Triple Barrel – Lisandro triumphiert, Danzer verdrängt, Deutsche Highroller in London

Jeff Lisandro holte bei der WSOP APAC sein sechstes Bracelet

Der Italo-Australier Jeff Lisandro holt sich bei der WSOP APAC bereits sein sechstes Bracelet, George Danzer verliert die Führung in der WSOP Player of the Year-Wertung und in London kämpft fast die gesamte deutsche Highroller-Riege beim £60.000 High Roller Event der WPT Alpha8 um über eine Million Pfund – Das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) Sechstes Bracelet für Jeff Lisandro

Mit eher mäßigen Teilnehmerzahlen hat die WSOP APAC zu kämpfen, die derzeit im Crown Casino von Melbourne stattfindet. Insgesamt zehn Turniere werden ausgetragen, und nach zwei Entscheidungen beim No-Limit Hold’em gab es gestern das erste Bracelet in Pot-Limit Omaha.

Großer Triumphator war ein alter Bekannter. Jeff Lisandro, der 2009 dank dreier Stud-Bracelets WSOP Player of the Year wurde, holte sich sein sechstes Bracelet und schloss damit zu anderen Größen der Szene wie TJ Cloutier, Ted Forrest oder Daniel Negreanu auf, die auf die gleiche Anzahl WSOP-Siege gekommen sind.

Bereits 2010 hatte Lisandro ein PLO-Bracelet bei der WSOP Europe gewonnen und nun ließ er 122 Konkurrenten hinter sich, um seinen sechsten Streich zu landen. Mit von der Partie waren auch die beiden Deutschen George Danzer und Ismael Bojang, der Hamburger Bojang schaffte es als Elfter immerhin in die Preisgeldränge und kassierte gut AU$3.600.

Großer Sieger aber wurde Jeff Lisandro, der im Heads-Up seinen Landsmann Jason Gray niederrang. In der letzten Hand des Turniers lag Gray bis zum River vorn, ehe Lisandro mit einer 3 ein Wheel bekam und Grays letzte Chips einkassierte.

Für den Sieg erhielt Lisandro AU$51.660, während sich Gray über knapp AU$32.000 freuen durfte.

Endstand WSOP APAC, Event #3, AU$1.650 Pot-Limit Omaha:

1.

Jeff Lisandro (AU)

AU$51.660

2.

Jason Gray (AU)

AU$31.931

3.

Zane Ly (AU)

AU$22.771

4.

Gary Benson (AU)

AU$16.563

5.

Paul Sharbanee (AU)

AU$12.282

6.

Paul Mac (AU)

AU$9.282

7.

Stephen Woodhead (GB)

AU$7.146

8.

Oliver Gill (AU)

AU$5.603

2) Shack-Harris überholt Danzer in der POY-Wertung

Neben Event #3, bei dem Jeff Lisandro triumphierte, fanden noch zwei weitere Turniere statt. Aus deutscher Sicht gab es dabei leider keine guten Nachrichten.

George Danzer
George Danzer muss nun wieder cashen, um WSOP Player of the Year zu werden.

George Danzer hatte bei Event #1 sensationell die Führung in der WSOP Player of the Year Wertung übernommen.

Nun musste George diese wieder an seinen amerikanischen Konkurrenten Brandon Shack-Harris abgeben. Shack-Harris qualifizierte sich für das Finale von Event #4, einem NLHE-Terminator-Turnier mit einem Buy-In von AU$1.650, und hat damit Chancen, seine Führung sogar noch weiter auszubauen.

Chipleader ist der Australier Nelson Maccini, doch als Vierter im Chipcount hat Shack-Harris noch alle Möglichkeiten, vielleicht sogar nach dem Bracelet zu greifen.

Bei Event #5, einem Pot-Limit-Omaha-Turnier mit einem Buy-In von AU$5.000, versuchte George Danzer derweil Boden gutzumachen, schied aber leider aus und muss auf die nächste Gelegenheit hoffen. Besser schlug sich Ismael Bojang, der noch mitmischt und einen aussichtsreichen Stack hat.

3) Deutsche Highroller beim Alpha8-Turnier in London

Die Alpha8-Serie der World Poker Tour geht seit gestern in eine neue Runde, und mit London als Austragungsort haben die Organisatoren einen logischen Griff getan.

Igor Kurganov
Igor Kurganov ist beim £60.000 High Roller Event zurzeit bester Deutscher auf Platz 6.

Ab nächster Woche findet dort die EPT statt und viele Spieler werden sich diese nicht entgehen lassen.

Nachdem das Startgeld bisher jeweils $100.000 betrug, musste man in London satte £60.000 hinblättern, bekam umgerechnet also etwas billiger seinen Platz. Werden hohe Buy-Ins aufgerufen, sind mittlerweile schon traditionell eine Reihe deutscher Spieler mit von der Partie.

Mit Alpha8-Doppelsieger Philipp Gruissem, Christoph Vogelsang, Igor Kurganov, Fabian Quoss und Max Altergott sind fast alles deutschen Topspieler am Start.

Die Konkurrenz ist mit Daniel Colman, Sam Trickett, Eric Seidel und Isaac Haxton allerdings sehr stark.

Der erste Turniertag verlief für die Deutschen passabel, außer Max Altergott sind alle unsere Spieler noch an Bord und haben teilweise sehr ordentliche Stacks vorzuweisen. Insgesamt 15 Spieler sind angetreten, durch einige Re-Entries ist der Preisgeldfonds mittlerweile auf £1.160.000 angestiegen, weitere Neueinstiege sind noch bis zum Ende des neunten Levels möglich.

In Führung liegt nach dem ersten Tag Talal Shakerchi, ihm auf den Fersen sind Ike Haxton und Poker-Wunderkind Dan Colman.

Hier der Stand nach Tag 1:

1

Talal Shakerchi

385.000

2

Isaac Haxton

297.500

3

Dan Colman

235.400

4

Stephen Chidwick

229.300

5

Vladimir Troyanovskiy

218.600

6

Igor Kurganov

159.600

7

Christoph Vogelsang

150.000

8

Philipp Gruissem

148.400

9

Sam Trickett

127.600

10

Fabian Quoss

49.700

11

Erik Seidel

21.100

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