Triple Barrel – Negreanu wettet, Finanzgericht Münster besch(t)euert, Ruthenberg dominiert

Daniel Negreanu ist bekannt dafür kein Blatt vor den Mund zu nehmen

Daniel Negreanu sorgt mit seiner Aussage er würde eine Million Dollar wetten, dass er die High Stakes mit zwei Wochen Vorbereitung schlagen könne, für viel Gesprächsstoff. Das Finanzgericht Münster entscheidet, dass Pokergewinne der Umsatzsteuer unterliegen, und Sebastian Ruthenberg gewinnt nach seiner Rückkehr auf die High Stakes innerhalb von 48 Stunden mehr als $500.000. Das sind die Themen der heutigen Triple Barrel.

1.) Daniel Negreanu wettet eine Million

Alles hatte damit begonnen, dass der Twitter-User Todd Thotman nach der Ausstrahlung des Final Tables des Big One for One Drop einen Limp/Shove von Negreanu kritisierte:

Kid Poker fühlte sich wohl in seiner Ehre gekränkt und antwortete darauf, dass dieser Spielzug absoluter Standard sei.

Daniel Negreanu Tweet
Dieser Tweet von Daniel Negreanu brachte den Stein ins Rollen.

Eine heiße Diskussion entbrannte, aufgrund von Daniels anschließender Aussage links.

Er zwitscherte, er würde eine Million darauf wetten, dass er auf NL $25/$50 mit einer Vorbereitungszeit von zwei Wochen zum Winning Player werden könnte.

Daraufhin schalteten sich mehrere Pros ein und wollten die Wette annehmen.

Der Erste war sein Gegner im Heads-up des Big One for One Drop 2014, Daniel Colman:

Und später dann auch High Stakes Regular Doug “WGCRider” Polk:

Polk versucht Negreanu seitdem zu einer Challenge zu bewegen und hat ihn laut eigener Aussage auch schon kontaktiert, um die Rahmenbedingungen festzulegen. Bleibt also nur zu hoffen, dass Negreanu die Herausforderung annimmt und wir dabei zuschauen können, wie er sich dabei schlägt.

2.) Das Finanzgericht Münster fällt ein horrendes Urteil

Das Finanzgericht Münster hat nun das Urteil gefällt, dass man auf Pokergewinne aus Turnieren und Cash Games unter gewissen Bedingungen Umsatzsteuer zahlen muss. Eine Entscheidung die sogar von vielen Steuerexperten hart kritisiert wird.

Warum weiß wohl nur das Gericht selbst, denn laut Definition ist die Umsatzsteuer eine Verkehrssteuer, die durch den Austausch von Leistungen ausgelöst wird. Außerdem muss auf einer Seite des Austausches ein Unternehmen stehen. Wo beim Poker ein Austausch von Leistungen vorliegen soll ist nicht wirklich nachvollziehbar.

Finanzgericht Münster
Hat das Finanzgericht Münster mit dem neuen Urteil die Grenzen der Steuerpflicht zu weit gefasst?

Nach Ermessen des Finanzgerichts war der Kläger, Bracelet-Gewinner Jens Vörtmann, als Unternehmer zu sehen: „Wie ein erfahrener Marktteilnehmer beherrschte der Kl. die Usancen der von ihm ausgeübten Tätigkeit als Kartenspieler. Aufgrund dieser Erfahrungen durfte er im Gesamtergebnis mit einem Spielerfolg und damit mit der Erzielung von Einnahmen rechnen.”

Zwar setzt sich beim Poker langfristig immer der bessere Spieler durch, aber kurzfristig ist der Glücksfaktor so hoch, dass an einem Tag oder über einen gewissen Zeitraum auch der beste Spieler verlieren kann. Aufgrund des Glücksfaktors und der Varianz kann man beim Poker kurzfristig eben nicht mit sicheren Einnahmen rechnen.

Jens Vörtmann hat nun noch das Rechtsmittel der Revision und wir hoffen, dass er davon Gebrauch macht, da es im Urteil einfach zu viele offensichtliche Widersprüche gibt. Die nächst höhere Instanz wäre dann der Bundesfinanzhof in Karlsruhe.

3.) Sebastian Ruthenberg mit beeindruckendem Comeback

Schon in der ersten Juniwoche war Sebastian „taktloss47“ Ruthenberg der größte Gewinner auf den High Stakes. 

Danach legte der Hamburger aus unerfindlichen Gründen eine Pause ein, bis vor zwei Tagen. Am Sonntag feierte der Ruthenboss eine beeindruckende Rückkehr an die 2-7 Triple Draw Tische.

Sebastian Ruthenberg
Sebastian Ruthenberg gewann innerhalb von 48 Stunden mehr als eine halbe Million Dollar.

Dabei knüpfte er sich mit SanIker ausgerechnet seinen deutschen Landsmann ordentlich vor.

Der Deutsche Heads-Up No-Limit Hold’em Spezialist hatte Ende Juli einen gewaltigen Heater erwischt und in einer Woche über eine Million Dollar gewonnen.

Warum er gerade beim $2.000/$4.000 2-7 Triple Draw, Ruthenbergs Paradedisziplin gegen diesen antrat, bleibt das Geheimnis des immer noch unbekannten Deutschen.

Auf jeden Fall sollte ihn dieser Ausflug teuer zu stehen kommen, denn in nur 312 Händen nahm im Seb sage und schreibe $395.000 ab.

Heute ließ Ruthenberg dann weitere 133k folgen und so hat er in den ersten 48 Stunden nach seiner Rückkehr auf die High Stakes fast $530.000 Gewinn gemacht.

Hoffen wir, dass Sebastian auch weiterhin die Luckbox auspackt! 

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