TV Total Pokernacht: Unterhalb der Gürtellinie! Elton siegt.

raab
Stefan Raab - Pokerface mit Straight Flush Draw.

Wer mag es schmutzig? Offensichtlich einige C-Promis mit Profilneurose in der gestrigen Ausgabe der TV Total pokerstars.de Pokernacht.

Arsch, Scheiße und ficken waren die meist benutzten, wenngleich noch vergleichsweise harmlosen Ausdrücke. Besonders hervor hob sich dabei der Deutsch-Kanadier Luke Mockridge (24).

Der in Bonn gebürtige  Stand-Up-Comedian und wie die meisten Gäste dieser Show in Köln Wohnhafte ist Träger des „Pascha des Monats“, ein Negativpreis der Zeitschrift Emma, führte sich so ein:

"Dieses Chipklappern ist ein geiles Geräusch. Hört sich an wie ein masturbierender Pinoccio!" Ein wirrer Haarschnitt, eine geschmacklose rote Hose und zahlreiche

Bemerkungen "South under Gürtellinie" passten ins Bild.

Seine teilweise kanadische Herkunft kommentierte er so: "Eishockey, Poker und Robben erschießen - das ist Kanada!" Da fehlte eigentlich nur noch: "Wir vergewaltigen auch gerne mal einen Bären oder erschießen eine Indianerin."

Durch einen Flirt mit Dealerin Steffi, die so viel sprach wie in allen bisherigen Auftritten zusammen genommen und den Wirrkopf ermutigte, "Wollen wir mal ins Kino gehen? Und bist du eigentlich der Popcorn- oder Nacho-Typ" besserte er sein Image zwischenzeitlich wieder auf, bevor er jähzornig nach einer verlorenen Hand einen der Stühle umtrat.

jeannine
Arschgeweih am Rücken - Jeannine.

Dicht gefolgt in der Ekel-Rangliste wurde er von Schauspieler und Komiker Axel Stein (Hausmeister Krause, Knallharte Jungs).

Er rieb seine Nase an der von Raab, lieferte sich mit diesem auch einen Wettstreit im Trashtalk und machte plump und unentwegt Werbung für seinen ach so tollen Kinofilm.

Nervig seine wiederholte Imitation eines Handy-Klingeltons. Mit 31 Jahren sollte der gebürtige Wuppertaler Albernheit von Komik unterscheiden können, möchte man meinen. Konnte er aber nicht, er setzte pietätlos noch einen drauf.

Mit Chips in der Hand beugte er sich über den Tisch und imitierte zitternd einen Parkinson-Kranken. Das geht ja gar nicht!

Raab maßregelte den "Komiker" mit den Worten "Noch keine Hand gespielt, aber schon für zehntausend Euro gelabert."

Auf Platz 3 meiner persönlichen "Shitliste" landete die Schauspielerin und Moderatorin Jeannine Michaelsen aus -welche Überraschung- Köln (Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt, Radiosender 1 Live, ARTE und zusammen mit Elton ab 2014 "Millionärswahl" auf Pro 7).

Die Diplom-Bühnendarstellerin (31) glänzte durch ihre Strategie ("Ich werde die Männer anblinzeln und becircen"), einen offensichtlich hochwertigen Lockenstab, einem Riesen-Tattoo zwischen den Schulterblättern (wie die Mitspieler anmerkten "einem Arschgeweih für den Rücken"), für dessen Zurschaustellung die Mutter einer vierjährigen Tochter ein langes, rückenfreies Kleid gewählt hatte sowie gekonnte Spielchen mit ihrer Zunge.

elton luke
Elton und Luke im Heads-up.

Ob sie das auf der Bühnenfachschule in Hamburg gelernt hat? Als Zuschauer war man schon verblüfft, welche Stellen Ihres Mundes und ihrer Wangen sie unablässig mit der Zunge nach außen drücken konnte. Zungenakrobatik. Ein Fall für den Psychiater.

Raab war wie immer, Elton schweigsam, irgendwie eingeschüchtert und weit von seiner Bestform entfernt. Der Qualifikant Alexander (37), ein Schwabe wohnhaft in Bad Honnef bei Bonn traute sich was.

