TV Total Pokernacht - Fußball-Nationalspieler Max Kruse zeigt den Promis wie es geht

Fußballstar Max Kruse gewann die 42. TV Total Pokernacht in überzeugender Manier

Die 42. und erste TV Total Pokernacht im Jahr 2015 glänzte mit einer sehr interessanten Besetzung. Immer wenn Elton, der große Dominator der Runde, fehlt ist besondere Spannung geboten. Fußballstar Max Kruse durfte nach einigem Hin und Her dann doch teilnehmen und konnte bei seiner Premiere auf Anhieb gewinnen. Schon bei der WSOP hatte Max mit einem sensationellen 3. Platz beim $1.500 No-Limit 2-7 Draw Lowball für Furore gesorgt. Diese grandiose Leistung bestätigte er nun und bewies, dass er derzeit der wohl stärkste Pokerspieler unter den Stars ist.

Geschickt ausgewählte Gäste

Das Lineup war mit Moderator der sympathischen Sängerin Stefanie Heinzmann, Moderator Steven Gätjen, Schauspieler Ken Duken und Fußball-Nationalspieler Max Kruse sehr geschickt gewählt, denn mit diesen Teilnehmern konnten sich die Zuschauer gut identifinzieren.

Erst wurde Max Kruse von seinem Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach verboten teilzunehmen, letztendlich durfte Max dann aber doch pokern.

Dazu kamen der Gastgeber Stefan Raab und Online-Qualifikant Klaus. Somit konnte das Fehlen von Elton, der bei der letzten Ausgabe bereits zum 9. Mal gewann, gut kompensiert werden.

Lineup1
So sah die Besetzung der 42. TV Total Pokernacht aus.

Die Karten wurden von der bezaubernden Gaby Sanjestra gegeben, die das Spiel souverän leitete. Kommentiert wurde das Ganze vom mittlerweile eingespielten Duo Natalie Hof und Michael Körner.

Wie immer war der Preispool mit stolzen €100.000 Euro gefüllt und die Siegprämie von satten €50.000 wartete auf ihren neuen Besitzer.

Guter Start von Stefan Raab

Stefan Raab hatte nach seiner peinlichen Vorstellung vom letzten Mal, als er bereits in der dritten Hand (!) ausschied, einiges gut zu machen, und zunächst schien ihm dies auch zu gelingen.

Er gewann die beiden größten Pötte der ersten Stunde, und das gegen niemand geringeren als Max Kruse. Allerdings hätte er dabei deutlich mehr rausholen können...

Kruse erhöhte aus Early Position mit K J auf 900 und Raab min-raiste aus dem Small Blind mit Q Q. Der Flop von Q 4 T war sehr interessant, denn er brachte Stefan Top Set und Max einen Open Ended Straight Draw.

Stefan2
Zu Beginn hatte Stefan Raab gut lachen, verschenkte aber die Chance sich eine noch bessere Ausgangspoition zu sichern.

Eigentlich die perfekte Konstellation um einen großen Pot zu gewinnen, doch Stefan setzte bei Starting Stacks von 10.000 mit 3.600 in den bereits auf 4.000 angeschwollenen Pot viel zu viel.

Max erkannte schnell, dass der Preis zu hoch war und die richtigen Verhältnismäßigkeiten zu drawen nicht mehr gegeben waren.

Spätestens als Raab anfieg zu betteln: „Nicht wegschmeißen, nicht wegschmeißen bitte, bitte, bitte. Ich nehm auch wieder ein bißchen zurück“, hatte Kruse den Braten gerochen und foldete folgerichtig.

Stefanie Heinzelmann verteilt üblen Suckout an Online-Qualifier Klaus

Der Online-Qualifikant Klaus spielte unglaublich tight, was in der überaus loosen Runde am Anfang generell kein Fehler ist.

Wenn man aber eineinhalb Stunden lang keine einzige Hand spielt, dann kommt man bei diesem Format logischerweise schnell in Zugzwang. Bei Blinds von 200/400 fand er dann im Small Blind mit K K endlich die Hand, auf die er so lange gewartet hatte.

Stefanie raiste auf 1.200 und Klaus entschied sich nur zu callen und eine Falle aufzubauen. Der Flop war mit J 4 2 auch ganz nach seinem Geschmack, denn er brachte ihm ein Overpair plus Flushdraw.

Letzteren hielt auch Stefanie und sie entschied sich für eine Contibet in Höhe von 1.000, woraufhin sie von Klaus sofort auf 3.000 geraist wurde.

Bad Beat
Der Moment als Dealerin Gaby Sanjestra die Pik-Sieben zum Zweiouter und Aus des Online-Qualifikanten in die Mitte legt.

Warum die Sängerin das Raise gegen den Rock out of Poistion callte, weiß sie wohl nur selbst. Leider werden manchmal auch spieltheoretische Fehler beim Poker belohnt, denn der Turn brachte mit der 7 tatsächlich den Zweiouter.

„Oh nein“ schrie Kommentator Michael Körner als er die Karte sah, denn ihm war klar, dass dies das Ende von Klaus bedeuten könnte. Klaus spielte 2.000 von vorne an und Stefanie bezahlte.

Der River brachte nicht das erhoffte Herz und Klaus ging All-In. Instacall von Heinzmann und der Online-Qualifier schied sehr unglücklich als Erster mit leeren Taschen aus.

