Triple Barrel – PCA High Roller Drama, Negreanu geehrt, Gruissem spendet

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Das neue Jahr beginnt gleich mit mehreren Paukenschlägen. Die PCA auf den Bahamas wird mit dem Turnier der Super High Roller eröffnet, der Global Poker Index ehrt Daniel Negreanu als besten Spieler des letzten Jahrzehnts und der deutsche Top-Spieler Philipp Gruissem zeigt sich spendabel.

1) Dramatik pur auf der Bubble der PCA Super High Roller

Traditionell am Anfang des Pokerjahrs steht die Poker Caribbean Adventure, kurz PCA, auf den Bahamas. Mit dem Turnier der Super-Highroller und einem Buy-In von $100.000 geht es im beliebten Atlantis Resort gleich richtig zur Sache, und natürlich ließ sich bei diesem Anlass reichlich Weltklasse blicken.

46 Spieler plus 10 Re-Entries ergaben ein Preisgeld von fast 5,4 Millionen Dollar mit einer Siegprämie von über 1,6 Millionen Dollar, um das neben vielen internationalen Weltklassespielern auch die Deutschen Martin Finger, Philipp Gruissem, Tobias Reinkemeier, Ole Schemion, Igor Kurganov, Fabian Quoss und Max Altergott kämpften.

Nach einem eher beschaulichen Starttag flogen in der vergangenen Nacht die Fetzen, denn es wurde bis zum Erreichen des Preisgeldes gespielt. Die Bubble-Phase war dabei an Dramatik kaum zu überbieten, schließlich ging es um den Preisgeldunterschied von 217.320 Dollar zu 0 Dollar.

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Dan Shak in typisch unauffälliger Pose.

Gleich vier der letzten neun Spieler agierten dabei am Existenzminimum und versuchten mit unter 10 BBs irgendwie ins Preisgeld zu gelangen. Unter ihnen war auch Ole Schemion, der Deutsche brauchte gegen Matt Glantz einiges Glück, um dem Turniertod als Bubble Boy zu entgehen. Mit Q 5 war der GPI-Spieler des Jahres gegen Glantz‘ K Q dominiert, doch bastelte er sich bis zum River einen Flush und konnte durchatmen.

Als Bubble Boy erwischte es letztlich Paul Newey, der gemeinsam mit Mike McDonald gegen Fabian Quoss‘ A Q All-In war und von einem Ass auf dem Flop ausgeknockt wurde. Auch Timex McDonald schied aus, doch da er vor der Hand mehr Chips gehabt hatte, konnte er sich über den „Min-Cash“ von gut 217.000 Dollar freuen.

Chipleader ist vor dem entscheidenden dritten Turniertag Dan Shak, mit Quoss und Schemion sind noch zwei Deutsche im Rennen.

Hier der Stand vor dem Finale des PCA Super High Roller Events:


 Dan Shak

 USA

 3.700.000

 Vanessa Selbst

 USA

 3.645.000

 Antonio Esfandiari

 USA

 2.830.000

 Fabian Quoss

 Deutschland

 2.650.000

 Matt Glantz

 USA

 480.000

 Tony Gregg

 USA

 410.000

 Ole Schemion

 Deutschland

 280.000


2) Negreanu Spieler des Jahrzehnts

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Daniel Negreanu bei seinem letzten Turniersieg in Paris.

Warum der Global Poker Index ausgerechnet zu Beginn des Jahres 2014 den besten Spieler des letzten Jahrzehnts ausruft, hinterlässt zweifellos einen etwas merkwürdigen Eindruck, doch hat er dabei zumindest keine schlechte Wahl getroffen.

Tatsächlich ist Daniel Negreanu mit Turniergewinnen von fast 20 Millionen Dollar eine der dominierenden Figuren der Szene und vor allem im Vorjahr bewies er, dass er noch längst nicht zum alten Eisen zählt.

15 Jahre nach seinem ersten WSOP-Bracelet schlug Kid Poker gleich zweimal bei den World Series of Poker zu. Im Frühjahr sicherte er sich den Sieg beim Main Event der neu gegründeten WSOP Asia Pacific und im Herbst setzte er mit dem Triumph beim Highroller-Event der WSOP Europe noch einen drauf.

Lohn dafür neben einer Menge Preisgeld – Spieler des Jahres der WSOP und mehrerer Pokermagazine und nun auch noch Spieler des Jahrzehnts des GPI.

3) Philipp Gruissem spendabel

Bei den Super-Highrollern auf den Bahamas war natürlich auch Philipp Gruissem dabei, der im Vorjahr gleich zwei Siege bei den drei Alpha8-Turnieren abstaubte und sich auf Platz 2 der deutschen Geldrangliste setzte.

Philipp Gruissem

Gewinnen kann offenbar müde machen. Gruissem jedenfalls gab nun via Facebook bekannt, dass er seit einigen Monaten 10 Prozent seines jährlichen Einkommens für wohltätige Zwecke spende und ihm dies die notwendige Motivation zurückgebracht habe, die ihm davor etwas abhanden gekommen wäre.

Nachdem philbort festgestellt habe, dass sein optimaler Einfluss auf das Weltgeschehen darin bestehe, Poker zu spielen und Teile der Gewinn wohltätigen Zwecken zuzuführen, habe er hart an seinem Spiel gearbeitet, sich besser konzentriert und auf einmal fast jede Hand getroffen…

Poker kann also doch einfach sein … aber Spaß beiseite: An Gruissems Spendenaktion kann sich jeder Pokerspieler beteiligen. Wer bis zum 18. Januar Geld spenden will, kann dies mit doppeltem Nutzen tun. Gruissem und sein Freund Igor Kurganov verdoppeln jeden Betrag bis zu 25.000 Dollar.

 

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