Neue US-Serie „Vegas“ – Dirty Harry in Sin City

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Serien im Retro-Look sind seit dem Erfolg von „Mad Men“ up to date. Nun wird auch Las Vegas in die 60er Jahre zurückversetzt. Im Mittelpunkt steht das wahre Leben von Ralph Lamb, der im Kampf gegen die nach Las Vegas strömenden Gangster die Polizei von Sin City komplett reformierte.

In der Hauptrolle ist der 60-jährige Dennis Quaid zu sehen. Die Regie hat James Mangold übernommen, der sich auch schon für den Johnny Cash-Film „Walk the Line“ verantwortlich zeichnete.

Las Vegas in den 60er Jahren, das war die große Zeit der Mafia. Und auch ihres Gegenspielers, Ralph Lamb (nicht verwandt oder verschwägert mit Ben Lamb). Der Sheriff, der soviel Jahre auf dem Posten des Chef-Polizisten verbrachte, wie keiner vor und keiner nach ihm sagte über diese Zeit: „I was there when the mob left ... with some help.“

Tätige Hilfe leistete Lamb vor allem selber. Sein Einfluss auf die Geschicke der Stadt war so groß, dass Ende der 70er Jahre schon Regie-Legende Sam Peckinpah sein Leben mit Clint Eastwood in der Hauptrolle verfilmen wollte. Doch Peckinpah starb und danach geriet das Projekt in Vergessenheit.

Bis jetzt. Denn CBS hat nun eine TV-Serie produziert, in der noch einmal die Protagonisten des Vegas der 60er und 70er Jahre aufmarschieren dürfen.

Da ist also Ralph Lamb (Dennis Quaid) ein einstiger Rodeo-Cowboy, der zum langjährigen Sheriff von Las Vegas wird. Sein großer Gegenspieler ist Vincent Savino (Michael Chiklis), ein Gangster aus Chicago, der gerade in Vegas angekommen ist, um seinen Claim abzustecken. 

Im Mittelpunkt steht auch die Familie von Lamb. Da gibt es Bruder Frank, der in der Großfamilie für den Ausgleich sorgt. Dixon Lamb ist hingegen Playboy und bereitet Ralph öfter mal Kopfschmerzen.

Außerdem wurde Carrie-Anne Moss, bekannt aus den Matrix-Filmen verpflichtet. Sie spielt die Assistentin des machthungrigen Bezirksstaatsanwalts Reynolds (Michael Reilly Burke), ist Tochter eines heimischen Ranchers und wuchs in Ralph Lambs unmittelbarer Nachbarschaft auf.

Zwischen all diesen Figuren entwickelt sich ein Panoptikum des Vegas der 60er und 70er Jahre. Ralph Lamb repräsentiert dabei so etwas, wie die „wahren Werte“ des Wilden Westens. Er ist mit Pferd und Gewehr in Las Vegas unterwegs und klärt Dinge auch schon mal auf eigene Faust.

Im Kampf gegen die Mafia beginnt er allerdings gleichzeitig auch die Polizei in Las Vegas zu reformieren. Gangster Savino hingegen zeigt den wachsenden Einfluss der großen „Familien“ aus Chicago, New York und Miami auf das Casino-Geschäft. Gerangelt wird natürlich auch auf politischer Ebene, wo Bürgermeister Bennett dem Staatsgouverneur Kontra gibt, der die Macht und das Geld von Las Vegas in Richtung Norden nach Reno verlegen möchte.

Das dies alles auch über mehrere Episoden funktioniert, dafür sorgt kein Geringerer als Nicholas Pileggi. Er schrieb die Buchvorlage zu Martin Scorceses „Good Fellas – drei Jahrzehnte in der Mafia“ und war danach für die Drehbücher von „City Hall“, „Casino“ und „American Gangster“ zuständig. Nun hat er sich dem Plot der Serie „Vegas“ angenommen. 

Serienstart in den USA ist übrigens der 25. September. Ob und wann es „Vegas“ über den großen Teich nach Deutschland schafft, ist dabei noch unklar.

Wir empfehlen, im Notfall dafür auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, denn wie cool das Ganze aussehen wird, sehen Sie in hier in diesem Trailer.


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