Viele Fragezeichen hinter FullTilt Neustart

Full Tilt Poker burns

Bezüglich des geplanten Neustarts von FullTilt innerhalb des ersten Quartals 2012 häufen sich die Widersprüche. Zwar verbreitet die Group Bernard Tapie nach wie vor Optimismus, aber Millionen angeblich ausstehender Schulden früherer Team-Pros und Gerüchte um Behinderungen durch Chris Ferguson sorgen für Verwirrung.

„Nachdem die Unternehmensbewertung fast abgeschlossen ist, hoffen wir, dass die Unternehmensübernahme von Full Tilt im Februar endlich beendet werden kann, sofern es nicht in letzter Minute noch irgendwelche Überraschungen gibt.“ Mit diesem letzten Statement von Laurent Tapie, dem Sohn von Bernard Tapie hatte die Groupe Bernard Tapie gestern allen Skeptikern eines erfolgreichen Ausgangs der FullTilt-Affäre versucht den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Dringend notwendig war das, nachdem sich in den vergangenen Tagen die schlechten Nachrichten bezüglich der Unternehmensübernahme und der damit einhergehenden Auszahlung der US-Spieler gemehrt hatten.

Da hieß es zunächst, Chris Ferguson torpediere den Abschluss der Vertragsverhandlungen mit Geldforderungen in Höhe von 14,3 Millionen Dollar. Laurent Tapie äußerte sich auch dazu und erklärte: „Diese Geschichte entspricht nicht der Wahrheit. Chris Ferguson hat gegen die bevorstehende Unternehmensübernahme keinerlei Einwände. Es bestände für ihn auch gar keine Chance das Geschäft zu verhindern, da die Einigung bereits gültig ist.“

Eine andere Aussage,  nämlich die von Behn Dayanim lässt sich dagegen nicht so leicht aus der Welt schaffen. Nach Ansicht des Anwalts der Group Bernard Tapie soll es immer noch massive Probleme mit den Finanzen geben. Die resultierten vor allem aus der Weigerung zahlreicher Pro`s ihre Schulden bei FullTilt zu begleichen. Insgesamt sollen Spieler, wie Phil Ivey, Layne Flack, David Benyamine, Erick Lindgren, Mike Matusow und auch Barry Greenstein mit bis zu 20 Millionen Dollar in der Kreide stehen.

PokerStars Pro Greenstein gab diesbezüglich ein Statement im TwoPlusTwo-Forum ab: Ich hab mir vor ein paar Jahren $400.000 Dollar bei FullTilt geborgt und es nicht zurückgezahlt. Ich hatte immer die Hoffnung, dass ich diesen Betrag mit den Schulden, die andere Spieler bei mir hatten, irgendwann verrechnen könnte.

Ich habe danach immer wieder gesagt, dass ich das Geld zurückzahlen würde, sobald klar ist, wie US-Spieler ihr Geld von FullTilt zurückbekommen. Die Tapie Group hat mich vergangene Woche kontaktiert und um eine Rückzahlung des Betrages gebeten. Außerdem wurde mir angeboten, den Betrag in Raten zu zahlen und für den Fall, dass US-Spieler nicht voll ausbezahlt würden nur einen Teilbetrag zahlen zu müssen.

Ich teilte der Tapie Group daraufhin mit, dass ich nie weniger zurückzahle, als ich schulde und dass ich in jedem Fall damit warte, bis geklärt ist, wie die Auszahlung der US-Spieler von statten gehen wird. Ich glaube nicht, dass diese Verzögerung irgendeine Auswirkung auf die Übernahme seitens der Tapie Group haben wird und dass ich so stärker im Interesse aller Spieler handele, denen FullTilt Geld schuldet.“

Behn Dayanim hingegen erklärte in seinem Statement: „Falls wir die ausstehenden Schulden nicht hereinbekommen, stellt das ein ernsthaftes Hindernis für das Zustandekommen der Unternehmensübernahme dar. Es ist bei weitem nicht die einzige Frage, die bei den Vertragsverhandlungen eine Rolle spielt, doch sie ist ein wesentliches Element.“

Trotz der skeptischen Äußerungen seines eigenen Anwalts wollte Laurent Tapie auch in seinem letzten Statement keinerlei Pessimismus zulassen. „Nach unseren Informationen dürfte die Übernahme in der ersten Jahreshälfte, vielleicht sogar schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres abgewickelt werden.“ Als Termin für den Neustart von Full Tilt Poker nannte er vollmundig den 1. März.

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