Triple Barrel – Sam Trickett in Old Trafford, Deutsche mäßig, groteske Wetten

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In unserer Triple Barrel von heute geht es um Sam Tricketts Auftritt in Old Trafford, um das eher mäßige Abschneiden der deutschen Spieler bei den Sunday Majors und zwei groteske Wetten, an denen Pokerspieler beteiligt sind.

1. Sam Trickett triumphiert in Old Trafford

Mit Pokerturnieren in Fußballstadien ist es ja so eine Sache. Die hochtrabenden Pläne der ISPT jedenfalls, im Londoner Wembley-Stadion ein Massenturnier zu veranstalten, gingen Anfang Juni ziemlich in die Hose, doch mit dem richtigen Konzept und dem richtigen Anspruch geht es auch anders.

Trickett Old Trafford

Mit der Aktion Road to Old Trafford lockte PartyPoker am vergangenen Wochenende immerhin 169 Spieler ins Stadion von Manchester United.

Zuvor hatte man sich auf PartyPoker für das Turnier mit einem Startgeld von £250 samt Unterbringung und Reisespesen qualifizieren können, aber natürlich konnte man sich auch vor Ort direkt einkaufen.

An einem solchen Ort geht es nie nur um Poker, sondern auch um Fußball. Mit Bryan Robson, Dwight Yorke und Norman Whiteside nahmen am Turnier drei ehemalige ManU-Profis teil, doch der wirkliche Star war Sam Trickett, der sich als echter ManU-Fan die Teilnahme ebenfalls nicht nehmen ließ. 

Noch am Tag zuvor hatte Trickett sich das Abschiedsspiel von Rio Ferdinand angesehen und sich ein eigenes Trikot überreichen und signieren lassen, doch als der Spaß vorbei war, zeigte der englische Spitzenspieler seine Qualitäten am Pokertisch.

Er setzte sich beim Turnier durch und holte sich die Siegerprämie von £10.000, spendete diese aber sofort an „Live the Dream“, die gemeinnützige Organisation, die Rio Ferdinand ins Leben gerufen hat.

2. Mäßiger Sonntag für deutsche Pokerspieler

Sehr oft spielen die deutschen Pokerspieler bei den großen Sonntagsturnieren eine wichtige Rolle, doch natürlich kann nicht immer die Sonne scheinen.

Bei der Sunday Million gingen die Spieler aus Deutschland komplett leer aus, während der Schweizer simu241284 als 28. immerhin noch 3.000 Dollar abstauben konnte.

german fans

Etwas besser lief es beim Warm-Up, wo EMPTY1SEAT mit Platz 5 und 27.800 Dollar Preisgeld für die beste deutsche Platzierung bei den Majors auf PokerStars sorgte.

Die Siege gingen über den großen Teich an den Mexikaner PokerSavage1 und den Kanadier snake8484, die sich über sechsstellige Gewinnsummen freuen durften.

Schadlos hielten sich die deutschsprachigen Spieler bei Event #20 der FTOPS, die momentan auf Full Tilt stattfinden.

Mit BrickAndCRAI (D), OMGELBARTU (CH) und bexundso1 (D) gelang sogar ein Dreifachsieg in diesem Turnier, an dem über 2.400 Spieler teilgenommen und 320 Dollar Startgeld entrichtet hatten.

Ergebnis der Sunday Million vom 11. August:


1.

snake8484

Kanada

$175.800 (Deal)

2.

[email protected]

Lettland

$155.800 (Deal)

3.

Pkaiser

Chile

$155.800 (Deal)

4.

ENIGMA4U4ME

Großbritannien

$75.900

5.

iChipd

Australien

$58.700

6.

sh4wshank

Großbritannien

$44.400

7.

sergito80

Portugal

$30.800

8.

UlDuffer

Irland

$17.200

9.

anculinka

Tschechien

$11.100

 

3. Wetten, die die Welt nicht braucht

Natürlich ist es längst Tradition, dass Pokerspieler gelegentlich eigentümliche Wetten abschließen. Dabei geht es offenbar längst vor allem darum, sich etwas möglichst Ausgefallenes auszudenken.

Wie anders ist es zu erklären, dass der eher unbekannte amerikanische Pokerprofi Nick DiVella (immerhin 72. des letztjährigen Main Event der WSOP) nun meint, für 22.500 Dollar sechs Tage in der Badewanne verbringen zu müssen?

Loriot badewanne

Elektronische Unterhaltungsgeräte wie ein Laptop sind dabei strikt untersagt, das überwacht eine Kamera.

Während man bei DiVella noch vermuten könnte, dass er Geld braucht, ist dies bei Big One-Gewinner Antonio Esfandiari ganz bestimmt nicht der Fall.

Der Führende der All-Time-Money-List muss also aus anderen Gründen in eine Wette mit Bill Perkins und Jeff Gross geraten sein, bei der es immerhin um 500.000 Dollar ging.

Gegenstand der Wette war, dass der „Magician“ ein Jahr lang keinen Sex haben sollte. Besonders lang hielt es Esfandiari aber nicht aus. Schon nach 90 Minuten und jämmerlichem Flehen kaufte er sich frei.

Gut so, denn andernfalls wäre es für Perkins und Gross ganz schön schwierig geworden, die temporäre Keuschheit ihres Wettpartners zu überprüfen.

 

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