm Phil Ivey Kreditschulden in Höhe von $170.000 sowie $15,1 Mio. „Spielschulden und sonstige Schulden“.

Laut ihrer Petition beschuldigt sie nun den Richter der Voreingenommenheit und verlangt „Fairness des Gerichts“.

Ivey war seinen Unterhaltszahlungen in Höhe von $180.000 pro Monat bis zum April 2011 regelmäßig nachgekommen. Danach brachen die Zahlungen ab. Im April 2011 ereignete sich der Schwarze Freitag.

Peter Eastgate

4) Peter Eastgate - rein in den Hafen

Pokertechnisch haben wir von ihm seit der EPT Berlin nichts mehr gehört, aber das Gambling liegt dem ehemaligen WSOP-Champion offenbar weiter im Blut.

Nach der Weihnachtsfeier der dänischen Nachrichtenseite Pokernyhederne wetteten Peter Jespes und Kasper Cordes mit Eastgate um insgesamt $6000, dass er nicht in das Hafenbecken von Kopenhagen springen und danach die 4,2 km zu Cordes' Haus laufen würde. Eastgate sprang. In voller Montur, mit Winterjacke und voll bekleidet.

Und rannte.

Später behauptete Eastgate, es seien ja nur 20 min Dauerlauf gewesen.

Und es war gar nicht so kalt.

 

 

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