Triple Barrel – SCOOP mit Rekord, Hansen gewinnt, Mizzi schwimmt

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Die SCOOP endet mit einem beeindruckenden Rekord, der dänische Highroller Gus Hansen kann doch noch gewinnen und Sorel Mizzi wagt sich mit einer Schwimmwette in den Ozean – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) SCOOP mit neuem Rekordpreisgeld

Nach zwei Wochen mit insgesamt 135 Turnieren endete in der vergangenen Nacht die Spring Championship of Online Poker (SCOOP) auf PokerStars. Am Ende durfte sich der Veranstalter über ein neues Rekordpreisgeld von über 81 Millionen Dollar und teilweise brechend volle Teilnehmerfelder freuen.

Das abschließende Wochenende hatte es noch einmal in sich, standen doch mit Highroller-Heads-Up und dem Main Event zwei der wichtigsten Events überhaupt auf dem Programm. Die Events 43 und 44 konnten aufgrund der enormen Beteiligung erst in der vergangenen Nacht entschieden werden.

Bereits am Wochenende wurde der König der Heads-Up-Spieler gekürt. $21.000 Startgeld waren in der höchsten Kategorie fällig, um sich ins Getümmel zu stürzen. Die drei Deutschen Ole Schemion, Christoph Vogelsang und Tobias Kuder erreichten das Preisgeld, den Sieg und knapp $300.000 Preisgeld aber holte sich der Schwede Alexander Roumeliotis.

Vergangene Nacht regnete es dann Millionen. Zunächst wurden die drei Kategorien von Event #43 entschieden. Hier gab es in der mittleren Kategorie den einzigen deutschen Sieger des Tages.

Unter 5.859 Kontrahenten sicherte sich youngblood51 den Sieg und brachte damit das Kunststück fertig, nach dem Gewinn von Event #9 einen Doppelsieg zu landen. Er kassierte fast $164.000 und verwies unter anderem den starken Japaner Naoya Kihara (Rang 3) auf die Plätze.

Ivan Soshnikov
Ivan Soshnikov shippte das Main Event der SCOOP für $1.048.000.

Über 12,7 Millionen Dollar wurden in den drei Kategorien des Main Event ausgespielt. Unter den 21.545 Spielern der niedrigen Kategorie (Buy-In $109) setzte sich der Kanadier Ari BodogAri Engel durch und fuhr damit 187.669 Dollar Preisgeld ein.

Nicht ganz zum Sieg reichte es dagegen für EPT-Sieger Zimnan Ziyard, der sich in der mittleren Kategorie nur dem Weißrussen LexaLucky666 (Preisgeld: $635.379) geschlagen musste. Für Rang 2 erhielt der Brite aber mit $473.499 weit mehr als ein Trostpflaster.

Absolutes Highlight war aber natürlich die höchste Kategorie, wo sich 657 Spieler mit jeweils $10.300 eingekauft hatten. Mit Ben Akery, Ivan Soshnikov, Phil McAllister und Martin Jacobson erreichten mehrere bekannte Spieler das Finale, ein Deal scheiterte aber zunächst am kanadischen EPT-Sieger Ben Wilinofsky, der angab, dafür zu große Eier zu haben.

Nachdem er, McAllister und Jacobson ausgeschieden waren, kam es aber doch noch zu einem Deal. Die drei letzten Spieler konnten sich einigen und spielten anschließend noch um den Sieg und weitere $60.000.

Titel und über 1 Million Dollar gingen an den Russen Ivan vandir4rek Soshnikov, der ja bereits das 10k High Roller bei der EPT Prag 2013 für €382.050 gewinnen konnte.

Hier der Endstand des Main Event der SCOOP 2014:

1. Ivan vandir4rek Soshnikov

Russland

$1.048.000* 

2. Peter Se7enTr3y Akery

Großbritannien

$860.000* 

3. Better C4ll

Großbritannien

$890.820* 

4. Martin M.nosbocaJ Jacobson

Großbritannien

$499.320

5. Phil Grindation McAllister

Großbritannien

$350.838

6. Ben NeverScaredB Wilinofsky

Kanada

$279.225

7. VVVILELAAA

Brasilien

$213.525

8. Santiago sanpri Nadal

Mexiko

$147.825

9. sat1337en

Schweden

$98.555

2) Gus Hansen schnappt über eine Million

Er ist der größte Verlierer in der Geschichte des Onlinepoker, aber einfach nicht totzukriegen. In den vergangenen 48 Stunden jedenfalls legte Gus Hansen ein sensationelles Comeback an den Highstakes-Tischen von Full Tilt Poker hin.

iveyhansen
Gus Hansen und Phil Ivey erleben derzeit auf den High Stakes ihren zweiten Frühling.

In 3.364 Händen gewann der Däne über 1,1 Millionen Dollar und zeigte wieder einmal, dass Totgesagte länger leben. Von PLO $200/$400 über Mixed Game bis zu Lowball $2.000/$4.000 stand das gesamte Pokerspektrum auf dem Programm und im Endeffekt hatte Hansen fast überall die Nase vorn.

Größte Verlierer waren mit Sebastian taktloss47 Ruthenberg, Phil Polarizing Ivey und Patrik Finddagrind Antonius ebenfalls alte Bekannte. Sie kamen aber mit Verlusten zwischen 250.000 und 350.000 Dollar relativ glimpflich davon.

Trotz dieser schlechten gestrigen Session hat auch Phil Ivey innerhalb der letzten Woche über eine Million Dollar gewonnen.

So wie es aussieht bringt der Mai ein Revival der großen Namen und die beiden ehemals als zwei der besten Allroundspieler der Welt geltenden Pros zeigen, dass sie es immer noch können.

3) Sorel Mizzi mit abenteuerlicher Schwimmwette

Stets beliebt unter Pokerspielern sind die sogenannten Prop-Bets. Was läge da angesichts des anstehenden Sommers näher, als auf eine 5 Kilometer entfernte Insel zu schwimmen und darauf 10.000 Dollar zu wetten.

Das jedenfalls meint der kanadische Poker-Profi Sorel Mizzi, dem es am berühmten Strand von Ipanema in Brasilien anscheinend zu langweilig ist. 3 zu 1 bietet er als Quote an, dabei weiß er offenbar überhaupt nicht, wie man eine solch lange Strecke im freien Meer absolviert.

Als Kind sei er zum letzten Mal längere Strecken geschwommen, meint Mizzi. Wie gut, dass es Liv Boeree gibt, die via Twitter vermeldete, er solle den Trip auf keinen Fall ohne Beiboot in Angriff nehmen.

Mal sehen, ob Mizzi an der kommenden WSOP teilnimmt… 

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