Triple Barrel – NBC ausgelost, Nadal siegreich, Hellmuth beschenkt
Heute in der Triple Barrel: Die erste Runde der NBC Heads-up Challenge, der erste Turniersieg von Rafael Nadal, und die letzten Hand von Phil Hellmuth bei der WSOP Euope.
NBC Heads-up Championship
Die Paarungen der ersten Runde stehen fest. Sie wurden gestern im Rahmen der traditionellen Verlosungsparty ausgelost.
Der Event muss ziemlich fruchtfröhlich gewesen sein, zumindest für Phil Galfond, der sich nächtens noch bei Twitter erkundigte, wann und gegen wen er denn nun spiele.
Und das, obwohl er selbst bei der Draw Party vor Ort gewesen war.
Er wurden einige sehr interessante Begegnungen ermittelt. Besonders das Aufeinanderteffen der beiden Schwergewichte Phil Hellmuth und Mike Sexton wird für Aufmerksamkeit sorgen.
Mehrere „Treffen der Generationen“ stehen an, darunter die Partie Ben Lamb gegen Barry Greenstein, Tom Marchese gegen Doyle Brunson, und Erik Seidel gegen Tom Dwan, und im „Battle oft he Phils“ werden Laak und Ivey gegeneinander antreten.
Fernsehproduzent Matt Salsberg wird es mit Daniel Cates zu tun bekommen, und mit der Paarung Dan Smith gegen Jason Mercier treffen zwei der drei laut GPI besten Spieler der Welt schon in der ersten Runde aufeinander.
Erstmals werden in der ersten Runde zwei Spielerinnen aufeinandertreffen: Liv Boeree spielt bei der NBC Heads-up Challenge zunächst gegen Gaelle Baumann.
In den Duellen Mann gegen Frau trifft Jewgeni Timoshenko auf Vanessa Rousso, Phil Galfond sitzt Maria Ho gegenüber, und Antonio Esfandiari spielt gegen Jennifer Tilly.
Daniel Negreanu hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Er gab private Gründe an. Seinen Platz nimmt David „Doc“ Sands ein.
Die erste Runde in der Übersicht:
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Antonio Esfandiari vs. Jennifer Tilly |
Ben Lamb vs. Barry Greenstein |
Joseph Cheong vs. Olivier Busquet |
Erik Seidel vs. Tom Dwan |
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Jonathan Duhamel vs. Matt Glantz |
John Monette vs. Greg Raymer |
Jean-Robert Bellande vs. Bruce Miller |
Tom Marchese vs. Doyle Brunson |
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Chris Moorman vs. Carlos Mortensen |
Viktor Blom vs. Andy Lichtenberger |
Maria Ho vs. Phil Galfond |
Brian Hastings vs. Matt Matros |
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Matt Salsberg vs. Daniel Cates |
Michael Mizrachi vs. Mike Matusow |
Eugene Katchalov vs. Faraz Jaka |
Nick Schulman vs. Eli Elezra |
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Vanessa Rousso vs. Jewgeni Timoshenko |
David Williams vs. John Hennigan |
Justin Smith vs. Bertrand Grospellier |
Greg Merson vs. Joe Serock |
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Shaun Deeb vs. Andy Frankenberger |
Sam Simon vs. David Oppenheim |
Phil Hellmuth vs. Mike Sexton |
Mohsin Charania vs. Huck Seed |
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Andy Bloch vs. Kyle Julius |
Phil Laak vs. Phil Ivey |
Chris Moneymaker vs. Jason Somerville |
Liv Boeree vs. Gaelle Baumann |
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Will Failla vs. Scott Seiver |
Isaac Haxton vs. Justin Bonomo |
Rob Salaburu vs. David Sands |
Jason Mercier vs. Dan Smith |
Rafael Nadal gewinnt ein Turnier
Eigentlich keine ungewöhnliche Nachricht. Schließlich hat der langzeitverletzte Spanier schon rund 50 Siege bei internationalen Tennisturnieren zu verzeichnen.
Jetzt aber hat er erstmals ein Pokerturnier als Sieger beendet.
Allerdings handelte es sich dabei nicht gerade um ein Major-Event. Vielmehr war es ein €10-Turnier mit 48 Spielern, dass Nadal gewann.
Die Siegprämie betrug gut €150 – zum Vergleich: für seinen letzten Triumph vor einem Jahr bei den Australian Open kassierte er €1,85 Mio.
Trotzdem: Dass sich ein Tennisweltstar zwei oder drei Stunden lang hinsetzt, um ein solches Turnier zu spielen, ist aller Ehren wert.
Bisher hatte Nadal seit seiner Verpflichtung für das Team PokerStars eigentlich nur durch ein paar Auftritte in Werbespots und bei Live-Events durch Abwesenheit geglänzt.
Vielleicht erleben wir ja doch noch das von uns längst ersehnte Heads-up Nadal gegen Becker.
Hellmuths Siegerhand hinter Glas
Da wir gerade von Spielern mit vielen Titeln sprechen:
Phil Hellmuth – der beste/arroganteste/am meisten überschätzte Spieler der Welt (suchen Sie sich Ihr Lieblingsprädikat selbst aus, es ist müßig, darüber noch zu diskutieren) – erhielt diese Woche ein Überraschungspaket von der WSOP.
Darin: Die Hand, mit der er im letzten Herbst den WSOPE Main Event in Frankreich gewann.
Hellmuth wurde damit der erste Spieler, der auf beiden Seiten des Großen Teichs WSOP-Champion geworden ist.
Außerdem schraubte er seinen Bracelet-Rekord auf nun 13 Armbänder.
Genug zu haben scheint der Kalifornier aber noch lange nicht.
Hellmuth ist hungrig wie eh und je, und das sollte sich so mancher ausgebrannter Mittzwanziger ruhig mal durch den Kopf gehen lassen, bevor er sich selbst als „Pro“ und Hellmuth als „Fisch“ bezeichnet.

