Video der Woche – Die nervigste Hand in der Geschichte von High Stakes Poker

Jamie Gold
Nervensäge Jamie Gold.

Normalerweise geht es am Pokertisch ja meist sehr ruhig und konzentriert zu, doch dass es auch anders geht, zeigen zwei überaus bekannte Spieler in unserem Video der Woche. Sam Farha und Jamie Gold reden in dieser Hand, in der es zugegeben um viel Geld geht, wirklich mehr als mancher Pokerspieler in seinem gesamten Leben. Dabei hätte alles so einfach sein können.

Zwei Hände und kein Halleluja

Mit zu den hässlichsten Situationen beim Poker gehört, mit Königen in Asse zu laufen.

Manchmal passiert es sogar, dass man stundenlang dasitzt und keine gute Karten bekommt und wenn es dann endlich so weit ist, rennt man geradewegs mit der zweitbesten Hand in die allerbeste.

Ein solcher Zusammenprall kann für den Spieler mit den Königen richtig teuer werden, und dasselbe Schicksal droht auch dem Sieger des WSOP Main Event 2006, Jamie Gold, in dieser Hand aus der berühmten TV-Show „High Stakes Poker“.

Als Zuschauer denkt man dann auch, dass es vermutlich nicht allzu lange dauern dürfte, bis die Chips der beiden Kontrahenten in die Mitte wandern und Gold einen größeren Teil seines Rekordpreisgeldes von exakt 12 Millionen Dollar einbüßt.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt.

Rednerpoker vom Allerfeinsten

Schon vor dem Flop verhaken sich die beiden Kontrahenten verbal ineinander, aber da dient dies bei beiden vorläufig nur dem Zweck, den anderen mit der schlechteren Hand in einen großen Pot hineinzusingen.

Nachdem Gold mit einem Call zunächst eine Falle aufstellt und Farha in die Hand lockt, wird er nach dessen erneutem Reraise auf $90.000 erstmals argwöhnisch. „Hast du wirklich, Asse“, fragt Gold seinen Gegner, und dieser antwortet nicht ganz regelkonform „Ja!“

Sam Farha
Sogar der coole Sammy Farha wußte nach dem ganzen Gelaber und Gewinsel von Jamie Gold nicht mehr, wo ihm der Kopf steht.

Ab diesem Moment warnt ein Schutzengel oder ein siebter Sinn Gold davor, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, wodurch es ihm tatsächlich gelingt, halbwegs billig aus der Sache herauszukommen.

Das klingt zunächst so, als könnte man Jamie Gold, der sich wie kaum ein Sieger des Main Events zum Gespött der Pokerfans auf der ganzen Welt machte, wenigstens dieses eine Mal Respekt zollen und seinen Hut ziehen.

Doch, leider nein. Auf dem River nimmt Golds Ahnung, dass Farha tatsächlich Asse hat, Ausmaße an, die an einem Pokertisch wirklich wenig zu suchen haben.

Weinerlich wie ein Waschweib fleht Gold um Gnade und winselt darum, dass Farha auf die überfällige Value Bet verzichten möge.

Auch der ansonsten coole Sammy Farha bleibt davon nicht unbeeindruckt. Am Ende weiß er bei all dem Gelaber offenbar nicht mehr, wo ihm der Kopf steht, und er verzichtet – womöglich aus Angst vor einer Zehn oder einem anderen Monster – tatsächlich auf die Bet.

Eine unglaubliche und wirklich einzigartige Hand, die man sich immer wieder anschauen kann!

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