Video der Woche – Der doppelte Kasssouf

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5. November 2016, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: Video der Woche
Video der Woche – Der doppelte Kasssouf

Selten hat ein Spieler die Pokerfans so polarisiert wie William Kassouf. Beim diesjährigen WSOP Main Event brachte der britische Anwalt seine Gegner mit seinen ausufernden „Speech Plays“  gleich reihenweise auf die Palme und schaffte es, mit seiner unnachahmlichen Art zum Topstar der ESPN-Übertragung zu werden. Neben all dem Geschwätz sorgte Kassouf aber auch mit seinem Aus für Aufsehen – und bei der kürzlich beendeten EPT Malta für eine bemerkenswerte Dublette.

Kassouf und die Könige beim WSOP Main Event

Lange Zeit lief es für William Kassouf an Tag 7 des WSOP Main Event perfekt und es sah schon so aus, als könnte der redselige Brite gar den Sprung in die November Nine schaffen.

Anfang vom Ende3
Anfang vom Ende

Dann aber kam Sand ins Getriebe und statt weiteren gewonnenen Pötten mit „Nine high like a boss“ wendete sich das Blatt in kürzester Zeit zu seinen Ungunsten.

Erst musste er eine bittere Niederlage mit geflopptem Set Asse gegen den Flush mit AJ von Gordon Vayo hinnehmen, die etliche Chips kostete, und dann rannte er in den schlimmsten Cooler, den man beim Poker verabreicht bekommen kann.

Sein Gegner Griffin Benger war da schon so mit den Nerven am Ende, dass er sämtliche Poker-Etikette vergaß und allzu persönlich wurde:

Die Geschichte wiederholt sich

Bereits vor seinem Deep Run beim WSOP Main Event 2016 war Kassouf regelmäßiger Gast bei großen Pokerturnieren und konnte einige Achtungserfolge wie Platz 6 bei den Irish Open 2009 erzielen.

Zittern bei Benger
Zittern bei Benger

Und natürlich nahm er den Rückenwind der gestiegenen Bankroll und Popularität mit, um vermehrt bei der europäischen Tour an großen Turnieren teilzunehmen, wie jüngst bei der EPT Malta.

Beim €5.300 Main Event auf der Mittelmeerinsel bot Kassouf wieder „Speech Plays“ vom Feinsten und laberte sichtlich genervte Kontrahenten unermüdlich zu – doch das war nicht die einzige Parallele.

Beide Male hat er die zweitbeste Starthand, beide Male zieht er eine riesige Show ab – und beide Male geht es am Ende ganz übel für ihn aus.

Interessant ist aber auch, dass nicht nur die Hände identisch sind, sondern sich die Bilder von Kassoufs Verhalten in den Händen gegen Griffin Benger und gegen Brian Altman verblüffend ähneln.

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