Ultimate Bet – Ein Skandal und seine Geschichte

Russ-Hamilton
Sündenbock oder Hauptschuldiger? Russ Hamilton.

Die Dokumentation zu dem berüchtigten Superuser-Skandal um den Pokeranbieter Absolute Poker/Ultimate Bet wird mit Spannung erwartet. Inzwischen ist eine Vorschau verfügbar, die erste Einblicke in den Film gibt.

Zahllose Spieler wurden um horrende Summen betrogen, weil einzelne Mitarbeiter des Pokerraums die Möglichkeit hatten, die Hole Cards aller Spieler zu sehen, sich damit einen unfairen Vorteil verschafften und die Gegner reihenweise um ihr Geld und teilweise auch um ihren Verstand brachten.

Der Betrug kam im Jahr 2009 ans Licht. Angeblich hatte UB seine Spieler zu diesem Zeitpunkt schon seit dreieinhalb Jahren ausgespäht.

Repräsentanten waren damals Annie Duke und Phil Hellmuth. Als Hauptschuldiger gilt bis heute Russ Hamilton – damals Mitglied des Affiliate-Programmteams -, der sich bis heute allerdings als Sündenbock bezeichnet.

Russ Hamilton hatte 1994 den WSOP Main Event gewonnen und gilt als unbeliebtester Weltmeister aller Zeiten.

Wer genau und wie viele frühere Mitarbeiter von UB.com in die verbrecherischen Aktivitäten involviert waren, wurde im Detail nie geklärt bzw. nicht öffentlich gemacht. Offiziellen Angaben zufolge wurden gut sechs Mio. Dollar an Entschädigungen ausgezahlt.

UB
Werbung, wie sie nicht sein sollte.

Wie viel Geld tatsächlich unterschlagen wurde, ist bis heute unbekannt. Die Summe dürfte ein Vielfaches betragen.

Die Dokumentation basiert auf den Aufzeichnungen des Pokerschriftstellers Scott Bell (alias GroverEleven), der auch für die Realisierung des Projekts verantwortlich zeichnet.

Schwerpunkte des Films werden die Methoden sein, mit denen die Gauner ihre Spuren verwischten, die Zahl der Spieler, die nie eine Entschädigung erhielten, sowie der Umstand, dass mehrere der Verantwortlichen heute noch frei herumlaufen.

Der Skandal war damals aufgedeckt worden, als Online-Profis begannen, die Hand Historys einzelner, extrem erfolgreicher Spieler im Detail zu analysieren. Berühmt wurde damals der Fall eines Spielers, der sein eigenes Ausscheiden aus einem Turnier analysieren wollte und dem dann von UB versehentlich die Hand History aller Spieler mit allen Hole Cards zugeschickt wurde.

Eine Zusammenfassung des Aufklärungsprozesses finden Sie hier.

Sieht spannend aus, obwohl, das denkt man bei der Vorschau im Kino ja auch immer. Warten wir es also ab. Der Film soll im Spätherbst des Jahres auf DVD erscheinen und bei Independent Filmfestivals aufgeführt werden.

Viel eindeutiger fällt dagegen die Beurteilung eines Artikels zu ebendiesem Dokumentarfilm aus, die auf der Webseite Aintluck.com erschienen ist (siehe Bild links).

Dazu ein kurzer Kommentar: „He Leute! Wenn man Artikel über die Skandale bei Absolute Poker, Full Tilt Poker und Ultimate Bet veröffentlicht, sollte man nicht direkt daneben eine Tabelle setzen, auf der Links zu ALLEN DREI Pokerräumen angeboten und diese als ‚Top Online Poker Sites‘ angepriesen werden. Wie soll Online-Poker da bloß seine Glaubwürdigkeit steigern?“

Vorschau: UB-Too much to lose


Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare