TV Total PokerNacht: Wer schnappt sich den Geldkoffer?

raab elton
Der da gewinnt nicht. Nein, der auch nicht.

Achtung SPOILER ALERT! Hier erfahren Sie nicht nur, wie der Abend verlaufen ist, sondern auch, wer gewonnen hat! Ein Panoramabericht von Goldfisch bis Ramstein.

Eigentlich hätte diese Ausgabe der Pokernacht auch in schwarz-weiß aufgezeichnet werden können. Farbe bringen nur die Chips ins Spiel, von denen jeder Spieler 10.000 vor sich gestapelt hat. Der Button liegt vor Marko, dem PokerStars - Qualifikanten. Wortkarg und tight beginnt er, wird ob seiner Schweigsamkeit mehrfach gefrotzelt. Cantz: „Marko, sei froh, dass Du hier nicht pro Wort bezahlt wirst!“

Sophia hatte zuvor behauptet, sehr gut Poker spielen zu können. Die Möchtegern-Pokerspezialistin wirft Ihre Chips lässig und gekonnt wie ein Profi in die Mitte, womit die Gemeinsamkeiten aber schon enden. Einmal zieht sie erfolgreich bis zum All-In einen Bluff durch. Als sie nicht gecallt wird, zeigt sie stolz ihre aufgedeckten Bluff-Karten.

Bei Blinds von 150/300 verliert sie gegen Eltons Asse und muss als Bubble den Tisch verlassen.

Thomalla Lindemann
Sophia und Till - kein Traumpaar für Feministinnen.

Zuvor hatte sich in den Pausen die einzige Maskenbildnerin (früher waren es mal deren drei – Personalabbau auch nachzulesen in meinem gestrigen Blog-Beitrag) fast ausschließlich um die blonde Haarpracht der Partnerin von Till („Ich heiße Erwin…“) Lindemann, Sänger der Band Ramstein, gekümmert.

Elton dominiert den Tisch pokermäßig, Cantz rhetorisch. Guido  erhält als einziger Akteur vom Publikum Szenen-Applaus für sein Feuerwerk treffender, witziger Sprüche. Dann prallen die Dominatoren aufeinander. Beide halten eine Straße, Elton die höhere. Seat open. Schade, wirklich schade! Jetzt muss man das Gähnen unterdrücken. Elton ist deutlicher Chipleader. Zwischen Platz 3 und 6 klafft eine große Lücke. Tribade Vera fragt die Dealerin Gaby, ob sich Marko näher zu den Anderen setzen dürfe, „Das wäre doch viel kuscheliger“. Harsch, fast feindselig, lehnt sie ab.

Mehr über die Kandidaten, seltsame Organisationsmängel und die – vorsichtig ausgedrückt – merkwürdige Atmosphäre lesen Sie jetzt in unserem Blog.

Als nächster ist jetzt der Goldfisch fällig, wie ich ihn nenne. Marko hatte nach tightem Beginn zwei Mal ohne Not (Average) mit grottenschlechten Starthänden einen Conti-Bluff bis zum blamablen Show-down durchgezogen.

Der Qualifikant ist stumm wie ein Fisch, spielt wie ein Fisch und ist mit Schmuck behängt. Ein Goldfisch eben.

Als Stefan in seinem einzigen lichten Moment die Damen hält und halbwegs richtig spielt, ist der Shortstack-Goldfisch draußen. Als Trostpflaster nimmt er €10.000 mit. Er scheint ein Online-Spezialist zu sein mit wenig bis keiner Livepoker - Erfahrung. Darauf deutet ständiges nervöses Herumzappeln mit Beinen und Füßen sowie die Tatsache hin, dass er seine Blinds mehrfach erst nach Aufforderung brachte.

Der Gastgeber hat einen „raab“enschwarzen Tag. Fahrig, unkonzentriert, beleidigend, sich ständig wiederholend, rumkaspernd, ausschweifend  falsche  Analysen verzapfend.

Das Publikum kann seinen Unmut kaum verbergen. Kein Applaus, vereinzelte Zwischenrufe in Richtung Raab. Sollte dieses Niveau kein einmaliger Ausrutscher gewesen sein, gibt es nur eine Option: Mach Deinen Platz frei!

Vera Hertha
Das freut Vera: €50.000 gewinnen - und die Hertha steigt auf!

Zwar trank der 44-Jährige in jeder Pause eine kleine Flasche Cola, während alle anderen nur Wasser aus der Flasche bekamen, aber auch der Koffein-Schub sollte ihm nicht helfen. Smallstacked attackiert er Eltons BB mit einem All-In. Elton schmunzelt, überlegt und - man kann es förmlich spüren - entscheidet sich, mit 8-3 offsuit seinen „Chef“ aufzudoppeln.

Zuvor hatte Elton die direkte Konfrontation mit Stefan vermieden. Alte Wunden sollten wohl nicht wieder aufbrechen, vermute ich. Die Community-Cards bescheren Elton Trips Dreien.

Stefan will schon wutentbrannt davon stürmen, besinnt sich aber im letzten Moment und verabschiedet sich Etikette-konform.

Heads-up Elton gegen Vera, die jetzt im Chipcount deutlich vorn liegt. Pause – einmal mehr, gähn! Einige Zuschauer hatten bereits lange zuvor das Studio verlassen, sie hatten wohl genug gesehen. Hastig wurden verbliebene Zuschauer umgesetzt, leere Stühle weggeräumt. In der Pause ruft Vera den Pokercoach zu sich, der ahnungslosen Promis die Poker-Basics lehrt, und holt sich Tipps für das Heads-Up. Raab stürmt während der Aufzeichnung in das Studio und schreit: „All-In, Vera. Jedes Mal. Mach’ ihn fertig!“

Blinds 800/1600. Lernfähig setzt Frau Int-Veen diese Tipps 1:1 um und setzt Elton All-In. Den ersten Matchball kann Elton noch abwehren, den Zweiten nicht mehr. Veras Pocket hält gegen nur eine Overcard des erfahrenen Haifischs. Spiel, Satz und Sieg!

Shake hands, alle Mitwirkenden betreten das Pokerstudio, und Vera, die bei den Zuschauern wegen ihres natürlichen und vermittelnden Wesens viele Sympathien gewinnen konnte, erhält den Koffer mit 50.000 Euro. Eine Menge Geld für eine Anfängerin.

Den Zusammenschnitt kann man sich wahrscheinlich schon angucken, aber meidet das Studio!

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare