Video der Woche – Als Phil Ivey noch Angst und Schrecken verbreitete

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13 November 2016, Von: Rainer Vollmar
Geposted in: Video der Woche
Video der Woche – Als Phil Ivey noch Angst und Schrecken verbreitete

Er galt einst als bester Pokerspieler aller Zeiten und wurde für krasse Calls und kühne Bluffs gleichermaßen bewundert. Heute jedoch findet man Phil Ivey nur noch selten am Pokertisch, und Schlagzeilen macht er vor allem mit Prozessen, die er mit Spielcasinos um auf halbseidene Art gewonnene Millionen führt. In unserem Video der Woche zeigen wir Bilder aus besseren Zeiten und einen der schönsten Bluffs von Phil Ivey überhaupt.

Wer, wann, wo

Als die USA einen frisch gewählten Präsidenten Barack Obama hatten und die Online-Pokerwelt noch in voller Blüte stand, fieberten die Pokerfans Woche um Woche nach den neuesten Folgen von Poker After Dark und High Stakes Poker.
In diesen Sendungen wurde ziemlich lapidar um astronomische Summen gespielt, und mittendrin waren Spieler wie Patrik Antonius, Tom Dwan und eben Phil Ivey, die sich schon damals längst Kultstatus erspielt hatten.

Unser Video stammt aus der sechsten und letzten Staffel von High Stakes Poker, und der Tisch bietet eine gelungene Mischung aus Pokerlegenden wie Barry Greenstein, Phil Ivey und Daniel Negreanu sowie aufstrebenden Young Guns wie Andrew Robl, der heute als der vielleicht beste Cashgame-Spieler der Welt gilt, und dem Niederländer Lex „Raszi“ Veldhuis.

Alle Macht dem Button

Veldhuis mit dem Value Bluff
Veldhuis mit dem Value Bluff

Die beteiligten Spieler haben alle Kleingeld im Bereich von mindestens $200.000 vor sich stehen und auf dem Button sitzt der Chef, Phil Ivey.

Als der recht tighte Barry Greenstein raist, verteidigt Phil Ivey seinen Button mit einer Hand, die die meisten Spieler ohne größeres Achselzucken in die Tonne drücken würden: 52o.

Lex „Raszi“ Veldhuis, der zuvor den Pott mit einem $1.600 Straddle angefüttert hat, weiß natürlich, dass Ivey hier mit einem sehr breiten Spektrum reraist, außerdem hat er mit KJs eine Hand, die einige starke Hände wie AK, KK, JJ unwahrscheinlicher macht.

Sein Reraise auf über $50.000, um gegen schwächere Hände einfach das beträchtliche Dead Money einzufahren, ist deshalb eine zwar loose, aber durchaus brauchbare Idee.

Die Rechnung ohne den Wirt

Greenstein foldet dann auch artig ohne größeres Nachdenken, doch Phil Ivey ist nicht der Typ, der hier eine miese Hand wie ein Automat in den Muck befördert.
Erst erkundigt er sich nach dem Stack des Niederländers, und als der recht kleinlaut ungefähr $140.000 vermeldet, setzt ihn Ivey kurzerhand All-In.

Ein All-In vor dem Flop mit nichts auf der Hand und $200.000 echtem Geld sieht man wirklich nicht alle Tage und obwohl Lex „Raszi“ Veldhuis ein bekanntermaßen looser Spieler war, gehört dieser Move zu den grandiosesten Bluffs der Pokergeschichte!

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