Video der Woche – Der Bluff, der die Pokergeschichte veränderte

Chris Moneymaker beim Bluff der die Pokergeschichte veränderte

Einen absoluten Meilenstein der Pokergeschichte gibt es dieses Mal in unserem Video der Woche zu bestaunen. Wir befinden uns im Jahr 2003, und nach diesem Duell zwischen dem erfahrenen Sam Farha und seinem jungen Gegner wird in der Pokerwelt nichts mehr so sein, wie es war!

Amateur jagt Sensation

Aus heutiger Sicht bescheidene 839 Spieler nahmen am WSOP Main Event 2003 teil, darunter auch ein Buchhalter aus Tennessee.

Der damals 27-jährige Chris Moneymaker spielte ein Satellite für $39 auf PokerStars und qualifizierte sich damit für das wichtigste Pokerturnier der Welt.

Dort war das Ende der Fahnenstange für den Mann mit dem Bilderbuchnamen aber noch längst nicht erreicht. In seinem ersten Live-Turnier überstand Moneymaker Turniertag um Turniertag und schaffte es sogar an den Finaltisch.

Doch damit nicht genug. In einem brillant besetzten Finale mit David Grey, Amir Vahedi und Dan Harrington ließ Moneymaker nicht locker und qualifizierte sich sensationell für das Heads-Up.

Dort traf er auf den erfahrenen Sam Farha, der 1996 sogar schon ein Bracelet gewinnen konnte.

Von der Sensation zum Pokerboom

Doch auch mit den $1,3 Millionen Dollar, die ihm der zweite Platz garantierte, gab sich Moneymaker nicht zufrieden.

Mit viel Mut und großem Selbstvertrauen trat der Amateur gegen den gestandenen Profi an und holte sich das entscheidende Momentum mit einer Hand, die als „Bluff des Jahrhunderts“ in die Pokergeschichte einging.

Sam Farha
Sam Farha hat bis heute Alpträume von dieser legendären Hand.

Mit rein gar nichts schob Moneymaker auf dem River All-In und brachte damit Farhas Top Pair zum Folden. Anschließend dauerte es nicht mehr lange, bis sich Moneymaker auch die restlichen Chips seines Gegners geholt und den Weltmeistertitel samt 2,5 Millionen Dollar Siegprämie errungen hatte.

Moneymakers Sieg war zweifelsohne eine Sensation, aber fast noch sensationeller war das, was er damit auslöste.

In den nächsten Jahren erlebte das Pokerspiel live und im Internet einen weltweiten Boom, und die Spielerzahlen beim Main Event gingen immer weiter in die Höhe.

Von 2.576 Teilnehmern im Jahr 2004 ging es 2005 hoch auf 5.661, ehe 2006 mit unfassbaren 8.773 Spielern der bis heute unerreichte Rekord aufgestellt wurde.

Diese Zahl und die enormen Teilnehmerfelder danach haben die Veranstalter der WSOP vor allem einem jungen Mann aus Tennessee zu verdanken, der gezeigt hatte, dass beim Poker wirklich jeder jeden schlagen kann!

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