Triple Barrel – WSOP Player of the Year gesucht, PCA terminiert, Deutschland kritisiert

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Auf der Jagd nach Bracelet Nr. 13 - Phil Hellmuth.

Wer wird Player of the Year bei der WSOP, wann finden die wichtigsten Turniere bei der PCA statt und bricht Deutschland mit seiner Glücksspielregelung das EU-Recht? Das sind die Fragen, um die es heute in unserer Triple Barrel geht.

1) Vier Kandidaten für den Player of the Year der WSOP

Für den prestigeträchtigen Titel des Player of the Year der WSOP gibt es kurz vor Ende der WSOP Europe noch vier Kandidaten. Unabhängig vom Ausgang des Main Event in Cannes, das heute zu Ende gespielt wird, fällt die Entscheidung aber erst bei den October Nine in Las Vegas.

Am schwierigsten ist die Ausgangslage für Joseph Cheong. Der Drittplatzierte der November Nine 2010 muss in Cannes gewinnen, und gleichzeitig dürfen Phil Hellmuth in Cannes sowie Greg Merson in Las Vegas nicht unter die ersten Drei kommen. Das wird schwer.

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Auch Joseph Cheong könnte noch POY werden.

Einfacher hat es da Antonio Esfandiari, der zwar selbst nicht mehr ins Geschehen eingreifen kann, mit seinen Siegen beim Big One for One Drop und bei Event 2 in Cannes aber schon kräftig vorgelegt hat.

Esfandiari bleibt vorn, wenn Merson und Hellmuth nicht unter die ersten Vier kommen und wenn Cheong nicht gewinnt. Das ist nicht unwahrscheinlich.

Wie Cheong steht auch Phil Hellmuth im Finale von Cannes und muss dort die entscheidenden Punkte sammeln. Er wird auf jeden Fall Player of the Year, wenn er in Frankreich gewinnt und Greg Merson bei den October Nine nicht ebenfalls den Sieg holt. Auch sonst gibt es noch einige Möglichkeiten für den Poker Brat, die aber alle von der Platzierung Mersons abhängen. Das kann durchaus passieren.

Die bequemste Ausgangslage hat Greg Merson. Er kann in Ruhe das Geschehen in Cannes abwarten und weiß dann ganz genau, wie er abschneiden muss. Ihm kann bei einem entsprechenden Abschneiden von Hellmuth und Cheong schon ein vierter Platz reichen, den Titel Player of the Year kann ihm bei einem Sieg in Las Vegas aber keiner nehmen. Das ist die vermutlich wahrscheinlichste Variante.

Die Wahrheit aber liegt wie immer auf dem Filz.

2) PCA feiert zehnjähriges Jubiläum

Atlantis Bahamas
The Atlantis Resort.

Bereits zum zehnten Mal geht im Januar die Poker Caribbean Adventure über die Bühne, und wieder läutet sie ein hoffentlich spannendes Pokerjahr ein. Diese Woche gab PokerStars den Terminplan für die Jubiläumsaustragung bekannt und verzichtete dabei auf jegliche Überraschung.

Ausgetragen wird das Pokerfestival vom 5. bis 14. Januar, Veranstaltungsort ist einmal das Atlantis Resort auf den Bahamas. Insgesamt 40 Turniere stehen auf dem Programm, wie immer bildet das siebentägige Main Event den absoluten Höhepunkt. „Nebenbei“ werden aber auch zwei Highroller-Turniere absolviert und gleich zum Auftakt geht es beim Super-Highroller-Event mit einem Startgeld von 100.000 Dollar richtig rund.

Titelverteidiger ist Viktor Blom, der dafür über 1,25 Millionen Dollar kassierte. Außerdem steht im Turnierkalender das Highroller-Turnier, für das allerdings „nur“ 25.500 Dollar fällig werden.

Wem dies noch nicht reicht, der hat noch 37 weitere Angebote zur Verfügung.

3) EGBA bezeichnet deutsche Glücksspielregulierung als illegal

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Gar nicht nach dem Geschmack der EGBA (European Gaming & Betting Association) ist die derzeitige Glücksspielregulierung in Deutschland. In einer Beschwerde bei der EU fuhr die Vereinigung, zu der unter anderem bwin.party und Unibet gehören, schwere Geschütze auf.

Darin heißt es, dass Deutschland Glücksspiellizenzen in einem äußerst umstrittenen Verfahren vergebe, das nach der vorhandenen Beweislage nicht dem erklärten Ziel eines offenen und freien europaweiten Markts entspreche.

Gelinde gesagt ist die deutsche Gesetzeslage unübersichtlich. Während sich 15 der 16 Bundesländer auf einen gemeinsamen Weg einigen konnten, scherte Schleswig-Holstein aus. Dort werden regionale Lizenzen für nicht-staatliche Anbieter vergeben, doch betraf dies bislang nur Anbieter von Sportwetten. Alle Pokeranbieter im Internet wurden dagegen abschlägig behandelt.

Gerade in einer Regulierung des Internet-Poker sieht die EGBA aber den richtigen Weg, da dies die vermutlich einzige Methode sei, die Konsumenten vom Spielen auf illegalen Seiten abzuhalten. Andernfalls steige sogar die Gefahr, dass Konsumenten unlauteren Anbietern in die Arme liefen.

- Rainer Vollmar

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