Triple Barrel – Trickett ISPT, iPoker Umbau, Scharf im ZDF

Sam-Trickett
Sam Trickett - neuer ISPT-Botschafter.

Sam Trickett soll die ISPT repräsentieren, iPoker belohnt gute Skins, und das ZDF hat den Fall Eddy Scharf entdeckt.

Poker online, Poker im Stadion und Poker in Deutschland sind die Themen der heutigen Triple Barrel.

1) iPokers mutiger Schritt zur Zwei-Klassengesellschaft

Ab dem 1. September findet im iPoker-Netzwerk eine deutliche Umstrukturierung statt. Die Skins des Netzwerks werden in zwei Gruppen eingeteilt.

Die obere Gruppe wird Zugang zu allen Tischen des Netzwerks haben, während die untere Gruppe von einer Reihe von Middle und Low Stakes Tischen (mit Blinds $2/$4 und niedriger) ausgeschlossen ist.

Grund für diese Kategorisierung ist der Versuch von iPoker, die profitableren Skins zu belohnen, die ständig für neuen Traffic sorgen und viel Profit machen.

iPoker Logo

Lange Zeit haben sich Online-Pokerräume vor allem um die Dauerspieler gekümmert und die „normalen“ Hobbyspieler vergessen. Promotionen und Sonderaktionen wurden gestartet, die auf Vielspieler zugeschnitten waren und schließlich dazu führten, dass zu viele Rakeback-Profis die Tische verstopften.

Mit der neuen Regelung werden die Low Stakes Tische für Hobbyspieler wieder attraktiver, weil die Grinder von den kleineren Skins keine n Zugriff mehr haben, während die hohen Limits praktisch unverändert bestehen bleiben.

Eine der Konsequenzen aus dieser Entscheidung hat sich bereits gezeigt: Zwei kleinere Skins sind in Titan Poker, dem Flaggschiff von iPoker, aufgegangen.

Dracula Poker und Celeb Poker haben ihre Türen geschlossen, und es sieht so aus, als ob weitere schwache Skins bald verschwinden werden, da sie nun einige der beliebtesten Partien nicht mehr anbieten können.

Titan Poker wird dagegen zweifellos zur oberen Kategorie der neuen Struktur gehören. Aussichtsreiche Kandidaten sind Willam Hill und Winner.com.

2) ISPT auf der Suche nach Seriosität

Die International Stadium Poker Tour hat sich mit ihrem Projekt „30.000 Spieler im Stadion und 30% Turniergebühren“ bisher wenig Freunde gemacht.

ispt20mio
ISPT - 20 Mio. garantiert erhoffter Preispool.

Es mangelt an Glaubwürdigkeit: die Bernard Tapie Group als Finanzier, die technischen Probleme durch die hohe Spielerzahl, die abstrus hohe Turniergebühr, der 20 Millionen Preispool, der plötzlich nicht mehr garantiert war, der mehrfach vor Gericht vorgeladene Michael Mizrachi als Werbefigur, all das sind nicht gerade Bestandteile einer Erfolgsgeschichte.

Jetzt versucht man offenbar, sich ein wenig mehr Seriosität zuzulegen. Mit Sam Trickett wurde ein Spieler ins Boot geholt, der in den letzten zwei Jahren der erfolgreichste der Britischen Inseln war und u. A. 2011 zum besten Cash Player gewählt wurde und beim BIG ONE in Las Vegas den zweiten Platz hinter Antonio Esfandiari belegt hat.

Der 26-Jährige äußerte sich erwartet positiv über die ISPT: „Teil dieses Events zu sein bedeutet Teil der Pokergeschichte zu sein.“ Immerhin ein kluger Schachzug der ISPT, denn Trickett genießt einen guten Ruf und ist dank seiner regelmäßigen Auftritte bei den High Stakes Games in Macau häufig in den Medien präsent.

Die ISPT ist auf den 31. Mai bis 6. Juni 2013 angesetzt. Der Sieger soll einen Scheck über zehn Millionen Euro erhalten.

3) Eddy Scharf im Öffentlich-Rechtlichen

Der Prozess um Eddy Scharf hat inzwischen die öffentlich-rechtlichen Fernsehkanäle erreicht.

Im ZDF widmete man einen kurzen Clip in den „heute“-Nachrichten der Frage, ob Pokerspieler zu besteuern sind oder nicht. Sowohl Eddy Scharf als auch sein Anwalt kamen zu Wort.

Hintergrund: Das Finanzamt fordert eine Steuernachzahlung von Eddy Scharf. Obwohl Poker nicht als Geschicklichkeitsspiel anerkannt ist, möchte der Staat nun Steuern auf die Gewinne kassieren. Warum das nicht funktionieren wird, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Bisher beschränkte sich das Poker-Interesse von ARD und ZDF übrigens auf die Bekanntgabe von Pius Heinz als Weltmeister.

Unten sehen Sie den Ausschnitt aus der Nachrichtensendung.


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