Er spielt seit 5 Jahren auch Live-Poker, war locker drauf, freut sich auf die Geburt seiner ersten Tochter in wenigen Tagen. Wenn Alexander nur wüsste, auf wie viel amtlichen Formularen er den vollen Namen seiner Tochter Myra Paradise Jessica wird eintragen müssen...

Dann gab's da noch eine neue Moderatorin. Anstelle von Jessica Kastrop war dieses Mal "Friend of PokerStars" Natalie Hof Co-Kommentatorin. Michael Körner stellte sie als Highrollerin vor. Vielleicht etwas übertrieben.

Irgendwie fehlte mir "meine" Jessica, insbesondere ihre oft ganz spezielle weibliche Sichtweise profaner Pokeraspekte. Ein Werbe-Novum gab's erstmalig im Heads-Up, als eine Werbepause zwischen Flop und Turn erfolgte.

Vielleicht hört der Sender ja lieber "Gewinnspiel". Aber wer kann solche Rätsel schon lösen:

"Wie heißt eine Farbe im Pokerdeck - Herz oder Leber?"

Wie üblich wurde nebenbei auch gepokert. Mit überdurchschnittlich vielen guten Starthänden bereits in der Anfangsphase.

Im ersten Level zog Elton mit K/4s einen

Pot von 9.050 gegen Jeannine K/Q. Der Flop bringt eine Queen, der River den Flush. Dann gewinnt Stefan mit A/K und Treffer King gegen die Queens der Dame mit der kunstfertigen Zunge 6.600, mutiert zum Chipleader.

Wenig später verliert Raab mit 9/9 gegen ein FH von Luke. Mit einladender Ansage nach dem River: "Ich setze alles, was du setzt. Ich schwör' es dir".

Raab schafft es dann auch binnen zehn Minuten vom Chipleader zum First Seat Open. Mit A/6s gegen die Könige seines Erzrivalen Elton. Treffer 6 reicht nicht, aus die Maus. Wie immer, war es natürlich nicht die Schuld des Gastgebers, wie er in der Loosers Lounge gebetsmühlenartig zu Protokoll gibt.

finale
Niht alle machten eine gute Figur in dieser Folge der TV Total Pokenacht.

Als Zweite erwischt es Frau Michaelsen. Mit 7/7 gegen Lukes A/9. Schon im Flop fällt das Ass. Ein letztes Mal zeigt sie ihr Schultergeweih, als sie aus dem Studio schwebt. Kurz darauf erwischt es den sympathischen, selbstbewussten Alexander.

Seine Pocket-Fives halten nicht gegen A/Q von Elton. 9-K-A - T - J. Aus und vorbei. Immerhin kann er zehn Riesen für die Babyausstattung mit nach Hause nehmen. Dann prallen bei Blinds von 400/800 drei Pockets aufeinander.

Luke hält Jacks, Axel Fours und Elton Sevens. Luke und Axel gehen All-In, Elton foldet die Gewinnerhand. Das Board hätte nur er getroffen. 6-K-8 - 8 - 7.

So aber muss Axel gehen, im Heads-Up befinden sich Luke, mit dem in den letzten Showdowns die Macht war, sowie Elton. Luke ist mit gut 43.000 Chipleader gegen Elton mit knapp 17.000. Aber der Wirrkopf verliert den Faden, hat keinen Plan und nie Heads-Up geübt.

Elton spielt auch nicht überzeugend, aber deutlich aggressiver. Nach und nach übernimmt Elton ohne spektakuläre Show-downs den Chiplead. Die Level 500/1000 bis 1000/2000 plätschern so dahin, bevor es bei 1500/3000 zur Entscheidung kommt.

Der Zauberlehrling Raabs findet J/T, Luke, den die Macht verlassen hat, Q/5. Der Wirrkopf hat es satt, sich von Elton rumschubsen zu lassen und callt das All-In.

9-7-9 - A - 8 bescheren dem Pinneberger einen Straight und den Sieg.

Eine Pokernacht, die mir als Nacht der "Fäkalsprache" in Erinnerung bleiben wird.

The Brain
The Brain.

Preisgelder:

€ 50.000 Elton

€ 20.000 Luke Mockridge

€ 15.000 Axel Stein

€ 10.000 Qualifikant Alexander

€  5.000 Jeannine Michaelsen

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