Max Kruse befördert Ken Duken an die Rails

Das Aufälligste am Auftritt von Schauspieler Ken Duken war seine lächerliche nicht gespiegelte Sonnenbrille, durch die man die Augen sehen konnte. Ansonsten glänzte er ebenfalls durch Zurückhaltung, und auch ihm sollte diese zum Verhängnis werden.

Ken
Ein nicht nachvollziehbares All-In wurde Schauspieler Ken Duken zum Verhängnis.

Zumal er sich dann im völlig falschen Moment dafür entschied etwas zu riskieren. Nach einem UTG-Raise von Stefan und einem Call von Max im Small Blind, entschied sich Ken aus nicht nachvollziehbaren Gründen mit Q T im Big Blind zu pushen.

Stefan foldete A T, aber Max musste mit A Q callen und tat das auch. Das Board änderte nichts und Ken ging auf Platz 5.

Steven Gätjen geht auf Platz 4

Moderator Steven Gätjen war die fehlende Pokererfahrung an seinem übervorsichtigen Spiel anzumerken. Dafür zog er sich aber recht beachtlich aus der Affäre.

Steven
Stefan Raab schickte Moderator Steven Gätjen an die Rails.

Als Shortstack musste er etwas tun und so gingen seine letzten Chips mit A Q auch korrekt in die Mitte. Weil es sich dabei jedoch nur noch um knapp 6.000 handelte rang sich Bigstack Stefan mit K 8 zum Call durch.

Gleich im Flop kam die Acht und nach einer Blank auf Turn und River schrie Stefan laut und äußerst unangebracht: „Yes“, nur um danach das Ganze mit einem „Es tut mir leid Steven“ kläglich zu relativieren.

Dadurch übernahm Raab bei noch drei verbliebenen Spielern die Führung.

Max schickt Stefan in einem Monsterpot nach Hause

Diese sollte er allerdings nicht lange behalten, denn Max konnte kurz darauf mit Pocket Tens gegen KQ von Stefan verdoppeln.

In der Folgezeit verbrüderten sich Max und Stefanie und gingen gemeinsam gegen Stefan vor. Das sollte letztendlich auch Früchte tragen.

Besonders Stefanie hatte die Zeichen der Zeit erkannt, wurde bei hohen Blinds deutlich aktiver und ihr gelang es mit einigen All-Ins kurzzeitig sogar die Führung zu übernehmen.

Die Vorentscheidung fiel dann in einem Riesenpot:

Max
Der Moment als Max Kruse den River sieht, und ihm klar wird dass er die 42. TV Total Pokernacht so gut wie gewonnen hat.

Preflop ging Heinzmann mit     All-In,

Max bezahlte mit    

Und auch Stefan callte All-In mit    

Mit 60.000 lagen praktisch alle sich im Spiel befindlichen Chips in der Mitte und es war klar, dass dieser Pot über den Ausgang entscheiden würde.

Max war vorne und das Board von 6 4 2 2 2 änderte daran nichts.

Max Kruse gewinnt die 42. TV Total Pokernacht

Die entscheidende Hand
Die entscheidende Hand.

Damit war Stefan ausgeschieden und Stefanie blieben nur noch 500 Chips, die in der nächsten Hand mit 7 7 in die Mitte gingen.

Kruse callte mit J T und die Doorcard brachte sofort die T.

Das restliche Board änderte nichts mehr und der Stürmer von Borussia Mönchengladbach und Fußball-Nationalspieler gewann die 42. TV Total Pokernacht verdient.


Fazit

Der mit Abstand beste Spieler am Tisch hat gewonnen. Max Kruse überzeugte nicht nur durch gute Entscheidungen, sondern war auch sehr unterhaltsam. Gekonnt bot er den verbalen Sticheleien von Stean Raab Paroli und gab schlussendlich die passende Antwort am Pokertisch.

Stefan zeigte sich nach der Schmach vom letzten Mal verbessert, wird Poker aber wohl nie wirklich verstehen. Dafür sorgte er, nachdem ihn Dealerin Gaby auch nach 42 Pokernächten mehrfach über die Regeln aufklären musste, mit „Poker ist schlimmer als Nordkorea“ wenigstens für einen der Lacher des Abends.

Die sympathische Stefanie Heinzmann gefiel mit ihrem losen Mundwerk und durch ihr aggressives Spiel bei steigenden Blinds.

Sowohl Ken Duken, als auch Steven Gätjen und leider auch Online-Qualifikant Klaus spielten zu tight und übervorsichtig, was ihnen schlussendlich zum Verhängnis wurde.

Max Kruse war den anderen vom Können her deutlich überlegen. Um einiges spannender wäre es gewesen, wenn er mit Elton, dem besten Spieler der Promirunde, einen echten Gegner gehabt hätte.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Max Kruse nochmal eingeladen würde und es in der Zukunft zu diesem spannenden Duell kommt!

Das Ergebnis der 42. TV Total Pokernacht:

1.

Max Kruse

€50.000

2.

Stefanie Heinzmann

€20.000

3.

Stefan Raab

€15.000

4.

Steven Gätjen

€10.000

5.

Ken Nuken

€5.000

6.

Online-Qualifikant Klaus

€0

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