Video der Woche – Eine Hand, zwei Karriereverläufe

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12 März 2017, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: Video der Woche
Video der Woche – Eine Hand, zwei Karriereverläufe

Beim Poker gleicht sich Glück und Pech langfristig aus, und um als starker Spieler auf Dauer ganz nach oben zu kommen, muss man einfach nur lang genug warten. So die Theorie. Und doch gibt es einzelne Hände, die für den einen Spieler den Weg an die Spitze wiesen und für den anderen einen schweren Karriereknick bedeuteten. Eine dieser Hände präsentieren wir hier in unserem Video der Woche.

Wer, wann, wo

In der letzten Staffel von „High Stakes Poker“, die 2010 im Bellagio gespielt und Anfang 2011 ausgestrahlt wurde, waren viele bekannte Spieler mit von der Partie.

Da PokerStars die Show sponserte, waren Spieler wie Dwan, Ivey und Antonius nicht dabei, dafür aber Doyle Brunson, David Peat, Antonio Esfandiari und die von PokerStars gesponserten Vanessa Selbst und Barry Greenstein.

Gespielt wurde mit sportlichen Blinds von $400/$800, und natürlich hatten die Spieler ordentlich Futter dahinter.

Eskalation auf dem Flop

Aus erster Position raist Antonio Esfandiari mit 8 7 auf $2.500 und neben Barry Greenstein, der Vieren hält, schließen sich auch noch Vanessa Selbst und David „Viffer“ Peat dem Zug zum Flop an.

Der Flop kommt für zwei Beteiligte und alle Fernsehzuschauer perfekt. Mit T 6 4 bekommt Greenstein sein Set, doch Esfandiari hat neben dem Flush Draw auch noch einen doppelten Gutshot.

Ruckzuck wandert das ganze Geld in die Mitte, und es stehen fast $600.000 auf dem Spiel, als die Dealerin Turn und River austeilt.

Die Chancen stehen 59 zu 41 für Greenstein, da er selbst bei einem Treffer von Esfandiari immer Redraws hat, doch Fortuna meint es nicht gut mit ihm.

Getrennte Wege

Antonio Esfandiari wpt
Antonio Esfandiari auf dem Weg nach oben

Für Esfandiari war dies der größte Pott, den er in seinem Leben bis dahin gewonnen hatte, und natürlich verlieh er auch seiner Bankroll einen Schub.

Aus dem Talent wurde ein gestandener Profi, der auf einmal Highroller- und Super-Highroller-Turniere spielen konnte.

Ein Jahr später nahm er am Millionenturnier „The Big One for One Drop“ teil und gewann als Sieger das sagenhafte Preisgeld von über $18 Millionen.

Und die Kehrseite der Medaille?

In seinem Blog auf PokerStars schreibt Greenstein, dass dieser Pott ihn erledigt habe und er im Gegensatz zu Esfandiari danach kein Highrollerturnier gespielt habe.

Aus seiner Sicht hat dieser Pott dafür gesorgt, dass zwei Pokerkarrieren sich in völlig unterschiedlichen Richtungen weiterentwickelt haben.

Und dabei war er mit 59 zu 41 sogar recht klarer Favorit!

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